{"id":3857,"date":"2017-10-14T09:06:59","date_gmt":"2017-10-14T09:06:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3857"},"modified":"2017-10-14T12:15:49","modified_gmt":"2017-10-14T12:15:49","slug":"samsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3857","title":{"rendered":"samsen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3858\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171014_095151-300x179.jpg\" alt=\"\" width=\"463\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171014_095151-300x179.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171014_095151-768x458.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171014_095151-1024x611.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171014_095151.jpg 1793w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><\/p>\n<h5>Ich werde nicht m\u00fcde, den Samstag einzul\u00e4uten als meinen Tag des sinnfreien Denkens. Das ist nat\u00fcrlich entsprechend m\u00fchevoll, wie es ein Samstag verdient, denn wie wir wissen, lauert in jedem Winkel des Daseins der Sinn, und manchmal dagegen anzugehen, ist unterhaltsam, auch wenn es scheitert. Der Samstag eignet sich pr\u00e4chtig. Alle Tage bergen bereits einen unausl\u00f6schlichen Namenssinn. Der Sonntag hat die Sonne, der Montag den Mond, der Dienstag das Dienen, der Mittwoch die Mitte, der Donnerstag den Zeus, der Freitag die Freiheitskarotte, die in menschlicher Logik auf den Samstag hinweist. Doch was ist &#8222;Sams&#8220;!? Der Gro\u00dfe Sams ist ein St\u00f6renfried, der allen darin Vorhandenen etwas zumutet. Eigentlich ist es die Glocke zum Sonntag, wo dann endlich doch nahezu alles \u00d6ffentliche zu hat, auch wenn anderorts daran gearbeitet wird, dass man auch da was offen haben will, damit Einkaufswillige nicht ins Koma verfallen. Oder es f\u00e4llt einem ein, dass man noch einen BioMozarella braucht f\u00fcr die Tomaten, und man w\u00e4lzt sich in der Schlange der riesigen Essbergwagen zur Kasse durch, weil Samstag ist und die Menschen nicht vom Verhungern bedroht sein m\u00f6chten. Es kann einem auch die Szene von Loriot einfallen, wo der Mann auf dem Sessel sitzt und einfach nur da sitzen will, aber es geht vor allem samstags nicht, weil da noch mehr zu tun droht als an den anderen Tagen, nur geh\u00f6rt es nun alles zu einem selbst. Da l\u00e4ute ich nun das Samsen ein. Man l\u00e4sst sich was einfallen, was zur Abwechslung mal nicht umgesetzt werden muss, sondern nur durchdacht und an die Grenzen seiner sinnfreien M\u00f6glichkeit gebracht. Das Bild oben, ein Graffiti aus Lissabon, zeigt eine sch\u00f6ne Samsung, und man darf sofort staunen, dass man \u00fcber diesen Weg auf Samsung gesto\u00dfen ist. Hier kann man den indischen Habitus einschalten, aus einem schon bestehenden Produktnamen einfach einen Buchstaben zu ver\u00e4ndern, und schon hat man selbst eine Produktbezeichnung, die immer latent an das Original erinnert, aber im Konkurrenzkampf nicht gerichtlich ausgeschaltet werden kann. In Indien kann man auch die K\u00f6pfe der G\u00f6tter austauschen und sie als die eigenen deklarieren. Aber so weit wollen wir nicht gehen, sondern vielleicht nur aus Samsung, der Samstags\u00fcbung (Quantensprung in die ultimate Leere), Sam-Song machen oder dazuf\u00fcgen. Die Samsongs, nicht zu verwechseln mit den Simpsons, sind Klagelieder, die der oder die Samstagsergr\u00fcnderIn beim Verrichten der vielen Samstagspflichten singen kann. Aus den sch\u00f6nen und tieftraurigen Texten, die alle davon handeln, wie der Samstag wieder einmal nicht zu dem wurde, was man erwartet hatte, kann bald ein Liederb\u00fcchlein entstehen. Man singt z.B. davon, wie jeden Herbst im Hof so viele Bl\u00e4tter fielen, alles gegen meinen Willen, und nun muss ich mir zu Ehren wieder alles kehren, kehren&#8230;.Sams ist der Gott der Klage. Wenn man mit dem Rasenm\u00e4hen oder dem W\u00e4scheaufh\u00e4ngen und dem Einkauf fertig ist und wie nebenher zwei neue Sam-Songs in einem entstanden sind, legt man irgendwo auf einen Sims eine Blume oder einen Grashalm zusammen mit den Sam-Songs. Dann hat man f\u00fcr Sams, den Widersacher der Sinnfrage, Sam-Songs auf dem Sams-Sims niedergelegt. Von mir aus kann man dann auch noch sein Samsung-Smartphone ranholen und das Ganze aufnehmen. Hauptsache, man hat gesamst und vielleicht einige dadurch auch abhalten k\u00f6nnen, einen mit anstehenden Handlungen anzuregen. Erfolgreiche Samser kann man mit chinesischen Gl\u00fcckskeksen vergleichen. Ihre H\u00fclle erscheint hart, aber man kann sich doch immer wieder aufs Neue auf das Innere freuen. Samsen ist der Sprung an sich. Der Sams-Tag ist genau daf\u00fcr vorgesehen.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich werde nicht m\u00fcde, den Samstag einzul\u00e4uten als meinen Tag des sinnfreien Denkens. Das ist nat\u00fcrlich entsprechend m\u00fchevoll, wie es ein Samstag verdient, denn wie wir wissen, lauert in jedem Winkel des Daseins der Sinn, und manchmal dagegen anzugehen, ist unterhaltsam, auch wenn es scheitert. Der Samstag eignet sich pr\u00e4chtig. 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