{"id":3725,"date":"2017-09-25T08:52:06","date_gmt":"2017-09-25T08:52:06","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3725"},"modified":"2017-09-25T09:05:20","modified_gmt":"2017-09-25T09:05:20","slug":"danach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3725","title":{"rendered":"danach"},"content":{"rendered":"<div class=\"irc_mutc idswfMBOCtGw-s4mcypHTTek\"><a class=\"irc_mutl i3597 idswfMBOCtGw-dTEICwVRfZc\" tabindex=\"0\" href=\"https:\/\/bilder.4ever.eu\/menschen\/menschenmenge-218468\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-noload=\"\" data-ved=\"0ahUKEwje1dSr37_WAhVFLVAKHXpBBLEQjRwIBw\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"irc_mut idswfMBOCtGw-HwpH6ZlgJaI\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn0.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcSScUw_ga0gZ4q06v3MsOT5NJblX3ix6m25C7xus-0XQ4z6GfXT\" alt=\"Bildergebnis f\u00fcr menschenmenge\" width=\"337\" height=\"224\" \/><\/a><a class=\"irc_mil i3597 iUwd01iKIqgw-zixyDjKkw5M\" tabindex=\"0\" href=\"http:\/\/obrazky.vychytane.sk\/p\/9227\/ako-sardinky-v-konzerve.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-noload=\"\" data-ved=\"0ahUKEwjox7v537_WAhWPaVAKHVCRBGAQjRwIBw\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"irc_mi\" src=\"http:\/\/www.vychytane.sk\/filesystem\/image\/201103\/9227-0-ako-sardinky-v-konzerve.gif\" alt=\"\u00c4hnliches Foto\" width=\"340\" height=\"224\" \/><\/a><\/div>\n<h5 class=\"irc_mimg irc_hic iUwd01iKIqgw-lvVgf-rIiHk\"><\/h5>\n<h5 class=\"irc_mimg irc_hic iUwd01iKIqgw-lvVgf-rIiHk\">Mein &#8222;Danach&#8220; steht nat\u00fcrlich auch f\u00fcr das, was hinter der Wahl folgt, dieses Jahr in Form von Ersch\u00fctterungen, die nicht nur den deutschen, sondern auch den Weltgeist angesichts der Tatsachen durchpfl\u00fcgen. Auch im Vorher hatte ich eine interessante Erfahrung. In meinem Blogeintrag habe ich mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Arglosigkeit vorgestern das Wort &#8222;Volk&#8220; benutzt, ohne zu ahnen, dass es Ausl\u00f6ser f\u00fcr herumwandernde Gedanken werden w\u00fcrde. Zuerst schien mir das Wort einigerma\u00dfen &#8222;normal&#8220;, denn es gibt ja nicht so viele Worte, mit denen man eine gr\u00f6\u00dfere Menge Menschen, von denen man ein Teil ist, wenn auch nicht in allen Kontexten, sondern grunds\u00e4tzlich, beschreiben kann. Ich k\u00f6nnte nat\u00fcrlich &#8222;Bewohnerschaft des Landes&#8220; sagen, also ich eine deutsche Bewohnschafterin, na ja, oder Einwohnerin einer deutschen Menschenmasse, das geht auch nicht. Bin ich etwa auch beim Nachdenken belastet von dem Wort &#8222;Volk&#8220;, oder muss ich vielleicht doch mal dr\u00fcberpusten und differenzieren, was sich unter der Staubschicht zeigt. Schon seltsam, dass in der Kombination deutsches+Volk etwas Braunes herumgeistert, und wenn die AfD das Wort &#8222;Volk&#8220; sagt, es anders klingt, als wenn andere Deutschlandbewohner &#8222;Volk&#8220; sagen. Ob sich die deutschen T\u00fcrken als &#8222;deutsches Volk&#8220; sehen, wei\u00df ich auch nicht, und wie immer und \u00fcberall wird es viele Meinungen geben. E i n Mal in meiner langen Geschichte mit Indien wurde mir der nebelige Wunsch erf\u00fcllt, mich entscheiden zu k\u00f6nnen zwischen indischer und deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit. Ich denke, dass ich mich damals dem indischen Volk gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig n\u00e4her gef\u00fchlt habe als dem deutschen Volk, aber eine Bewohnerin der gr\u00f6\u00dften und streng geordneten Anarchie der Welt zu werden ohne den deutschen Pass als Hintert\u00fcr, das musste ich leider ablehnen. Ich war ziemlich fr\u00fch drau\u00dfen in der Welt, aber auch &#8222;zuhause&#8220; im deutschen Raum, und im jahrelangen H\u00fcben wie im Dr\u00fcben fand ich mich im Ausgleich und der inneren Synthese ganz stimmig und aufgehoben. Da ich froh und auch dankbar bin, dass ich bzw wir alle nach der traumatischen Braunf\u00e4rbung und der monstr\u00f6sen Aus\u00fcbung missbrauchter Macht eine Phase verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Stabilit\u00e4t erleben, war und bin\u00a0 ich daf\u00fcr, sie ad\u00e4quat zu nutzen, ja, was hei\u00dft das.? Nach meinen Indien-Aufenthalten wurde ich zwar hier in Deutschland kein anderer Mensch, aber es war schon eine Freude, dass das Leben hier so individuell\u00a0 gestaltbar war, und das mit wenig Mitteln. Ich brauche vor allem Zeit, Raum und Mu\u00dfe f\u00fcr die Gestaltung dessen, was mir am Herzen liegt. Wir haben nat\u00fcrlich im Haus auch alles, was das sehnende Wesen beruhigt, es muss ja kein hungriger Geist werden. Selbst die deutsch definierte &#8222;Armutsgrenze&#8220; ist noch ziemlich gro\u00dfz\u00fcgig\u00a0 beziffert, wenn man bedenkt, mit was andere Menschen auskommen.Der Begriff &#8222;Stabilit\u00e4t&#8220; ist in der letzten Zeit \u00f6fters mal mit Angela Merkel verkn\u00fcpft worden, und das mit Recht. Zur Zeit kann man sich doch wirklich niemanden vorstellen, der das Schiff durch die vergangenen Zeiten besser geschaukelt h\u00e4tte. Jetzt sind eine Menge Menschen offensichtlich sauer auf die ostdeutsche Kanzlerin. Die vernachl\u00e4ssigten Kinder, gewohnt an Fremdbestimmung, schauen zu, was Mutti ihnen zumutet, und der Schritt zu kollektivem Hass ist nie weit, wenn man seinen Kompass nicht rechtzeitig ausgerichtet hat, was immer das hei\u00dfen mag f\u00fcr uns Einzelne. Volk&#8230;Volk&#8230;ja was denk ich denn da. Eigentlich bin ich f\u00fcr V\u00f6lkermischung und habe nie nur mit deutschen Menschen gelebt. Wir sind befreundet mit Afghanen und Afrikanern und ich sehe und erfahre jede gelingende Begegnung als Bereicherung. Auch bin ich nicht ge\u00fcbt f\u00fcr bestimmte Unterscheidungen oder Ausgrenzungen anderer V\u00f6lker, obwohl man \u00fcberall auf sie treffen kann. Wahrscheinlich bin ich das, was man eine Weltb\u00fcrgerin nennt. Das Thema besch\u00e4ftigt mich nicht sehr. Wo ich mich wirklich gl\u00fccklich sch\u00e4tze, hier geboren zu sein (und in Berlin), ist, dass die deutsche Sprache meine Sprache ist. Wie gerne lege ich sie auch den ausl\u00e4ndischen Freunden ans Herz, die sich mit ihr gigantisch abm\u00fchen. Ich kenne das vom Hindi. Es gibt Grenzen, die auch nach Jahren nicht aufh\u00f6ren, einem klar zu machen, wie fremd eine fremde Sprache sein und bleiben kann. Und Deutsch! Deutsch ist so eine wunderbare Sprache, die sogar \u00dcberlebende des von uns gr\u00fcndlich vernichteten Volkes wieder gebannt hat und fast gegen ihren Willen mit Wertsch\u00e4tzung erf\u00fcllt, zusammen mit den deutschen Komponisten und \u00fcberhaupt mit dem deutschen Geist, wenn er sich schult darin, die sprachliche H\u00f6he nicht in den Hochmut mutieren zu lassen, oder in die Egozentrik, oder zum Ausschlie\u00dfen anderer V\u00f6lker aus der Ausgew\u00e4hltsein-Gemeinde. Ja, nicht sch\u00f6n, wenn als Fl\u00fcchtlinge zugelassene Jihadisten uns umbringen wollen, weil wir nicht sind wie sie. Das kennen wir doch, obwohl es manchmal etwas &#8222;primitiver&#8220; aussieht im missbrauchten Islam&#8230;als bei uns? Gestern abend habe ich mir, wahrscheinlich mit einem Gro\u00dfteil der hier im Land wohnenden Menschen, die sogenannte &#8222;Elefanten-Runde&#8220; angeschaut, die gro\u00dfen Tiere also. Mir fiel besonders Martin Schulz auf und wie froh ich noch einmal war, dass seine Siegerstr\u00e4hne so abrupt abgebrochen ist, denn da sa\u00df er, der geh\u00e4ssige Zwerg, und spuckte aus, was ihm im Kopf rumspukte. Wer will von so jemandem regiert werden? Gut, das AfD-Gespenst macht die Runde. Alles, was man im &#8222;Danach&#8220; sehen kann ist, dass doch noch Bewegung in die Sache gekommen ist, und der Bann hat sich zumindest etwas gel\u00f6st. Manchmal kann es auch f\u00f6rderlich sein, wenn keiner wei\u00df, wie&#8217;s weitergeht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein &#8222;Danach&#8220; steht nat\u00fcrlich auch f\u00fcr das, was hinter der Wahl folgt, dieses Jahr in Form von Ersch\u00fctterungen, die nicht nur den deutschen, sondern auch den Weltgeist angesichts der Tatsachen durchpfl\u00fcgen. Auch im Vorher hatte ich eine interessante Erfahrung. In meinem Blogeintrag habe ich mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Arglosigkeit vorgestern das Wort &#8222;Volk&#8220; benutzt, ohne zu ahnen, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3725","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3725"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3730,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3725\/revisions\/3730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}