{"id":3466,"date":"2017-08-18T09:08:50","date_gmt":"2017-08-18T09:08:50","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3466"},"modified":"2017-08-18T09:12:37","modified_gmt":"2017-08-18T09:12:37","slug":"regen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3466","title":{"rendered":"regen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3467\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170818_105946-174x300.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170818_105946-174x300.jpg 174w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170818_105946-768x1328.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170818_105946-592x1024.jpg 592w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170818_105946.jpg 1061w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/p>\n<h5>Ach ja, der Monsoon ist auch r\u00fcbergekommen nach Deutschland, genau dann, wo er eigentlich dort sein sollte. Ich bekomme die j\u00e4hrliche Mail aus dem indischen Dorf, die mir meistens verk\u00fcndet, wann der erste Regen eingetroffen ist. Aber jetzt im August ist es dort superhei\u00df, und kein Regen, und zu wenig Wasser im See. Ich sinniere in das hiesige Getr\u00f6pfle hinein, ob es nicht Wege g\u00e4be, die Dinge wieder etwas mehr auszugleichen. Aber sie kommen ja vom Ausgeglichenen. Oder wer wei\u00df\u00a0 noch, was von wem und wo und wodurch verursacht wurde, was zu jenem und dem und dem anderem f\u00fchrte. Au\u00dferdem kann es sehr wohl sein, dass sich die vorhandenen Energien immer in einer Ausgleichung befinden, nur vielleicht mit jeweils schwerpunktm\u00e4\u00dfig unterschiedlicher Verteilung. Oder es sieht nur so aus, zum Beispiel, dass die Gewalt stetig zunimmt. Und gibt es eine automatische Ausgleichung auf der Seite der &#8222;Friedfertigen&#8220;? Die letzte grandiose Illusion, dass wir gar nicht frei sind, sondern Partikel der Ausgleichung? Gut, selbst wenn es so w\u00e4re oder ist, w\u00e4re und bin ich trotzdem an mich selbst gebunden im Sinne, dass ich meine Existenz ja nicht leugnen kann. Ob ich sie nun als Senfkorn wahrnehme (meine Existenz), oder als Formkonstrukt, ist bereits im Reich der Bezeichnungen, der Zuschreibungen, der Gestaltungssph\u00e4re. Zweifellos gestalte ich mein Sein gem\u00e4\u00df dem vorhandenen Umfeld. Aber ich denke auch, dass die vorhandene Freiheit oft viel gr\u00f6\u00dfer ist, als wir wahrhaben wollen. Nur wo ist sie? Was ist mit ihr geschehen. Mit ihm, dem gro\u00dfen vertrauten Raum, in dem das eigene Sein sich ungest\u00f6rt aufhalten konnte. Insofern ist, ganz klar, der Weg zu diesem Raum nicht eigentlich ein Weg zur\u00fcck, sondern ist ein Kreislauf der Entwicklung, in der ich irgendwann wieder mit dem Ausgangspunkt in Verbindung kommen\u00a0 kann. Ein Freiraum, in dem die Liebe gar nicht so sehr das zu Erringende ist, sondern das Gegebene, das Vorhandene, auf das ich mich dann, ausgereift und als eigenes Wesen, wieder einlassen kann. Wenn mich manchmal bei all den horrenden Geschehnissen auf dem Planeten ein Mitgef\u00fchl ergreift, ist es h\u00e4ufig der abgeschnittenen Leben wegen, denen durch haltlose Eingriffe Anderer das verbleibende Leben verwehrt wurde. Das Leben Anderer nehmen, das ist schon ein verst\u00f6render Vorgang, dem sich Menschen immer wieder aussetzen, und sich deshalb immer wieder irgendwo mit Kriegen in Schach halten m\u00fcssen. Es gibt eben kein R\u00fcckw\u00e4rts, sondern was in die Welt gesetzt wird, will wachsen und gedeihen. Kaum einer kann sich mehr vorstellen in den jeweiligen Epen, wie es war, bevor der Mensch aus den Paradiesen gejagt wurde. Wie sah es aus, und wie f\u00fchlte es sich an, als um Punkt 12 Uhr des kosmischen Gongschlags auf einmal Frieden war? Oder kann bei jedem Einzelnen um 12 Uhr kosmischer Zeit jederzeit ein Gong schlagen? Kain, wo ist dein Bruder Abel? Ja wo isser denn? Ich, ich soll sowas getan haben. Ich? Das bin doch nicht ich, die das getan hat. Doch, ich. Ich habe jetzt Abel nicht umgelegt, und ich kniee auch nicht auf einem virtuellen Beichtstuhl. Es gen\u00fcgt, dass ich wei\u00df, was ich tue. Wo ich etwas \u00e4ndern will an meinem Verhalten, kann nur ich etwas \u00e4ndern. Im Raum der Liebe ist auch mit den Anderen Wachheit und ein Zulassen voneinander. Mir macht es nichts aus, wenn Menschenkinder zu reifen Erwachsenen werden Es gibt auch nicht wirklich Spielregeln, die man einhalten muss. Ja, in gesellschaftlichen Konstrukten ist das ja angebracht, aber nicht innerlich. Ich kann sein, wer ich bin. Wer soll mich hindern.<\/h5>\n<h5>Das Bild zeigt ein durch deutsche Monsoont\u00e4tigkeit entstandenes Moosgewand eines Yogis bei uns im Garten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ach ja, der Monsoon ist auch r\u00fcbergekommen nach Deutschland, genau dann, wo er eigentlich dort sein sollte. Ich bekomme die j\u00e4hrliche Mail aus dem indischen Dorf, die mir meistens verk\u00fcndet, wann der erste Regen eingetroffen ist. Aber jetzt im August ist es dort superhei\u00df, und kein Regen, und zu wenig Wasser im See. 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