{"id":3885,"date":"2017-10-18T08:58:31","date_gmt":"2017-10-18T08:58:31","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3885"},"modified":"2017-10-18T09:26:38","modified_gmt":"2017-10-18T09:26:38","slug":"nichts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3885","title":{"rendered":"nichts"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3886\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171018_100615-254x300.jpg\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171018_100615-254x300.jpg 254w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171018_100615-768x908.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171018_100615-866x1024.jpg 866w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171018_100615.jpg 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><\/p>\n<h5>Auf der Suche nach einem Bild, das das Nichts ausdr\u00fccken soll, bin ich nat\u00fcrlich gescheitert, denn \u00fcberall, wo etwas sichtbar oder auch sp\u00fcrbar ist, kann es das Nichts nicht sein. Kein pures Schwarz, kein leeres Wei\u00df kann es sein, und sollte es so etwas \u00fcberhaupt geben, ist es wohl im Manifestierten kaum zu finden, da \u00fcberall etwas ist. Andrerseits lernen wir aus Erfahrung, dass da, wo wir gerne nichts haben w\u00fcrden, oft etwas ist. Ich denke, dass die schmerzhaften St\u00f6rungen rigoroser nach einem greifen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend\u00a0 die heiteren und gelassenen Zust\u00e4nde mehr einer Leere gleichen, wo das eigene Ich einen in Ruhe l\u00e4sst oder es einem \u00fcberhaupt gelingt,\u00a0 sich st\u00f6renfriedfrei zu erleben, auch durch Andere. Innere Gesch\u00fctze werden auch oft bei Nachfrage mit &#8222;nichts&#8220; bezeichnet, weil die \u00dcberforderung durch Komplexit\u00e4t eine L\u00e4hmung erschaffen kann, die sich gerne als ein Nichts deklariert, dem potentiellen Nichts dahinter aber voll im Wege steht. Selten ist auch die Aufgehobenheit in einer Art von leerer F\u00fclle, wo der universelle Rahmen nicht geleugnet werden muss, um die Leerheit der F\u00fclle wahrzunehmen. Das griechische Wort &#8222;kairos&#8220; hat so eine innere M\u00f6glichkeit immer in mir wach gerufen, wenn Kairos in der Tat als ein Lichtstrahl im pers\u00f6nlichen Schicksal erfahren wird als ein Schl\u00fcssel zu direkter Zeit und der damit verbundenen \u00d6ffnung der Zeit, wo die F\u00fclle stattfinden kann, die authentisches Sein zul\u00e4sst. Nat\u00fcrlich frage ich mich jetzt, flei\u00dfig wie eine Honigbiene, mein eigenes rotierendes Universum, was ich mit &#8222;authentischem Sein&#8220; meine. Dann wieder sind Worte wie &#8222;authentisch&#8220; so verbraucht, dass man kaum mehr Zugang bekommt zu ihrem urspr\u00fcnglichen Geburtsort. Und hinter dem Wort ist ja auch noch die Stille, aus der es hervorkommt. Da kann man es sp\u00fcren, wenn es gelingt, einfach so zu verweilen, ohne sich selbst zu st\u00f6ren. Mit den F\u00fchlern, die immer hinaus wollen und etwas abtasten, und verstehen, was nur begrenzt verstanden werden kann. Das alles ist n\u00f6tig, um sich dem Sein als ein erf\u00fclltes Nichts zu n\u00e4hern. Wohnort nirgends, beschenkt mit unendlichem Reichtum, der zur Verf\u00fcgung steht, wenn es dem geschulten System angemessen erscheint. Angemessen ist, was vor allem das eigene Ma\u00df kennt. Gut, es im Nichts zu beherbergen. Da wird der unsichtbare Schatz verwaltet. Da ist Ruhe. Ein gutes Nichts kann ohne Alles nicht sein. Was sollte das Nichts sonst lebendig erhalten. Das Nichts als Abgrund ist gef\u00e4hrlich, denn wo Sprachlosigkeit vorherrscht, besteht das Nichts aus Schatten. Das unreflektierte Ich ist das Reich der Gespenster. Der Volksmund erschafft eigene Sinnfelder und wei\u00df z.B., dass von nichts nichts kommt. Aber was vom Licht des Schicksals beleuchtet wird, auf welche Weise auch immer, das l\u00e4sst einen ahnen, dass wir in einer Kairos-Zeit leben, in der scheinbar Unvereinbares als eine Einheit ersp\u00fcrt werden kann. Die F\u00fclle der Leere eben.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Suche nach einem Bild, das das Nichts ausdr\u00fccken soll, bin ich nat\u00fcrlich gescheitert, denn \u00fcberall, wo etwas sichtbar oder auch sp\u00fcrbar ist, kann es das Nichts nicht sein. 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