{"id":3701,"date":"2017-09-21T08:27:33","date_gmt":"2017-09-21T08:27:33","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3701"},"modified":"2017-09-21T08:29:29","modified_gmt":"2017-09-21T08:29:29","slug":"blicken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3701","title":{"rendered":"blicken"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3702\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170921_101445-169x300.png\" alt=\"\" width=\"264\" height=\"469\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170921_101445-169x300.png 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170921_101445-768x1364.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170921_101445-576x1024.png 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/20170921_101445.png 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/><\/p>\n<p>Das Bild zeigt eine weitere Variante aus meiner neuen kinetischen Sandwerkstatt, die ich soeben &#8222;Sch\u00f6nheit und Schrecken des Ungeformten&#8220;genannt habe. Auch hier, wo man praktisch kaum was erkennt, sieht jede\/r bzw verbindet jede\/r\u00a0 was anderes damit, und wer nicht sehen kann, kann f\u00fchlen, und wer sagt, dass f\u00fchlen und sehen nicht dasselbe sein k\u00f6nnen oder sind.<\/p>\n<h5>Ich habe mal fr\u00fcher von irgendwem gelesen, dass es bestimmte Gedanken gibt, um die &#8222;man&#8220; nicht herumkommt im Leben. Wen ich da jetzt mit &#8222;man&#8220; meine, wei\u00df ich auch nicht genau, vermutlich DichterInnen und DenkerInnen und klaro, K\u00fcnstlerInnen, und schon sitzt man im Zentrum des Debakels. Also, sagte\u00a0 ich damals zu mir, will ich auch \u00fcber Tod und Liebe und Wahrheit und Kunst undsoweiter nachdenken!?, und Gott nat\u00fcrlich, um Himmels Willen, wer k\u00e4me drum herum, wei\u00df man doch ziemlich sp\u00e4t erst, was man im Oben wirklich vermutet, und was im Unten. Dann muss man in beiden genug herumstreifen, um mehr Gewissheit dar\u00fcber zu erlangen, was man denkt, und wie man es selbst sieht. Hier komme ich mal wieder wie automatisch auf die Bedeutung des Blickes oder des Blickens, des Einblicks und des Ausblicks und des Durchblicks, und wo blickt man selber durch und wo nicht. Und wo und wie lernt man die Unterschiede. Der Blick, den ich mir selbst im Laufe meines Daseins erzeuge, der ist f\u00fcr die Anderen schwer nachvollziehbar. Der einfache und direkte Zugang zu der komplexen Welt anderer ist zwar zu einem gewissen Grad immer m\u00f6glich, aber andrerseits z.B. durch kulturelle Strukturen sehr erschwert. Ich habe auch in Indien lange Jahre gelebt, bevor der erste Moment von genug Vertrautheit auftauchte, um sich gegenseitig einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. In meinem Fall wurde ich nat\u00fcrlich \u00fcber meine Kenntnisse der kulturellen Gepflogenheiten und der Sprache des Landes wahrgenommen, auch konnte \u00fcber die Bewegungen und Handhabungen der Dinge, die ich dort gelernt habe, ein Verstehen \u00fcberhaupt erst aufkommen. Es gibt auch immer die wortlosen Tiefen zwischen Wesen, klar, nur sind sie eher mysteri\u00f6s als fundiert, denn man wei\u00df ja von Menschen eigentlich nur das, was sie einem \u00fcber die Sprache vermitteln. Denn der Blick wird bekanntlich gern getr\u00fcbt, sei es durch eigene W\u00fcnsche oder Beurteilungen oder Meinungen oder lange ge\u00fcbte Einstellungen oder Muster aus der Kindheit usw.. Was ist \u00fcberhaupt ein klares Sehen, ein klarer Blick? Wenn man sich zB Trump anschaut und merkt, dass er offensichtlich seinen Blick f\u00fcr einen glasklaren h\u00e4lt, kann man schon \u00fcberrascht sein. Man kann davon ausgehen, dass jede\/r von uns seinen oder ihren Blick f\u00fcr den glasklaren h\u00e4lt. An diesem delikaten Punkt schreiben Schreiberlinge gern \u00fcber den Wert von Freundschaft, die es erm\u00f6glicht, auf bestimmte Gestaltungen in den Pers\u00f6nlichkeiten hinzuweisen, die f\u00fcr nervig oder unf\u00f6rderlich gehalten werden, man selbst aber vielleicht nicht sieht oder nicht gerne hinschaut. Dann gibt es nat\u00fcrlich die anderen, auch eine gr\u00f6\u00dfere Menge, die leben ihre mentalen Einstellungen in Zwiesp\u00e4lten und Loyalit\u00e4tskonflikten aus, ohne die rigorose Entscheidung zum Beisichsein selbst gef\u00e4llt zu haben. Zwar wirkt das sogenannte &#8222;B\u00f6se&#8220; oft sehr isoliert von allgemein erw\u00fcnschtem Menschsein, aber auch durch das sogenannte &#8222;Gute&#8220; als vorherrschendes Gedankengut oder praktische Ausweichbahn kann man die Grenzen der Glaubw\u00fcrdigkeit erkennen. Auch wer keinen Konflikt will, muss konfliktf\u00e4hig sein, denn wie kann man sonst die Schattent\u00e4nze lernen und praktizieren, denn egal, wie man es letztendlich sieht, so ist es genau der Blick, an dem wir uns erkennen und mit dem wir umgehen k\u00f6nnen oder m\u00fcssen, und den wir senken k\u00f6nnen und leuchten lassen, je nachdem, wie wir die Umst\u00e4nde f\u00fcr uns gestalten konnten, denn wir haben unseren Blick doch mitgestaltet!? Ich darf nochmal, gerne!, hinweisen auf den ungeheuren Augenblick in der Quantenphysik, der mir jetzt selber wie von selbst zustr\u00f6mt, gespeichert wie er ist in meinen beweglichen Archiven, n\u00e4mlich als der erste Mensch dort w\u00e4hrend der Experimente erkannte, dass es die Wirkung seines Blickes war, die sich auf einmal als die Bewegerin der subatomaren Partikel zeigte, und nicht ihre inh\u00e4renten Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten. Jeder Blick also gestaltet die Materie, auf die ich schaue, was zu einem geradezu ungeheuren Gedanken f\u00fchrt, n\u00e4mlich dass ich (auch) bin, was ich sehe, auch wenn nirgendwo eine letzte Wahrheit lauert.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild zeigt eine weitere Variante aus meiner neuen kinetischen Sandwerkstatt, die ich soeben &#8222;Sch\u00f6nheit und Schrecken des Ungeformten&#8220;genannt habe. 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