{"id":3491,"date":"2017-08-23T07:32:05","date_gmt":"2017-08-23T07:32:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3491"},"modified":"2017-08-23T07:39:37","modified_gmt":"2017-08-23T07:39:37","slug":"einstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3491","title":{"rendered":"einstellen"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3494\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170823_092449-300x274.jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170823_092449-300x274.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170823_092449-768x700.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170823_092449-1024x934.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170823_092449.jpg 1053w\" sizes=\"auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><\/h5>\n<h5>Was sich nicht alles melden kann, wenn so ein harmlos aussehendes Wort wie &#8222;einstellen&#8220; auf einmal vor einem steht. Man nimmt die Verbindungen wahr, die sich mit der Zeit damit &#8222;eingestellt&#8220; haben. Menschen werden eingestellt zur Arbeit, aber auch medizinisch wegen etwas oder gegen das, was sich bei ihnen eingestellt hat. Auch Kinder werden eingestellt. Der 13-j\u00e4hrige Pflegesohn einer Freundin kennt fast nichts au\u00dfer der Not des st\u00e4ndigen Einstellens beziehungsweise des Eingestelltwerdens. Wo etwas nicht mehr &#8222;repariert&#8220; werden kann, wird medizinisch eingestellt. Es hilft, aber nicht wirklich. Wenn der Schatten, der hinter dieser Art von Einstellung lagert, einmal bewusst erfasst werden kann, ist sicherlich ein Grad von Heilung m\u00f6glich. Aber es war eigentlich gar nicht dieses Verst\u00e4ndnis, von was ich ausgehen wollte,\u00a0 und doch wird mir der Zusammenhang klar. Bevor die Einstellungen, die wir in unserem Leben brauchen, um mit einer beweglichen Identit\u00e4t einen Weg zu bahnen mit dem uns Vorstellbaren, bevor sie also zu starren Prinzipien werden, muss man sie dennoch formen und anerkennen. Ich denke, dass Einstellungen noch einmal etwas anderes sind als Meinungen, obwohl die Klarheit einer Meinung nicht schaden muss. Einstellungen sind eher grunds\u00e4tzlicher Natur. Dass sehr viele Menschen erkranken, muss man wahrnehmen, aber man kann sich auf Gesundheit einstellen, oder man kann das \u00c4lterwerden interessant finden statt bedrohlich. Oder man wei\u00df, dass man selbst auf Frieden ausgerichtet ist, auch wenn man nicht umhin kann zu erkennen, das es wohl immer Irre geben wird, die f\u00fcr Kriegsf\u00fchrung pl\u00e4dieren oder dabei sind, so als w\u00fcsste man nicht, dass da Leben ausgel\u00f6scht werden. Und Jahre hinterher noch traumatisierte Gesch\u00f6pfe durch die Gegend laufen, die auch Kinder haben, die man dann einstellen muss. Ja, ich denke, f\u00fcr Frieden zu sein, ist eine wichtige Einstellung. Am ehemals viel benutzten und bis heute beliebten &#8222;Friedenszeichen&#8220; konnte man auch gut abgestumpft werden. Wenigstens war es ein Zeichen, obwohl es auch unter den das Zeichenzeigenden nicht immer so friedlich zuging, wie man sich das vielleicht noch in den Sechzigern ertr\u00e4umt hatte. Durch die Wunder- und Aufkl\u00e4rungsdrogen konnte man sich das &#8222;Paradiesische&#8220; besser vorstellen und folgte gern dem Trieb der Pazifizierung. Aber nicht wirklich ein verl\u00e4sslicher Pace weit und breit. Na ja, so schlimm ist es auch nicht (nur). Nach einer kollektiven H\u00f6llenfahrt durch die Geisterwelten kommt man gerne wieder durch eine T\u00fcr, die zu hellerem Licht f\u00fchrt. Dann beginnt allerdings bereits die R\u00fcckkehr zum Einzelnen. T\u00e4ter werden aussortiert, obwohl man die meisten nie findet. S\u00f6hne m\u00fcssen her, damit wieder M\u00e4nner im Land sind. Es wird wieder gezeugt und gezeigt, wo es langgeht. Immer da, wo eingeleuchtet wird, geht das Volk mit. Deswegen werden Politiker so streng behandelt: weil sie letztendlich d a s vertreten, was das Volk nicht vermeiden und verhindern konnte. Es kommt immer darauf an, was f\u00fcr Einstellungen sich durchsetzen. Wenn ich meine eigenen nicht kenne, wie kann ich mich dann emp\u00f6ren \u00fcber das, was da drau\u00dfen manifestiert wird? Meine Umgebung formt sich ja auch \u00fcber die eigenen Einstellungen und meine Bereitschaft, andere wahrzunehmen, durch die ich meine \u00fcberpr\u00fcfen kann. Aber was, wenn die Einstellungen gar nicht da und vor allem nicht klar sind? Jetzt muss eine Weltmacht Atombomben haben, um wer zu sein. Aber wer ist man? Mit einer gewissen Konsequenz, die nahezu frei ist von Wunsch oder Willen, erscheint immer wieder, nun im staubigen Alltagsgewand, die antike Frage: wer bin ich? Man kann \u00fcbrigens die Antwort sehr lange akrobatenhaft variieren, damit man der Frage n\u00e4herkommt. So nah wie m\u00f6glich. So bewusst wie m\u00f6glich und in die gef\u00e4hrliche N\u00e4he des Ungewissen. Ach, wie aufregend. Und dann: nur durch eine klare Einstellung kann ich wissen, nur als Beispiel, ob es mir wirklich ernst damit ist, ein friedfertiger Mensch zu werden, weil ich dann wei\u00df, wie schwer es ist. Es k\u00f6nnte so etwas Spannendes und Prickelndes sein wie ein Stelldichein&#8230;na bitte, nun hat sich die Drohung aus dem Wort entfernt und ich kann mir und wem auch immer es zusagt, ab und zu ein Stelldichein mit sich selbst empfehlen. Man ist ja vor Entfremdung von sich selbst nicht wirklich gesch\u00fctzt. Eigentlich gibt es da nicht mal Ferien. Aber gut, sage ich zu mir, man muss ja nicht gleich streng werden. Nur klar. Das kann nicht schaden.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Bild zeigt eine der unz\u00e4hligen M\u00f6glichkeiten friedfertiger Einstellung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sich nicht alles melden kann, wenn so ein harmlos aussehendes Wort wie &#8222;einstellen&#8220; auf einmal vor einem steht. Man nimmt die Verbindungen wahr, die sich mit der Zeit damit &#8222;eingestellt&#8220; haben. Menschen werden eingestellt zur Arbeit, aber auch medizinisch wegen etwas oder gegen das, was sich bei ihnen eingestellt hat. Auch Kinder werden eingestellt. 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