{"id":3509,"date":"2017-08-25T09:19:41","date_gmt":"2017-08-25T09:19:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3509"},"modified":"2017-08-25T09:19:41","modified_gmt":"2017-08-25T09:19:41","slug":"german","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3509","title":{"rendered":"german"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3510\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170825_100341-300x175.jpg\" alt=\"\" width=\"423\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170825_100341-300x175.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170825_100341-768x448.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170825_100341-1024x597.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170825_100341.jpg 1843w\" sizes=\"auto, (max-width: 423px) 100vw, 423px\" \/><\/p>\n<h5>Das Wort &#8222;Sturzbetroffen&#8220; lag seit zwei Tagen bei mir herum, weil es mich zum L\u00e4cheln reizte wegen diesem leichten Schwung hin zu einer Tiefe, wo doch auch das &#8222;F\u00fcnkchen-Wahrheit-in-allem&#8220; wohnt. Ich habe es auf die Titelseite eines Buches \u00fcber den &#8222;Deutschen Genius&#8220; gelegt. Dieses Buch ist mir gestern nach Jahren durch ein bewegtes Gespr\u00e4ch eingefallen, das sich auch um das Wort &#8222;genial&#8220; und &#8222;Genius&#8220; drehte. Ich kenne das F\u00fcrchten vor dem Begriff schon seit meiner Kindheit, da meine Mutter klar machte, dass mein entschwundener Vater niemals durch irgendwas und irgendwen \u00fcbertroffen werden k\u00f6nnen w\u00fcrde&#8230;da k\u00f6nnt ihr machen, was ihr wollt. Habe ich auch, aber die Anf\u00e4nge waren doch gepr\u00e4gt von dieser bedrohlichen Ausrichtung. Habe ich mir deshalb die Haare in j\u00fcngsten Jahren wei\u00df ausbleichen lassen, damit ich dem Unerreichbaren schnell n\u00e4her komme? Der wohl als ziemlich gef\u00e4hrlich und gef\u00e4hrdend betrachtete &#8222;Genius&#8220; der Deutschen, den nat\u00fcrlich auch die anderen V\u00f6lker im Geheimen und meist als missbr\u00e4uchlicher Umgang mit dem Geistesgut des jeweiligen Volkes z\u00fcchten, wurde in meiner Erfahrung nur noch \u00fcberholt vom indischen Genius, dem es keinerlei M\u00fche machte und macht, sich direkt als Gott oder G\u00f6ttin zu empfinden, wenn man das m\u00f6chte. Hier im Westen gibt es ja auch &#8222;Marias&#8220; etc, aber ganz sicherlich nicht die gro\u00dfz\u00fcgige Ausstreuung von G\u00f6tternamen, mit denen Hindus ihre Kinder segnen. Man ist stolz auf die G\u00f6tterahnen im Namen. Deshalb kann auch ein Mensch wie &#8222;Osho&#8220; sich &#8222;Baghwan&#8220; nennen, also direkt Gott, was Osho zum Gl\u00fcck dann gelassen und sich mit Osho&#8220; (japanisch: Freund), selbst runtergeschraubt hat. Kam ihm wohl selbst etwas daneben vor. Aber die Krishnas und Ganeshas und Sitas und Ramas in Indien sind so zahlreich, dass man keinem irgendeine Hybris vorwirft. Jede\/r kann&#8217;s ja mal probieren und die eigene Begrenztheit erfahren. Dass die &#8222;Gurus&#8220; nicht von ihren Hockern gest\u00fcrzt werden, kann man sich eben nicht w\u00fcnschen, denn dass Menschen immerfort Zuflucht nehmen und genommen haben in dem, was ihnen &#8222;vorbildlich&#8220; erscheint, ist ja nicht grunds\u00e4tzlich verwerflich, wenn sie dann wieder gehen d\u00fcrfen und k\u00f6nnen, was aber in den meisten Religionen ungern gesehen wird, und den &#8222;followers&#8220; meist sehr schwerf\u00e4llt. &#8222;Followed&#8220; man einmal t\u00fcchtig, braucht man die n\u00f6tige Dosis Wachheitsserum, um den t\u00fcckischen Follower-Schlaf zu besiegen. Genauso schwer, wie aus der neuen &#8222;Like-it-Sekte&#8220; auszutreten, um sich nach innen zu wenden und sich selbst zu fragen, was man eigentlich mit &#8222;liking&#8220; sagen und meinen will. Im gestrigen Gespr\u00e4ch ging es um Martha Argerich, einer &#8222;begnadeten&#8220; Pianistin, deren Tochter einen Film \u00fcber sie gemacht hat, wohl, um sie n\u00e4her zu sich heran zu holen. Martha Argerichs &#8222;Genius&#8220; wurde offensichtlich weniger als Mutter entfacht als am Piano. Man kann sich sowas als tr\u00fcgerisch sch\u00f6n vorstellen f\u00fcr ein Kind: unterm Klavier liegen und die Mutter geniusiert vor sich hin. Das Kind ist aber einsam und verlassen. Die anderen T\u00f6chter auch. Eine davon landete im Heim, und sp\u00e4ter, als sie von irgendwem zur Mutter gebracht wurde, spielte sie dann auch mal mit ihr Musik. Die einsamen T\u00f6chter der G\u00f6ttin. Was will ich sagen? Gar nichts weiter will ich sagen, das Thema hat mich erfasst, oder ber\u00fchrt, ich wei\u00df es noch nicht. Werde ich wohl die tausend Seiten des Buches &#8222;German Genius&#8220; von einem Herrn Watson lesen k\u00f6nnen?\u00a0 Oder einfach herzlich vor mich hinl\u00e4cheln und mit Amber-Pichu (official name-house name), der neuen Katze, spielen und lachen? Oder beides? Oder noch eine dritte Leidenschaft dazunehmen?: tiefes und gr\u00fcndliches deutsches Denken, das, wenn auch zeitenweise sehr lehmbehaftet, doch auch das eigene Licht entfachen kann, nun eher als sorf\u00e4ltige Reflektion\u00a0 und im Rahmen wachsamer Dialoge?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wort &#8222;Sturzbetroffen&#8220; lag seit zwei Tagen bei mir herum, weil es mich zum L\u00e4cheln reizte wegen diesem leichten Schwung hin zu einer Tiefe, wo doch auch das &#8222;F\u00fcnkchen-Wahrheit-in-allem&#8220; wohnt. Ich habe es auf die Titelseite eines Buches \u00fcber den &#8222;Deutschen Genius&#8220; gelegt. 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