{"id":3832,"date":"2017-10-11T08:32:21","date_gmt":"2017-10-11T08:32:21","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3832"},"modified":"2017-10-11T11:18:02","modified_gmt":"2017-10-11T11:18:02","slug":"befindlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3832","title":{"rendered":"befindlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3833\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171011_094937-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"243\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171011_094937-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171011_094937-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171011_094937-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171011_094937.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/><\/p>\n<h5>Dann gibt es diese g\u00e4ngige und leidige Frage &#8222;Ja, wie geht&#8217;s denn so?&#8220;, oder dir oder zuhause oder den Kindern, oder \u00fcberhaupt so, nicht weiter definiert. Da die Frage als Floskel gesehen wird, f\u00fchlt man sich nicht verpflichtet, ernsthaft zu antworten, oder zuzuh\u00f6ren, denn es gibt auch zwei konventionelle Arten, sie zu beantworten. Die Einen sagen &#8222;gut&#8220;, die anderen &#8222;ach, nicht so gut&#8220;, beides Angewohnheiten, die weiter keine Bedeutung haben. Dabei kann die Frage durchaus bedeutsam sein, wenn man etwas dar\u00fcber nachdenken darf. Es muss ja nicht immer mit den Anderen sein, sondern man kann sich selbst fragen, wie es einem so geht, und ob es sich mit einiger Klarheit heraust\u00fcfteln l\u00e4sst. Manchmal wird man darauf aufmerksam, dass was in der Unterwelt rumort. Ein dumpfes Rollen und Grollen, das nicht an die Oberfl\u00e4che gelangt, weil sich dort ein L\u00e4cheln breitgemacht hat, das dem Rumpeln keinen Raum gibt oder geben will oder geben kann. Nicht immer ist die Zeit angemessen f\u00fcr Rumpelkammern, auch wenn man sie aus dem Bewusstsein nicht verbannen kann. Auch gibt es selbst bei Hinwendung immer wieder \u00dcberraschungen. Ein paar Tage lang dachte ich immer mal wieder &#8222;was ist nur mit mir los?&#8220;, irgendwie fand ich mich nicht in so angeregter Laune vor, wie ich sie sch\u00e4tze. Da musste ich mir eines Tages eingestehen, dass es tats\u00e4chlich das Wetter war, das mich nervte. Kein Sonnenstrahl. Nur wolkenbedeckelt. Land der Dichter und Denker, die sich mutig durch die Dunstwolken gr\u00fcbelten und gr\u00fcbeln, bis einleuchtet, dass es auch innen eine Lampe gibt, die man sich selbst anknipsen kann. Aber es gibt ja unendlich viele, vorbeistr\u00f6mende Befindlichkeiten, die man erfahren muss und besser kann, wenn die eigene Grundstimmung einmal gekl\u00e4rt ist, und man sich selbst nicht mehr im Wege steht. Neulich waren wir eingeladen bei einem Kindergeburtstag in der afghanischen Familie und im Verlauf\u00a0 wurde deutlich, dass Hamid, der 5-j\u00e4hrige Junge, nach dem Kindergarten 5 Stunden auf der riesigen Flatscreen Sachen glotzt. Er will eigentlich malen oder spielen, aber keiner spielt mit ihm, hat er gesagt. Dann zeigt er mir sein neues Computerspiel, in dem 4 Superm\u00e4nner miteinander brutal boxen, und als dann einer durch Hamids aufgeregte Finger unbeweglich am Boden lag, schrie er begeistert &#8222;jetzt ist er tot, ich habe gewonnen!&#8220; Da kann ich dann nicht mehr unterscheiden, ob ich vorher schon schlecht drauf war, oder doch etwas Kulturelles f\u00fcr Kinder in Bewegung bringen will und diesem Leid eine M\u00f6glichkeit setzen! Das ist doch alles viel zu viel, und man kehrt zu sich zur\u00fcck und l\u00e4sst sich nicht verr\u00fccken, bze. verr\u00fcckt machen. Es fehlen in der Tat bestimmte Schulen, die der Zeit und den Kindern dieser Zeit gerecht werden. Manches schleppt sich nur noch durch\u00a0 aus den Urprogrammen menschlicher Ordnungsgestaltung, und l\u00e4sst sich schwer aus den F\u00e4ngen der Psyche und der Kulturen rei\u00dfen, vor allem, wenn Angst und Gewalt zunehmen und der Begriff &#8222;Heimat&#8220; seine Glaubw\u00fcrdigkeit verliert. Ja, wie geht&#8217;s uns denn so? Und mir: ganz gut gerade, danke.<\/h5>\n<h5>Bild: H. Robert<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dann gibt es diese g\u00e4ngige und leidige Frage &#8222;Ja, wie geht&#8217;s denn so?&#8220;, oder dir oder zuhause oder den Kindern, oder \u00fcberhaupt so, nicht weiter definiert. Da die Frage als Floskel gesehen wird, f\u00fchlt man sich nicht verpflichtet, ernsthaft zu antworten, oder zuzuh\u00f6ren, denn es gibt auch zwei konventionelle Arten, sie zu beantworten. 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