{"id":3482,"date":"2017-08-21T07:17:53","date_gmt":"2017-08-21T07:17:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3482"},"modified":"2017-09-03T06:48:49","modified_gmt":"2017-09-03T06:48:49","slug":"abhaengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3482","title":{"rendered":"abh\u00e4ngen (?)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3483\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170820_195309-274x300.jpg\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170820_195309-274x300.jpg 274w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170820_195309-768x840.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170820_195309-936x1024.jpg 936w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170820_195309.jpg 1027w\" sizes=\"auto, (max-width: 274px) 100vw, 274px\" \/><\/p>\n<h5>Es gibt ja diese Idee des Lebens als Traum oder als Schlaf, und das damit verbundene Ger\u00fccht, man k\u00f6nne daraus erwachen. Also erst der n\u00e4chtliche Traum, aus dem man in den Tag hinein erwacht, und dann das Erwachen zum Leben bzw zu sich selbst als dem Instrument, das eine Neugier daf\u00fcr entwickeln kann, was diesen Aufenthalt auf der Erde betrifft. Warum hier? Und wie lange schon? Und ganz speziell der oder die sich Fragenden: und ich? Was mache ich hier? Folge ich wie im Schlaf dem gegebenen System, denke, was zur Zeit so gedacht wird, trage am K\u00f6rper, was zur Zeit so getragen wird, oder treibt es mich eher in die Nachdenklichkeit dar\u00fcber, wie seltsam es doch letztendlich ist, dieses Leben als &#8222;normal&#8220; zu bezeichnen, wo keinerlei urspr\u00fcngliche &#8222;Norm&#8220; zu entdecken ist, eher eine Verbl\u00fcffung \u00fcber die scheinbar grenzenlose Vielfalt des Erschienenen oder des Produzierten. Eigentlich, wenn man mal genauer hinschaut, ist vieles eher absurd. Dass der Mensch auf dem Markt denkt, er hat so eine gro\u00dfe freie Wahl. In Wirklichkeit werden Menschen aber st\u00e4ndig verf\u00fchrt, weil man ihre Verf\u00fchrbarkeit erkannt hat und sie auf allen Ebenen benutzen kann. Man wei\u00df genau, dass sie, wer auch immer damit gemeint ist, nicht widerstehen k\u00f6nnen. \u00dcberall herrscht das \u00dcberma\u00df an Angebot. Man wird in den Entscheidungszwang manipuliert. Nicht nur mit der Materie. Denn immer wird ja der Geist zuerst angesprochen. Ob es die Erleuchtungskarotte ist oder das neueste Computerspiel, die Karotte bleibt immer Karotte. Der Entscheidungszwang ist f\u00fcr die Einzelnen so schwierig geworden, dass man, wenn man kann, es am besten (manchmal auch) als Spiel sieht. Das Spiel, mit den Gegebenheiten angemessen umzugehen, kein Spielverderber zu sein, aber auch kein Mit-Spieler im unterw\u00fcrfigen Sinn. Was bleibt anderes \u00fcbrig, als vom Schlaf zu erwachen. Da kehrt man dann automatisch wieder zu den Fragen zur\u00fcck. Was ist Schlaf? Ist Routine Schlaf? Sind Gewohnheiten Schlaf? Andrerseits ist alles das Eine wie auch das Andere. Es h\u00e4ngt ziemlich offensichtlich von dem Bewusstsein ab, vom Blick, mit dem man etwas betrachtet, und von dem, wie man das Betrachtete aufnimmt. Die verf\u00fcgbare Begeisterung \u00fcber das Erfassen von Welt und ihrer und meiner Geschichte muss nicht unbedingt einen Plan oder irgendetwas Vorgegebenes haben, sondern kann schlicht und einfach die Freude am Durchblick sein, soweit es der jeweilige Blick erm\u00f6glicht. Dass sich dieser Blick wandeln kann, h\u00e4ngt von inneren Einstellungen ab. Sind die Einstellungen zu fixiert, wird der Blick starr. Der Glaube, etwas erhalten zu m\u00fcssen, was es gar nicht gibt, kann die Folge sein. Das innere Leben ist gern in Bewegung, aber wirklich nur von der Stille aus. Aber bei zu viel Lautlosigkeit setzt der Schlaf ein. Der Traum hat ja die Eigenschaft, dass er einem ein Erleben vorspielt, aus dem man erwachen muss, will man es als Traum erkennt. Wer kennt nicht die Ersch\u00fctterung dieser Traum-Realit\u00e4t? Den ganzen Tag kann so ein Film an einem h\u00e4ngen, so als k\u00f6nnte man es gar nicht glauben, dass man erwachen konnte. Wie oft w\u00fcnschen sich Menschen, aus b\u00f6sen Tr\u00e4umen zu erwachen, aber oft genug ist das Erschreckende wirklich passiert. Wir als Betroffene\u00a0 k\u00f6nnen auch aussehen wie Tr\u00e4umer. Wenn das Fassungslose einen erfasst und einen zwingt, mit sich selbst in Verbindung zu bleiben und vor dem Erwachen nicht zu weichen. Der Schlaf ist ja auch sch\u00f6n und so wohltuend. Seine wohltuende Wirkung h\u00e4ngt allerdings vom Wachsein ab, denn was im Wachsein f\u00fcr mich geschieht hat die Neigung, sich im Traum zu versymbolisieren. Das ist auch ein von Freud &#8222;K\u00f6nigsweg&#8220; genannter Weg, wem es Freude macht. Ich kenne niemanden, der \u00fcber die Traumtheorie vom Schlaf erwacht ist. Wahrscheinlich gibt es sie. Nach gutem Schlaf ist Wachsein das Angenehmste, denn der Blick, der sich da formen kann und wird, wird sp\u00e4ter &#8222;mein Leben&#8220; genannt. Und dann:\u00a0 wie viel Erwachen ist m\u00f6glich? Und von was oder wem h\u00e4ngt es ab?<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt ja diese Idee des Lebens als Traum oder als Schlaf, und das damit verbundene Ger\u00fccht, man k\u00f6nne daraus erwachen. 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