{"id":3409,"date":"2017-08-09T05:43:23","date_gmt":"2017-08-09T05:43:23","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3409"},"modified":"2017-08-09T05:43:23","modified_gmt":"2017-08-09T05:43:23","slug":"aufnehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3409","title":{"rendered":"aufnehmen"},"content":{"rendered":"<h5>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3413\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170809_073913-300x265.png\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170809_073913-300x265.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170809_073913-768x680.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170809_073913-1024x906.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170809_073913.png 1025w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/h5>\n<h5>Ich nehme\u00a0 mal den Faden von gestern wieder auf, und zwar an der Stelle, wo der Text aufgeh\u00f6rt hat. Ich kann also unter g\u00fcnstigen Bedingungen zu mir selbst finden, bzw. &#8222;mich selbst sein&#8220;. Gibt es denn ein Sein, in dem ich mich nicht selbst bin? Und ist nicht jeder Mensch sich selbst? Von was gehen wir aus? Es gibt eine Anzahl von Situationen, die einem hier einfallen k\u00f6nnten, wo jemand zu jemand anderem sagt: &#8222;Das bist du doch gar nicht, oder &#8222;das steht dir doch gar nicht&#8220;, sieht nicht aus wie du, h\u00f6rt sich nicht an wie du usw. Auch kennt jede\/r ein Gef\u00fchl von Entfremdung von sich, eine Unstimmigkeit\u00a0 im Inneren oder im \u00c4u\u00dferen als m\u00f6glichen Anlass. Wenn wir Menschen w\u00fcssten, wer wir sind, k\u00f6nnte uns auch keiner zu etwas zwingen, was uns nicht entspricht. Aber wie erlernen wir dieses &#8222;Mich-selbst-sein&#8220;, wenn wir von Anfang an schon sind, was wir sind? Was sind wir denn von Anfang an? Auf jeden Fall sind wir bei und nach der Geburt schon mal etwas, das es geschafft hat, anwesend zu sein. Auch das war nicht gewiss. Ungewiss geht es auch weiter. Mit wem bin ich zusammen, wer k\u00fcmmert sich um mich, solange ich es noch nicht selbst kann? Viele Menschen haben sich dar\u00fcber beklagt, dass sie gar nicht gefragt wurden, ob sie da sein wollen.\u00a0 In Indien wird das Erreichen der menschlichen Form als ein hohes Schicksal empfunden, war man doch ihrer Auffassung nach vorher vieles andere, Tier, Pflanze, was auch immer, und hat es nun geschafft ins Reich der Menschen. Man ist Mensch geworden. Und weiter geht&#8217;s mit dem Ungewissen. Was hei\u00dft das, &#8222;Mensch&#8220; zu sein? Habe ich Einfluss darauf, was f\u00fcr ein Mensch ich sein m\u00f6chte? Sobald ich denken kann, w\u00e4chst auch mein Einfluss, obwohl ich da bereits selbst von allem M\u00f6glichen beeinflusst worden bin: von dem Zeitraum, in dem ich gekommen bin, von der Gesellschaft und der Religion, in die ich hineingeboren wurde, was von mir erwartet wird, und ob ich es erf\u00fcllen oder mich dagegen zur Wehr setzen kann. Unendliche M\u00f6glichkeiten an jeder Stelle des Lebens. Es sieht nicht danach aus, aber es ist so. Es kommt darauf an, wie ich mein Bewusstsein, das Navigationsinstrument des Menschen, f\u00fcr mich und andere einsetze. Wo navigiere ich hin, wie ist meine Ausrichtung, wie f\u00fchle ich mich am Steuerrad meines Schiffes? Und wann wird mir bewusst, dass die Richtung, in die ich steuere, immer von mir bestimmt wird. Und die Anderen? Es gilt f\u00fcr alle. Wer sich steuern will und kann, wird es tun, wir m\u00fcssen damit und miteinander leben. Aber es h\u00e4ngt nicht von den Anderen ab, sondern von uns pers\u00f6nlich und dem Menschen, den wir aus uns gebildet haben. Haben wir nicht? Doch, haben wir.\u00a0 Eine meiner fr\u00fcheren Lehrerinnen hat diesen furchterregenden Satz gepr\u00e4gt, dass man sich auch verpassen kann. Kann man, und wodurch merkt man es? Und kann man die Richtung wechseln? Dann habe ich neulich den Satz geh\u00f6rt, dass alle Menschen als Originale geboren werden, die meisten aber als Kopien sterben. Kopien von was und von wem? Wer sorgt daf\u00fcr, dass man sich treu bleibt? Und wie sieht &#8222;Sich-treu-sein&#8220; aus?\u00a0 F\u00fcr mich ist der Humor immer ein Gradmesser gewesen. Habe ich ihn mal unterwegs verloren, war es sicher auch wichtig, denn in manchen Tiefen wird wenig gelacht, aber dann!, wenn er wiederkommt, bzw. ich wieder auftauche und mich nicht mehr so ernst nehmen muss, weil etwas verstanden oder aus dem Weg ger\u00e4umt wurde, (schwitz! strauchel! schrei!), dann ist es doch sehr sch\u00f6n, wenn man wieder lachen kann, vor allem aber \u00fcber sich selbst und die unter schwierigsten Bedingungen zu erlernenden K\u00fcnste des Seins. Meine G\u00fcte, ist das anstrengend manchmal, dann aber auch wieder so abenteuerlich und unterhaltsam. \u00dcberhaupt! Als sich selbst durch die Welt gehen, den Tellerrand als Surfboard dabei haben, aber nicht abh\u00e4ngig sein von diesem Transportmittel, sondern es auch mal abstellen und Zeit verbringen mit Menschen, die man liebt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Ich nehme\u00a0 mal den Faden von gestern wieder auf, und zwar an der Stelle, wo der Text aufgeh\u00f6rt hat. 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