{"id":3554,"date":"2017-08-31T08:06:09","date_gmt":"2017-08-31T08:06:09","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3554"},"modified":"2017-08-31T08:06:09","modified_gmt":"2017-08-31T08:06:09","slug":"genesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3554","title":{"rendered":"genesen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3555\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170831_095753-300x278.png\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170831_095753-300x278.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170831_095753-768x712.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170831_095753-1024x950.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170831_095753.png 1157w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<h5>Wasser, viel Wasser, jetzt auch hier in Ma\u00dfen, wo es die Blumen brauchen k\u00f6nnen. Gerade bin ich gedanklich mit zwei L\u00e4ndern verbunden, in denen das unm\u00e4\u00dfige Herunterprasseln von Wasser verheerende Auswirkungen hat. Meinem Cousin, der au\u00dferhalb von Houston\u00a0 wohnt, geht es gut. Ich war erstaunt, wie leicht es war, mit einem Familienmitglied in Kontakt zu kommen, da mein Ahnen-Dunstkreis so ziemlich erloschen ist. R.D. Laing fiel mir ein mit einem damals von ihm gepr\u00e4gten &#8222;Slogan&#8220;, und zwar &#8222;Whenever there is an emergency, we look each other in the eye, whenenver there is a garbage strike&#8230;&#8220;Vermutlich empfindet man das g\u00e4nzliche Verschwinden eines Menschen noch gravierender als die Kontaktlosigkeit. Vielleicht, weil es mit Lebenden noch Zeit gibt f\u00fcr Ausgleichungen oder was auch immer sich zeigen will. Denn wenn sich nichts zeigen will, warum trauern. Aber dennoch interessant, dass die Not-Situation etwas erm\u00f6glicht hat, zum Beispiel ein paar Zeilen freundliches und wahrnehmendes Miteinander ohne Familiendrucksverhalten. Es war gut, mehr muss nicht sein. Dann Indien, wo es lange trocken war, zu trocken, und jetzt der ersehnte Monsoon mit den verheerenden Auswirkungen. Wer kann und will sich schon ein paar hundert vom Monsoon vernichtete InderInnen und ihre Kinder\u00a0 vorstellen, angegebene Zahl immer weit drunter&#8230;Dass diese Menschen mit oft grenzenlosem Vertrauen auf einen der vielen G\u00f6tter schauen als den einzigen und unfehlbaren Lenker ihres Schicksals, das ist schon verbl\u00fcffend. Viellicht geht das nur \u00fcber eine derart grenzenlose Hingabe an das Geschehen, sodass es in verd\u00e4chtige N\u00e4he zur\u00a0 Erleuchtungsvorstellung kommt, allerdings ohne ein Bewusstsein dar\u00fcber, was es tragisch macht. \u00dcber eine Milliarde Einwohner des Landes, die irgendwie geistig vereint durch die programmierten Schicksalsgew\u00e4sser waten. Und weil man selbst nicht abstumpfen will, l\u00e4sst man doch ab und an das Mitgef\u00fchl aus sich herausfluten, getragen von bewusst erfahrener Ohnmacht. Wir haben es zur Zeit wirklich verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut, das Ma\u00df des Verh\u00e4ltnisses ist hier wichtig, denn alles dient letztendlich doch zum Erwachen. Da Wachsein aber nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, auch wenn man lange davon \u00fcberzeugt ist, k\u00f6nnen uns hier vor allem nur die helfen, wenn \u00fcberhaupt, die selber wissen durch Erfahrung, wie schwer Erwachen ist. Es gibt auch die Legende, ich denke es war Dharmapadda, von dem gesagt wird, er habe sich die Augenlider abgeschnitten, um nicht mehr einzuschlafen. Heute w\u00fcrde man ihn wahrscheinlich in eine l\u00e4ngere Therapie schicken, aber gut. Was innen nicht wach ist, kann ja vermutlich auch au\u00dfen nicht die Lider liften. Diese gute Zeit also, die wir erleben d\u00fcrfen mit unserem &#8222;Alles-haben-was der Mensch braucht-Modus&#8220;, ist wirklich exzellent geeignet f\u00fcr&#8230;ja, warum nicht das Wort &#8222;Gesundung&#8220; hier benutzen, das auch oben im Bild heute erscheint. Jemand hat am Feuerplatz ein Feuer gemacht und Papier verbrannt. Am n\u00e4chsten Tag habe ich um den Platz herum diese Buchstaben gefunden und war gespannt, ob sich daraus ein Wort ergeben w\u00fcrde. Zuerst habe ich das Wort &#8222;gesehen&#8220; gesehen, dann, etwas sp\u00e4ter, &#8222;Gesundung&#8220;. Bei diesem Wort blieb bei den \u00fcbriggebliebenen Buchstaben nur noch zwei \u00fcbrig: t und u, also entweder &#8222;handle&#8220; auf Deutsch oder &#8222;tu&#8220;, also &#8222;Du&#8220;, auf franz\u00f6sisch. Es ist eine wahre Freude, wenn man Buchstaben liebt. Auf meinem Photo sehen sie zwar etwas d\u00fcster aus auf den Ascheholzst\u00fccken, aber die Worte dienen hier als eine Art Phoenix. Und ich nehme mir die von mir gestaltete Message nat\u00fcrlich auch zu Herzen, denn ich wei\u00df aus Erfahrung, dass man aus der Asche wieder herauskommen kann, und dass die Fl\u00fcgel ja gar nicht verbrannt sind!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wasser, viel Wasser, jetzt auch hier in Ma\u00dfen, wo es die Blumen brauchen k\u00f6nnen. Gerade bin ich gedanklich mit zwei L\u00e4ndern verbunden, in denen das unm\u00e4\u00dfige Herunterprasseln von Wasser verheerende Auswirkungen hat. Meinem Cousin, der au\u00dferhalb von Houston\u00a0 wohnt, geht es gut. 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