{"id":3828,"date":"2017-10-10T08:46:25","date_gmt":"2017-10-10T08:46:25","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3828"},"modified":"2017-10-10T08:46:25","modified_gmt":"2017-10-10T08:46:25","slug":"komplex-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3828","title":{"rendered":"komplex"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3830\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20160323_174732-300x293.jpg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20160323_174732-300x293.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20160323_174732-768x751.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20160323_174732-1024x1001.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20160323_174732.jpg 1582w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><\/p>\n<h5>\u00a0Ich wurde gefragt, wie ich gestern auf das Thema Ost\/West gekommen bin. Fragen k\u00f6nnen hilfreich sein, denn sie regen zu Reflektionen an, die man vielleicht sonst nicht h\u00e4tte. Und jeder hat andere Dinge in den Archiven gelagert, oder hat keine Archive, oder hat andere Formen der Ordnung bei sich angelegt, oder hegt wenig Ordnungsvorstellungen im Innen und im Au\u00dfen. Das Au\u00dfen ist ja immer noch leichter zu \u00fcberschauen wie das Innen, von dem man sagt, dass man das Auge bewusst darauf richten muss. In Indien gibt es die Darstellung eines Auges, das sich beweglich an einer Verl\u00e4ngerung befindet, damit es flexibel genug ist, um \u00fcberall hinschauen zu k\u00f6nnen. Fakt ist und bleibt, dass, wer sich angew\u00f6hnt hat, innerliche Befindlichkeiten bewusst zu reflektieren, dadurch eventuell eine durchl\u00e4ssigere Ich-Substanz erschafft, die bei den aufkommenden Fragen an sich selbst, warum und wieso und \u00fcberhaupt keine \u00dcberforderung mehr erf\u00e4hrt, sondern eher eine Gelassenheit, die auf der Erfahrung beruht, dass man gelernt hat, mit Komplexit\u00e4ten eher spielerisch umzugehen, damit man weder in die Untersch\u00e4tzung noch in die \u00dcbersch\u00e4tzung driftet von dem, was sich da gerade auftut. Es gibt ja in der Tat hochinteressante Bewegungen auf diesem Planeten, die, schaut man gr\u00fcndlich und unerm\u00fcdlich in sie hinein, einem wie von selbst zu erkennen geben, dass man, von pers\u00f6nlicher Erfahrung ausgehend, durchaus verl\u00e4sslich auf gesellschaftliche und planetarische Bewegungen st\u00f6\u00dft. Alles ist aus demselben Stoff gemacht, wenn es mal ins Sichtbare transportiert wurde.\u00a0 Deswegen wird ja manchmal auch zur Zur\u00fcckhaltung des Transportes geraten, will man etwas von sich oder Anderen nicht transportiert sehen.\u00a0 Da sind wir aber schon auf dem Wanderweg menschlicher Meisterschaften, die in jeder Kultur anders gehandhabt oder \u00fcberliefert werden. Was ich eben an dem Thema Orient und Okzident u.a. so interessant finde ist, dass dort meistens jemand vor der Nase sitzt, der zu wissen vorgibt, wo es langgeht, und im Abendland findet man das zwar auch h\u00e4ufig genug, es ist aber nicht so beliebt, und die Bestrebungen f\u00fchren eher weg davon. Komplex bleibt, dass, wenn alle Fremdbestimmungen, zugelassen oder nicht, aufh\u00f6ren (w\u00fcrden), wie sich das tats\u00e4chlich auf eine Gesellschaft auswirken w\u00fcrde. Niemand traut ja den Menschen zu, sich selbst zu bestimmen, aber es ist hilfreich, sich ab und an daran zu erinnern, dass Menschen sich nur untereinander in Zaum halten und das wohl auch m\u00fcssen, damit das Leben lebbar bleibt. Sollte es sich herausstellen, dass Liebe tats\u00e4chlich der Verzicht auf Mord ist, dann gibt auch dieser einfache Satz Aufschluss zu tieferen Ebenen, von denen man durchl\u00e4ssiger wiederkehren kann, um die Freude am Tanz nicht zu verlieren.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Ich wurde gefragt, wie ich gestern auf das Thema Ost\/West gekommen bin. Fragen k\u00f6nnen hilfreich sein, denn sie regen zu Reflektionen an, die man vielleicht sonst nicht h\u00e4tte. 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