{"id":3771,"date":"2017-10-02T08:06:05","date_gmt":"2017-10-02T08:06:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3771"},"modified":"2017-10-02T15:12:34","modified_gmt":"2017-10-02T15:12:34","slug":"ein-und-aussteigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3771","title":{"rendered":"ein-und aussteigen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3772\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171002_091714-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171002_091714-222x300.jpg 222w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171002_091714-768x1037.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171002_091714-758x1024.jpg 758w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171002_091714.jpg 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/><\/p>\n<h5>Zwischen dem &#8222;Es-ist-wie-es-ist&#8220; und dem &#8222;Es war einmal&#8220; bis zum &#8222;Es-ist-nicht-mehr&#8220; kommt man, wenn man etwas Gl\u00fcck und Unternehmungsgeist und \u00dcberlebenswillen hat, mit vielem in Kontakt. Mir scheint, auch wenn es Ausnahmen geben sollte, das alles, mit was wir Verbindung aufnehmen, Geschichten sind. Die M\u00f6glichkeiten von Geschichten, wahr zu sein, sind ziemlich gering. Der Wahrheitsgehalt wird automatisch dosiert durch den &#8222;Rashomon-Effekt&#8220;, dh., alle sehen es immer von der eigenen Warte aus, wo selbst Ereignisse im selben Raum vollkommen unterschiedlich wahrgenommen werden. Wir haben nicht wirklich eine Wahl, in unsere Story einzusteigen, denn wir befinden uns bereits im Setting, wenn wir ankommen. So liegt der Umgang mit einer Freiheit, die bis zu einem gewissen Grad ja gegeben ist, in der Handhabung der Geschichten, die mir einerseits vorgeschrieben sind, aber nicht, wie ich mit ihnen umgehe. Ja, Kulturen k\u00f6nnen t\u00f6dliche Wirkung haben, aber mich interessiert oft das Vorher, wo das eigene Bewusstsein noch Raum hat, bevor das ins Unbewusste Geschubste tats\u00e4chlich passiert. In jedem Fall nimmt die Geschichte ihren Lauf und wir erhalten die Pr\u00e4gungen, die unsere Form und unseren Geist bestimmen. Man gew\u00f6hnt sich an andere Menschen, die sich in all den R\u00e4umen miteinander aufhalten. Je mehr die eigene Geschichte einem selbst bewusst wird, desto ergreifender die Begegnungen mit Gleichgesinnten. Das Gleichgesinnte ist eine bewegliche Form und handelt von der Meisterschaft der Ebenen. Auch wird man manchmal eingeladen in R\u00e4ume und merkt, man will da gar nicht sein. Man schaltet eine schalldichte Eichent\u00fcr in den Freiraum und geht seiner Wege. Manchmal \u00fcberkommt einen ein tiefes Interesse an anderen Geschichten der Geschichten wegen. Meine G\u00fcte! Wer w\u00fcrde sich nicht gerne verbeugen vor dem geistigen Potential, aus dem die Geschichten kommen. Geschichten sind die Systeme, mit denen wir unterwegs sind, und diesselbe Frage taucht auf: gibt es glaubw\u00fcrdige Geschichtslosigkeit, und wie w\u00fcrde sie aussehen? Der Fehler w\u00e4re nat\u00fcrlich, sie wegdenken zu wollen, denn das klappt nicht. Und wenn die pers\u00f6nliche Geschichte nicht nach einem ausgreift, muss man sich ja nicht mit ihr besch\u00e4ftigen und flie\u00dft mit dem Strom des Seins. Sie greift aber aus, die Geschichte! Da wo der Wurm nagt, da, wo der Schmerz liegt, da, wo das Wort gar nicht in Erscheinung kam undsoweiter, da \u00f6ffnet sich das Lernfeld der Geschichten und unser Verst\u00e4ndnis davon, entlang an Kriterien oder Wertvorstellungen, die wir als die unseren gew\u00e4hlt haben. Je mehr innere Geschichten belichtet werden, desto leichter und lichter erscheint der Durchgang, auch wenn an der Sch\u00f6nheit der Dunkelheit nichts verloren geht. Wenn in den D\u00e4mmerungsstunden der schwarze Faden nicht mehr von dem wei\u00dfen zu unterscheiden ist. Da setzt der Gesang des Muezzin ein. Klar, warum auch nicht ihm lauschen, auch wenn ich nicht verstehe, was er sagt. Wenn ich keine Geschichte daraus mache, ist ein Muezzin nur ein Muezzin. Alles, was man dann wei\u00df, ist, dass es ihn gibt. Auch die Anderen mit dem, was wir selbst f\u00fcr das Leuchten halten, nicht st\u00f6ren. Aussteigen aus den Geschichten der Anderen, wenn die Aufnahme einem nicht gut tut. Der Zug kann ruhig abfahren. Noch gibt es Flugreisen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen dem &#8222;Es-ist-wie-es-ist&#8220; und dem &#8222;Es war einmal&#8220; bis zum &#8222;Es-ist-nicht-mehr&#8220; kommt man, wenn man etwas Gl\u00fcck und Unternehmungsgeist und \u00dcberlebenswillen hat, mit vielem in Kontakt. Mir scheint, auch wenn es Ausnahmen geben sollte, das alles, mit was wir Verbindung aufnehmen, Geschichten sind. Die M\u00f6glichkeiten von Geschichten, wahr zu sein, sind ziemlich gering. 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