{"id":3739,"date":"2017-09-27T08:48:47","date_gmt":"2017-09-27T08:48:47","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3739"},"modified":"2017-09-27T08:48:47","modified_gmt":"2017-09-27T08:48:47","slug":"uneingeschraenkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3739","title":{"rendered":"(un)eingeschr\u00e4nkt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3740\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170927_094452-255x300.png\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170927_094452-255x300.png 255w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170927_094452-768x902.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170927_094452-872x1024.png 872w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170927_094452.png 1044w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/p>\n<h5>Es ist beruhigend, dass nur wir selbst letztendlich Verantwortung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen f\u00fcr unseren Seinsaufenthalt im Raum. Was hei\u00dft &#8222;letztendlich&#8220;, oder auch &#8222;zu guter Letzt&#8220; ? Zu guter Letzt&#8230; ein sch\u00f6ner Begriff, es klingt wie ein guter Ausklang.\u00a0 Das ist doch der Ton, den man da m\u00f6chte, wenn der Weg vom Eingeschr\u00e4nkten zum Uneingeschr\u00e4nkten sichtbar wird.\u00a0 Jedem\/r hier Herumwandernden ist klar, wie viel Erfahrung und Abenteuer und Experimentierfreudigkeit und Schicksals-Annahme-Bereitschaft man braucht, und auch mal wilde Schrankenlosigkeit mittendrin, bis Schranken \u00fcberhaupt als eigene wahrnehmbar sind. Ihre Ausl\u00f6ser, ihre Wirkungen&#8230; so als h\u00e4tte man sich selbst den Weg verbaut und braucht nun die inneren Ausweispapiere, den g\u00fcltigen Pass, um weiter zu kommen. Es gibt nat\u00fcrlich unz\u00e4hlige Spielarten des Seins, und wer kann jemals wissen, was seine oder ihre Weise f\u00fcr einen Anderen ist, au\u00dfer man ist mit dem Anderen in Kontakt, auch das wieder eine vielbedachte Kunstebene, auf der u.a. Koriph\u00e4en sich um verlorene Verbindungen k\u00fcmmern. Oder gibt es nur e i n e verlorene Verbindung, die es erschwert, auf dem Weg die Schranken als die eigenen zu erkennen.?\u00a0 Ja, Dinge werden angetan, jedem Kind wird auch etwas angetan. Die als Katastrophen erfahrenen Erlebnisse bleiben ja nirgendwo aus. Jedes Schicksal ist komplex und kann schnell kompliziert werden. Man erfindet deswegen auch in Gesellschaften Umgangsformen, damit das Zusammentreffen so reibungslos wie m\u00f6glich ablaufen kann. Man kann auch die Form umgehen, wenn man nicht sicher ist, mit ihr umgehen zu k\u00f6nnen oder zu wollen. Nirgendwo Zwang au\u00dfer im Innen. Als ich zuerst nach Indien kam und erleben konnte, wie Inder erstaunt waren dar\u00fcber, was Menschen aus dem Westen f\u00fcr &#8222;Freiheit&#8220; hielten, da wusste ich, dass ich was Wichtiges von ihnen lernen konnte. Das war damals, als ihre Zeit noch mental in der Ewigkeit ruhte und es ein vorherrschendes und allen vertrautes Denken gab, das hatte damit zu tun, Freiheit als H\u00f6chstanstrengung zu einfachem und edlem Menschsein hin wahrzunehmen. Das hat die b\u00f6sen und dummen Grimassen der Spieler im Weltendrama nicht alle geschult, aber es war als Allgemeinwissen zug\u00e4nglich. Nat\u00fcrlich f\u00e4llt mir jetzt der &#8222;Balken im eigenen Auge&#8220; ein, zu dem man zur\u00fcckkehren kann, wenn alles gesagt und getan ist zu guter Letzt und der Geist noch frisch genug f\u00fcr den Kraftakt, das Auge auf die inneren Begebenheiten zu richten, und damit auch Raum zu erschaffen f\u00fcr Andere. Dann erst wei\u00df man, wie ungeheuer fordernd und f\u00f6rdernd Freiheit ist. Freiheit ist der ferienlose Zustand, auch wenn Mu\u00dfe zu ihrem Arbeitsfeld geh\u00f6rt. Das Ablassen von Meinungen, das Zur\u00fcckholen von Projektionen, das Zugest\u00e4ndnis an klare Aussagen, das Treusein zum eigenen Empfinden, und zur eigenen Sprache,\u00a0 die Unterscheidung zwischen Empfindung und Empfindlichkeiten usw&#8230;.alles kann ja gerne da sein, gerne so differenziert und unabh\u00e4ngig wie m\u00f6glich. M\u00f6glich ist, was da ist. Wie das jede\/r sieht, ist auch ein Teil der immensen Freiheit. Es l\u00e4uft immer wieder auf die Schulung hinaus, die einen anspricht. Erst die \u00e4u\u00dfere, dann die innere. Wenn das Verborgene und das Sichtbare in gutem Dialog unterwegs sind.<\/h5>\n<p>Bild: ich sehe in meiner Pinselei einen in der Form gefangenen Vogel, dem ich aber zutraue, dass ihm der Flug in den Freiraum gelingt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist beruhigend, dass nur wir selbst letztendlich Verantwortung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen f\u00fcr unseren Seinsaufenthalt im Raum. 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