{"id":3526,"date":"2017-08-28T06:41:20","date_gmt":"2017-08-28T06:41:20","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3526"},"modified":"2017-08-28T06:41:20","modified_gmt":"2017-08-28T06:41:20","slug":"ankommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3526","title":{"rendered":"ankommen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3529\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170827_191834-300x267.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170827_191834-300x267.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170827_191834-768x683.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170827_191834-1024x910.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170827_191834.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/p>\n<h5>Seit das erst k\u00fcrzlich geborene (Tier)-Wesen in unserem Haushalt angekommen ist, vertieft sich mein Blick auf das Mysterium der Ankunft. Das Eine ist unterwegs sein, das Andere ist das Ankommen. Wo komme ich an, wie komme ich an. Wer ist da, wenn ich angekommen bin. In was komme ich hinein. Wer nimmt sich meiner an, wenn ich noch nicht wissen kann, wie das alles hier geht. Von wem werde ich es lernen k\u00f6nnen. Wer bem\u00fcht sich um mein Weiterkommen. Diese Fragen habe ich bei meiner geburtlichen Ankunft nicht, denn sie ist fraglos. Dennoch wirken sie und ihre Beantwortungen auf mein ganzes Leben. Ich sch\u00e4tze mich gl\u00fccklich, gerade die Zeit zu haben, solch einer Ankunft nicht nur beizuwohnen, sondern auch an ihr beteiligt zu sein. Wie hinrei\u00dfend zart und empf\u00e4nglich doch das Wesen ist f\u00fcr Wohlbefinden. Und wie oft wird ein geborener Mensch herausgerissen aus diesem Zustand, der eigentlich aus Raum-und Zeitlosigkeit besteht. Man kann es an sich selbst beobachten und muss jetzt auch\u00a0 das Geschehen nicht ausschlie\u00dflich dem Muttertrieb\/instinkt\/gef\u00fchl zuordnen, obwohl es sicherlich viel davon hat. Aber was ist der m\u00fctterliche Aspekt (vor allem, wenn man das Wesen nicht monatelang in sich getragen hat)? Das Sch\u00f6ne ist doch das Entz\u00fccken, das in einem immer wieder auftaucht, wenn dieses Gesch\u00f6pf mit den Augen signalisiert, dass es verstanden hat: man ist bereit, es zu h\u00fcten, zu ern\u00e4hren, mit ihm zu spielen etc. So viel L\u00e4cheln! Das kann doch nur die Liebe!, so frei und arglos l\u00e4cheln, wenn man selbst verstehen muss und kann, dass da etwas bei einem selbst angekommen ist, f\u00fcr das man andere Gewohnheiten und Arbeiten und geistige Unruhen losl\u00e4sst, um sich zu widmen. Das braucht Zeit und Ruhe. Eine bestimmte Art (Kunst) von Mu\u00dfe, die dem Anderen geh\u00f6rt und deren Genuss von anderem Wesen als dem eigenen ausgel\u00f6st ist. Durch die Augen eines Gesch\u00f6pfes, das gerade dabei ist, die Welt zu entdecken, sieht man selbst intensiver das Wunderbare, das immer da ist: der Wind in den Bl\u00e4ttern, die Bedrohlichkeit der Schatten, die Intensit\u00e4t des Interesses an allem, was da ist. Die Sicherheit, dass bei allem Abenteuer des Erlebens das Ankommen immer uneingeschr\u00e4nkt gew\u00e4hrleistet ist. Ein Mensch kann an schlimmen Orten ankommen, ja. Wir schaudern, wenn unsere eigene Zartheit erwacht und wir aus eigener Erfahrung wissen, was von liebevollem Empfang alles abh\u00e4ngt. Das Leben selbst h\u00e4ngt davon ab. Von den Fragen, die sp\u00e4t beantwortet werden, da man Zeit braucht und Erfahrung, um zu wissen, um was es geht. Um was geht es? Konnte ich selbst bei einem anderen Menschen ankommen, und bin ich ein Ort, an dem ein andrer Mensch ankommen kann? Denn die \u00e4u\u00dferen Orte sind fl\u00fcchtig. Gerade habe ich, einem Impuls folgend, (m)einem Cousin, der in Texas\/Houston sein Leben erschaffen hat,\u00a0 eine (seltene) Mail geschickt: dass ich jetzt, wo der Wirbelsturm durch Houston gefegt ist und weitere Wassermassen nach sich bringt, hoffe, dass sein Haus das alles aush\u00e4lt. Pl\u00f6tzlich kann \u00e4u\u00dferes Ankommen weg sein. Dann sind es nur innere R\u00e4ume, die den st\u00e4ndig um uns wehenden Katastrophen Zuflucht bieten k\u00f6nnen\u00a0 und wir erhalten Schutz und Ankunft in uns selbst und in anderen, die unsere Liebe geweckt haben. Das sind unausl\u00f6schbare Ber\u00fchrungen, unvernichtbare Verbindungen, grenzenloser Trost im Wagnis des Ungewissen. Ich hebe gern ab auf meinem Surfboard, kein Zweifel, aber ich bin auch gern eine Landebahn. Ein Ort im All, wo jemand ankommen kann, und ich nichts Wichtigeres zu tun habe, als da zu sein, wenn tiefe Verbundenheit m\u00f6glich ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit das erst k\u00fcrzlich geborene (Tier)-Wesen in unserem Haushalt angekommen ist, vertieft sich mein Blick auf das Mysterium der Ankunft. Das Eine ist unterwegs sein, das Andere ist das Ankommen. Wo komme ich an, wie komme ich an. Wer ist da, wenn ich angekommen bin. In was komme ich hinein. 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