{"id":3870,"date":"2017-10-16T08:51:04","date_gmt":"2017-10-16T08:51:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3870"},"modified":"2017-10-16T17:52:10","modified_gmt":"2017-10-16T17:52:10","slug":"herbsten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3870","title":{"rendered":"herbsten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3871\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171016_104122-249x300.png\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171016_104122-249x300.png 249w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171016_104122-768x924.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171016_104122-851x1024.png 851w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171016_104122.png 921w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/p>\n<h5>Erstaunlich. Wieder Herbst. Die hei\u00df ersehnten Sonnenstrahlen verfrachten einen in die Welt des Staunens. Tats\u00e4chlich: Gold. Doch\u00a0 golden nur, wenn das Licht darauf scheint, das Herbstlicht, das dem Verg\u00e4nglichen Unsterblichkeit verleiht. Man macht sich auf und wird z.B. in einem Wald zur Zeugin des geheimnisvollen Vorgangs. Jeder beliebige Ort eine strahlende Lichtung. Jedes noch so dumpfe Blatt eine Bereitschaft zur Metamorphose. \u00dcberall Pilzgemeinschaften in scheinbar grenzenloser Vielfalt. Die Kundigen unter uns wissen, was gegessen werden kann und was nicht. Doch die Pilze leben auch ohne uns miteinander in ihren eigenen mysteri\u00f6sen Verflechtungen und Familienst\u00e4mmen. Wir gehen vor\u00fcber. Das ist, was die DichterInnen uns durch die ganze Weltgeschichte hindurch vermittelt haben: dass wir vor\u00fcbergehen, und dass der Herbst etwas vom Geruch des Verg\u00e4nglichen tr\u00e4gt. Gestern habe ich irgendwo gelesen, dass es die Liebe ist, die es einem schwer macht, den Planeten heiteren Gem\u00fcts zu verlassen. Ich dachte immer, die Liebe macht es leichter. Aber nat\u00fcrlich, man will ja vor allem das, was man liebt und kennen gelernt hat und endlich etwas besser versteht, nicht schon wieder verlassen. Das sind typische Herbstgedanken. Auch der junge Werther schleppte sich mit Suizidgedanken durch das Herbstlaub. Es soll viele gegeben haben, die davon angeregt wurden. Modrige Erde kann auch aufregend riechen. In welchen Adern flie\u00dft keinerlei Hang zum Morbiden? Oder\u00a0 man denkt an Zypressen, die einmal um etwas herumstanden, was man selbst war. Eine Geschichte. Eine Parabel. Eine Science Fiction Anekdote, eine Herumgeherin in den direkten Zusammenh\u00e4ngen. Die direkten Zusammenh\u00e4nge gehen immer von einem selbst aus, d.h. wenn es einen\u00a0 interessiert, das Steuer selbst in der Hand zu haben und die Verantwortung f\u00fcr den Kompass zu \u00fcbernehmen. Das gilt vor allem f\u00fcr den einzelnen Menschen und gibt wahrscheinlich die Bedeutung zu der Tatsache, ob jemand einen F\u00fchrerschein hat oder nicht. Ein Steuer in der Hand und volle Verantwortung, denn zu viel Spannung oder zuviel Entspannung oder eine Ablenkung kann t\u00f6dlich sein. Auf der anderen Seite kann man nicht leugnen, dass auf einer bestimmten Ebene, oder vielleicht ist es genau da, wo die Ebenen aufh\u00f6ren,\u00a0 alle und alles miteinander verbunden sind, bewusst oder unbewusst. Bildlich gesehen vermutlich ein str\u00f6mendes Ungeheuer, das einem Ordnungen abringt und Klarheiten, will man die Richtung zumindest erkennen. Die eigene Richtung. Der Weg, auf dem man die eigene Lampe sein kann. Was jenseits des Tellerrandes stattfindet, hat keiner beschrieben. Doch, es wurde schon beschrieben. Vielen erschien es immer elit\u00e4r und abstrakt, der Aufenthalt im Ungedeuteten, die Anwesenheit im Nu. Der \u00c4ther. Die strahlende Leere. Die tiefe Freude am freien Vorgang des Dialoges mit den universellen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten. Wieder Herbst. Die Tage mit der Sonne. Wo man die Bl\u00e4tter aus den Himmeln nahen sieht, als welkten sie in fernen G\u00e4rten. Rilke hat dann in seinem Gedicht noch Einen erschaffen, der das alles unendlich sanft in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt. Wir ringen immer wieder mit denselben Themen. Die Welt ver\u00e4ndert ihr Kost\u00fcm.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstaunlich. Wieder Herbst. Die hei\u00df ersehnten Sonnenstrahlen verfrachten einen in die Welt des Staunens. Tats\u00e4chlich: Gold. Doch\u00a0 golden nur, wenn das Licht darauf scheint, das Herbstlicht, das dem Verg\u00e4nglichen Unsterblichkeit verleiht. 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