{"id":3878,"date":"2017-10-17T08:23:25","date_gmt":"2017-10-17T08:23:25","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3878"},"modified":"2017-10-17T08:30:42","modified_gmt":"2017-10-17T08:30:42","slug":"3878","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3878","title":{"rendered":"ausrichten"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3880\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171017_101853-184x300.png\" alt=\"\" width=\"259\" height=\"423\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171017_101853-184x300.png 184w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171017_101853-629x1024.png 629w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171017_101853.png 696w\" sizes=\"auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Es gibt ja gar nicht so viele Gef\u00fchle, wie man es manchmal gerne h\u00e4tte. Von allen Schulen und Schulungen, in denen man sich ernsthaft damit besch\u00e4ftigt hat, sind meistens so um die f\u00fcnf herum benannt worden, die sich grunds\u00e4tzlich auch in den Abwehr-und Zufuhrlatten der Religionen sehr \u00e4hnlich waren. Das passt zu meinen ersten \u00dcberraschungen in Indien, wenn Hindus zu mir oder anderen sagten &#8222;don&#8217;t feel&#8220;. Ja hallo, dachte ich, was soll das denn jetzt. Aber es ist ganz gut, wenn das F\u00fchlen und seine vielen F\u00fchler ernsthaft betrachtet werden. Nat\u00fcrlich war eine der indischen Varianten auch, dass man jemanden m\u00f6glichst gef\u00fchlfrei heiraten kann, denn die Gef\u00fchle k\u00e4men dann ganz von alleine. Das sehe ich gar nicht so. Die Gef\u00fchle k\u00f6nnen in der Tat alleine kommen und kommen auch meist alleine, aber welche? Und was ist das, was ich f\u00fchle, und wie komme ich in die N\u00e4he der Worte, die damit zumindest latent resonieren? Wie werde ich \u00fcberhaupt aufmerksam auf meine Befindlichkeiten? Und wie gehe ich mit ihnen um? Was die Hindus mit &#8222;don&#8217;t feel* meinen, ist eher, dass sie sich ungern von emotionalen Zust\u00e4nden \u00fcberw\u00e4ltigen lassen, und auf jeden Fall immer noch geschult waren auf eine f\u00f6rderliche, menschliche Friedenspraxis hin. Man muss auch bis heute feststellen, dass trotz aller schrecklichen Nachrichten aus Indien die direkte Erfahrung\u00a0 mit Menschen dort immer noch sehr tief und gef\u00fchlvoll sein kann. Manchmal schon im Vor\u00fcbergehen w\u00e4rmer und liebevoller, als man es sich hier auf Deutschlands Stra\u00dfen erhoffen und ertr\u00e4umen kann. Vorherrschende Vorsicht und nat\u00fcrlich auch Gleichg\u00fcltigkeit und &#8222;was geht es mich auch letztendlich an&#8220;. Ich denke, dass auch ein solcher Krieg, in dem man das Ausma\u00df des Unmenschlichen nicht mehr fassen konnte und bis heute nicht kann, dem menschlichen Umgang eine schwere Wunde\u00a0 geschlagen hat. Man hat gelernt, vorsichtig zu sein. Man wei\u00df, dass Bildung wichtig ist, aber dass sie nicht vor Verbrechen sch\u00fctzt. Man wei\u00df, dass auserw\u00e4hltes Denken nicht zu friedlichem Miteinander f\u00fchrt und vieles mehr wei\u00df man dann, und auch, dass die Wurzeln der Gef\u00fchllosigkeit schwer erfassbar sind, weil es einen Zugang braucht vom Tr\u00e4ger zur Wurzel. An was messe ich mein F\u00fchlen, und wird es nicht laufend unter-und \u00fcbersch\u00e4tzt wie die Liebe, das geheimnisvolle Resultat unsichtbarer inner Vorg\u00e4nge und Befindlichkeiten. Dann gibt es das freie und das gest\u00f6rte F\u00fchlen. Dieser Gedanke kam mir heute zum ersten Mal, denn tats\u00e4chlich, wenn mein Denken oder F\u00fchlen gest\u00f6rt ist und ich das auch so wahrnehme, dann kann man von einer Bindung an die pers\u00f6nliche Geschichte ausgehen. Aber es gibt auch das F\u00fchlen, das erfreut und bereichert, einfach da ist und das man genie\u00dfen sollte, so lange es da ist, denn auch die Gef\u00fchle sind schwer besch\u00e4ftigt mit diesem und jenem Ton und ihren Zwischent\u00f6nen. Ist man mal mit Hilfe der Kompassnadel im Gro\u00dfraum des Seins gelandet, nimmt man dort m\u00fchelos ein Grundgef\u00fchl wahr, das sich nicht so sehr unterscheidet vom eigenen. Warum auch?<\/h5>\n<h5>Das Bild zeigt meine Hand, die ein Wasserglas h\u00e4lt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Es gibt ja gar nicht so viele Gef\u00fchle, wie man es manchmal gerne h\u00e4tte. 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