{"id":3470,"date":"2017-08-19T09:17:39","date_gmt":"2017-08-19T09:17:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3470"},"modified":"2017-08-19T09:17:39","modified_gmt":"2017-08-19T09:17:39","slug":"wahrgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3470","title":{"rendered":"wahrgenommen"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3473\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170819_110815-173x300.png\" alt=\"\" width=\"327\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170819_110815-173x300.png 173w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170819_110815-768x1332.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170819_110815-590x1024.png 590w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170819_110815.png 1033w\" sizes=\"auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/><\/h5>\n<h5>Man staunt doch immer mal wieder \u00fcber das abgrundtiefe Bed\u00fcrfnis von (uns) Menschen, wahrgenommen zu werden. Wenn neben der nat\u00fcrlichen Freude, als Mensch wahrgenommen bzw reflektiert zu werden eine Not oder ein tiefer Mangel damit verbunden ist, weist es in der Tat meist auf ein Erleben in der Kindheit hin. Ich kenne meine eigenen Widerst\u00e4nde gegen das gedankliche Zur\u00fcckkehren in den Mutterleib, um mit dem Schmerz der stattgefundenen Katastrophen noch einmal in Verbindung zu kommen, damit er durch das Medium des Wortes in meinem Bewusstsein landen und wahrgenommen werden kann. Als wahr akzeptiert, als existent, als nur f\u00fcr meine eigene Psyche unleugbar. Hier im Westen (im Gegensatz zum Orient) wird auch im Alltag wesentlich komplexer und differenzierter gearbeitet. Alles wird gr\u00fcndlich auseinandergenomment. Wir haben \u00dcberlebensf\u00e4higkeiten entwickelt, Schutzmechanismen, Stellw\u00e4nde, Widerst\u00e4nde. Das sind jetzt meine eigenen Erfahrungen. Es sind die, die mich im Westen haben wach werden lassen. Was in Indien gelehrt wurde und wird, war auch hier vorhanden. Nur abgetrennter vom pers\u00f6nlichen Leben, mystifizierter, isolierter. Das theoretische &#8222;philosophische&#8220; Wissen, meine ich. Bis Freud kam und eine Praxis gestaltete, an die sich der Mensch halten konnte, wenn er Hilfe f\u00fcr die inneren Zust\u00e4nde braucht. Damit man sich im Dschungel menschlicher Verhaltensweisen zurechtfinden kann. F\u00fcr die Erzeugung wesentlicher Aha-Momente. Aha! Das habe ich mit Anderen deswegen gemacht, und das haben sie mit mir gemacht. Und was f\u00fcr einen tiefen Eindruck hinterl\u00e4sst der Augenblick der Geburt wirklich f\u00fcrs ganze Leben, wenn man, wie man&#8217;s immer gern h\u00e4tte, freudig willkommen gehei\u00dfen wurde zum Licht der Welt, oder ob die Mutter gerade mit der m\u00f6glichen Abtreibung besch\u00e4ftigt war. Man hat das nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, ich auch nicht, dass sich die St\u00f6rungen auf dem ansonsten gelingenden Weg nicht von selbst aufl\u00f6sen. Aber auch keine noch so tiefe Meditationspraxis ist eine Garantie f\u00fcr so eine Aufl\u00f6sung. Das indische &#8222;Atma&#8220; hei\u00dft auch &#8222;Seele&#8220;, aber die Wahrnehmung davon ist v\u00f6llig anders. Die Inder gehen von einer seelischen Einheit aus, wie auch immer du sie erreichst, ist dein Ding. Hauptsache irgendwie g\u00f6ttlich, da eindeutig von oben gelenkt. Hier in Europa wird individuelles Verhalten viel komplexer und differenzierter reflektiert und alles auseinander genommen, um zu sehen, wie es ist. Dabei geht dann das Ganze verloren. Und die Frage ist wieder da: was ist das Ganze? Auch wenn ich mein Leben einfach so vor mich hinleben will, wie es halt kommt, kommt es doch letztendlich immer so, wie ich selbst es erlebe und gestaltet habe. Sonst w\u00e4re es ja nicht mein Leben. Auf allen Ebenen, die mir zug\u00e4nglich sind, habe ich immer die Qual der freien Wahl. Denn auch wie ich mich selbst sehe, ist wirklich nur ein Konstrukt. Daraus entsteht die Verantwortung. Jeder Blick kann ein Leben-oder ein Sterbenlassen sein Und dann und daher: ja!, tats\u00e4chlich!,: Sein ist Wahrgenommensein.<\/h5>\n<p>Bild: kleiner Stein aus Portugal<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man staunt doch immer mal wieder \u00fcber das abgrundtiefe Bed\u00fcrfnis von (uns) Menschen, wahrgenommen zu werden. Wenn neben der nat\u00fcrlichen Freude, als Mensch wahrgenommen bzw reflektiert zu werden eine Not oder ein tiefer Mangel damit verbunden ist, weist es in der Tat meist auf ein Erleben in der Kindheit hin. 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