{"id":3419,"date":"2017-08-11T09:04:06","date_gmt":"2017-08-11T09:04:06","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3419"},"modified":"2017-08-11T09:12:09","modified_gmt":"2017-08-11T09:12:09","slug":"zugehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3419","title":{"rendered":"zugehen"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3422\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170811_104451-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"252\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170811_104451-202x300.jpg 202w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170811_104451-768x1142.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170811_104451-689x1024.jpg 689w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170811_104451.jpg 1050w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/h5>\n<h5>Nochmal kurz zur\u00fcckblickend auf meine gestrige Emp\u00f6rungstirade, muss ich sagen, dass ich nicht bedaure, die Technik des Schwertstreiches erlernt zu haben, wenn es klar ist, dass die Technik nur kunstvoll sein kann, wenn keine Wunden entstehen. Erlernt man aber die Handhabung im \u00dcbungsfeld, ist nichts gef\u00e4hrlicher als schlampiges Fuchteln, statt darauf zu achten, dass kein Blut flie\u00dft. Worauf gilt es zu achten? Was liegt mir am Herzen? Wo muss ich Worte finden f\u00fcr das, was mich umtreibt, oder wo mich die Missachtung bestimmter Werte emp\u00f6rt, sodass es meiner Ohnmacht zwar nicht direkt abhilft, und doch&#8230;es ist mir doch wichtig, innere Klarheit zu erschaffen \u00fcber die Art und Weise, wie ich selbst die Dinge erfahre und was sie in mir ausl\u00f6sen. \u00dcber eine Frage aus dem Freundeskreis musste ich nochmal nachdenken, und wei\u00df eigentlich noch keine Antwort darauf: ist es angebracht, in gewissen Kontexten &#8222;die Menschen&#8220; als &#8222;dumm&#8220; zu bezeichnen, so als w\u00e4re dieser Blick nicht automatisch arrogant. Ich denke, es kommt auch hier auf den Background an, die Hintergedanken, die Motivation. F\u00fcr Philosophen zum Beispiel kann es sehr schmerzhaft sein, von den Idealen, die man in sich tr\u00e4gt und die Menschheit gerne nach dorthin unterwegs sehen m\u00f6chte, mal abzulassen, um zu realisieren, dass es in jeder Geschichtsepoche eine bestimmte bewegliche Menge von Menschen gab, die einen geradezu frappierende Neigung zeigen, kein Interesse an der Selbsterforschung zu bekunden. So mutiert dieses Interesse immer mal wieder zu einem Spezialgebiet, wo in allen geistigen Lehren wie auch in der Psychologie, einerseits Wege aufgezeigt werden, wie man das dunkle Schicksalspaket etwas belichten und erleichtern kann, andrerseits aber verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenige Menschen davon d e n Nutzen nehmen, durch den ein zufriedenstellendes Leben entstehen kann, wenn man die entsprechenden Fragen und Antworten f\u00fcr sich selbst finden und daraus Handhabung und Umsetzung erschaffen kann. Ja, Dummheit ist immer verf\u00fcgbar. In der Politik kann man manchmal den leise tretenden Wechsel ins Perfide beobachten. Gestern wurde ich noch in einem guten Gespr\u00e4ch darauf hingewiesen, dass die Tatsache, dass ich die beiden gef\u00e4hrlichen M\u00e4nner, die gerade mit entflammtem und schwer einsch\u00e4tzbarem Ego herumhantieren und sich offensichtlich nicht mehr daran erinnern, was in Nagasaki und Hiroshima wirklich bis heute am Laufen ist, dass man diese M\u00e4nner eigentlich nicht mit dem Wort &#8222;Kinder&#8220;, oder &#8222;Jungs&#8220; betiteln sollte, weil man sonst den Schrecken des Vorgangs mindert, und nebenher auch die Kinder beleidigt. Es stimmt. Wer will schon sprachlos werden vor Schrecken. Der Schrecken ist ein schwarzes Loch, aus dem man nicht so leichtf\u00fc\u00dfig wieder herauskommt. Wenn \u00fcberhaupt. Kommt man aber wieder heraus, h\u00e4ngt es davon ab, wieviel Schaden entstanden ist. Wenn Menschen einfach Boote bewusst umkippen k\u00f6nnen, damit die Insassen, die vorher bezahlt haben und in diesem Fall noch in ihren Teenagerjahren sind,\u00a0 einfach verschwinden, dann wei\u00df man, was auf der Erde los ist, wie es zugeht im menschlichen Miteinander. Es ist ja nicht die einzige Unmenschlichkeit, die stattfindet, sondern es ist wie ein Ruck in der kollektiven Psyche, der die Hoffnung ersticken kann, dass man vom Menschen noch viel &#8222;Gutes&#8220; erwarten kann. Daher der Druck auf uns allen in der Mitte des Friedensm\u00e4rchens: Was f\u00fcr ein Mensch bin ich selbst, und wie und wer kann ich sein als Mensch. Die Inder haben halt auch die Weisheit mit L\u00f6ffeln&#8230;ach\u00a0 nein&#8230;.mit H\u00e4nden gegessen, und geben den guten Rat: in der &#8222;dunklen Zeit&#8220;, wenn keiner mehr durchblickt, schau dich selbst an und erkenne, wer du bist. Das erinnert uns dann wieder an das antike Griechenland und alle hohen Kulturen, wo Menschen noch Zeit hatten, das Wesentliche zu bedenken.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zielscheibe auf dem Bild hing bei uns im Wald an einem Baum und wurde von einer Bewohnerin unseres Hauses abgenommen und hierhergebracht. Sie empfand es als beunruhigend, dass die L\u00f6cher so gro\u00df waren und wahrscheinlich von Luftschu\u00dfgewehren oder wie die Dinger hei\u00dfen, durchschossen. Die \u00dcberg\u00e4nge k\u00f6nnen so nahtlos sein, das ist das Erschreckende. In der Tat: Wo f\u00e4ngt das Kinderspielzeug an, und wo h\u00f6rt es auf, Spielzeug zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nochmal kurz zur\u00fcckblickend auf meine gestrige Emp\u00f6rungstirade, muss ich sagen, dass ich nicht bedaure, die Technik des Schwertstreiches erlernt zu haben, wenn es klar ist, dass die Technik nur kunstvoll sein kann, wenn keine Wunden entstehen. 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