{"id":3750,"date":"2017-09-29T08:27:20","date_gmt":"2017-09-29T08:27:20","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3750"},"modified":"2017-09-29T08:35:15","modified_gmt":"2017-09-29T08:35:15","slug":"3750","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3750","title":{"rendered":"continue"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3743\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170928_090315-287x300.png\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170928_090315-287x300.png 287w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170928_090315-768x804.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170928_090315-979x1024.png 979w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170928_090315.png 1054w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/h5>\n<h5>Jetzt spinne ich den Faden doch noch etwas weiter, denn es ist ja geradezu ein Spinnen, wenn man entweder in die Zukunft oder aber in die Vergangenheit zu viel hineindenkt, au\u00dfer, man ist an bestimmten Forschungsgebieten interessiert oder man will z.B. an ein historisches Ereignis nochmal n\u00e4her herankommen. Je n\u00e4her man kommt, desto unwirklicher kann einem dann manchmal etwas vorkommen, wobei die Fakten oft die B\u00e4nde sprechen. Eigentlich sind es selten B\u00e4nde, sondern klare Gedanken. Die Erde, die mir auch gestern kurz vor Augen stand, geh\u00f6rt ja keinem, das ist ein Fakt. Sie ist da, so wie wir da sind. Auch ist zwischen H\u00fcten und Beherrschen ein gro\u00dfer Unterschied, und zwischen Sch\u00fctzen und Ausbeuten. Ich finde, es kann einen zuweilen schon inspirieren, sich im Staunen aufzuhalten dar\u00fcber, wie sehr etwas aus seinem nat\u00fcrlichen Ruder laufen kann. Das ist ein bisschen wie mit der AfD, wo vermutet wurde, dass die hohe Aufmerksamkeit auf das von breiterer Masse als &#8222;\u00dcbel&#8220; Gesehene das \u00dcbel noch verst\u00e4rkt. Wenn man in der Politik nicht t\u00e4tig ist und auch sonst verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig profit-oder machtgierig, kann man mal einfach schauen, etwa, wie einem bei einem so einfachen Gedanken wie &#8222;die Erde geh\u00f6rt keinem&#8220; fast mulmig wird vor Mut, es einfach mal zu wissen. Denn dass die Erde aufgeteilt werden musste und geordnet bei all dem Chaos, das Menschen anrichten k\u00f6nnen, ist klar. Aber das f\u00fchrt nicht logischerweise zum Besitzanspruch. Und zu Produktions-Besessenheiten. In diesem angestrengten Pflicherf\u00fcllungsprogramm geht das Spielerische vollst\u00e4ndig verloren. Ich habe noch die letzten Eindr\u00fccke\u00a0 und Spuren des Spiels in Indien erlebt, wobei die indische Kultur zwar von hoher Geistigkeit gepr\u00e4gt war, und das bis in die dunkelsten Ecken der Kollektiv-Psyche, aber es war eben ein Kollektiv-Ph\u00e4nomen, dass es den gehorsamen Kindern als selten erwachsen werdenden Menschen dennoch gelang, einen ziemlich reifen und innerlich gefestigten Eindruck zu machen, nat\u00fcrlich auch mit einem farbenfrohen G\u00f6tterhimmel \u00fcber ihnen und einem Wiederkommensprogramm nach dem Tod. Jetzt, wo die Lehrer des Gen\u00fcgsamen nicht mehr glaubw\u00fcrdig sind, sinkt das Ganze wo auch immer dahin. Wir im Westen, die wir zwar den ausgepr\u00e4gten Weg des Individuums erzeugt und viel Information und Erfahrung dar\u00fcber angesammelt haben, stehen auch wie die Inder an einer Grenze, die ge\u00f6ffnet werden muss, oder das Gesuchte und Gefundene muss angemessen gehandhabt werden. F\u00fcr die Inder der Umgang mit dem Hunger nach dem Produzierten, f\u00fcr uns im Westen eher die Frage, was dem Wesen eine innere Ruhe verleiht. Und wie kommt man da hin, wenn man st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt ist, etwas haben zu wollen oder zu m\u00fcssen. Pflichten erf\u00fcllen zu m\u00fcssen, so als g\u00e4be es jemanden, der uns nach der Art der Ameisen beurteilt. Schau mal, wie flei\u00dfig die alle sind!!! Tag und Nacht auf Achse! Da f\u00e4llt einem dann das Nichtstun schwer, denn man h\u00e4lt es f\u00fcr unzul\u00e4ssig. Dabei kennt man sich gar nicht mehr aus in dem Haus, in dem man zuhause ist. Deswegen bleibt auch die Kunst, egal, wie hoch sie bewertet wird, eine Randerscheinung inmitten der Menge, und erscheint nicht mehr da, wo sie eigentlich den Ausgleich bilden soll zu dem vorherschenden Scheinzustand, den sich jede\/r zurecht legt, wie er\/sie m\u00f6chte. Vielleicht aber bildet sich auch die Kunst, was immer sie sei, immer weiter, und ringt um die Entnebelung des Traumes. Immer mal wieder h\u00f6rt man feurige Texte hinter Burkas hervor, Frauen fahren \u00fcberall Auto, gratuliere!, immerhin ein Anfang, und gedacht wird auch, denn der Gedanke ist frei. Und es ist nun mal so, wie es ist. Und auch wenn ich selbst, wie das halt so ist, auf gutem Gel\u00e4nde leben kann mit atmender und schlichter Holzeingrenzung, und Zugang habe zu guter Nahrung und guter Gesellschaft, dann kann ich immer noch die Erde als einen Ort betrachten und behandeln, dem keiner von uns geh\u00f6rt. So ist durchaus auch erreichbar, von was man getr\u00e4umt hat.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt spinne ich den Faden doch noch etwas weiter, denn es ist ja geradezu ein Spinnen, wenn man entweder in die Zukunft oder aber in die Vergangenheit zu viel hineindenkt, au\u00dfer, man ist an bestimmten Forschungsgebieten interessiert oder man will z.B. an ein historisches Ereignis nochmal n\u00e4her herankommen. 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