{"id":3388,"date":"2017-08-07T09:23:56","date_gmt":"2017-08-07T09:23:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3388"},"modified":"2017-08-07T09:36:54","modified_gmt":"2017-08-07T09:36:54","slug":"wertschaetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3388","title":{"rendered":"wertsch\u00e4tzen"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3389\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC1574-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC1574-300x225.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC1574-768x576.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC1574.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/h5>\n<h5>Wenn die Sonne (wieder mal) scheint, und das All umw\u00f6lbt einen mit offener Bl\u00e4ue, und die Zeit (die es in Wirklichkeit gar nicht gibt), erm\u00f6glicht es einem, ein tiefes und sch\u00f6nes Wort im Geist zu betrachten oder auf der Zunge zergehen zu lassen, um die Wirkung der auf mysteri\u00f6se Weise zusammengef\u00fcgten Buchstaben auf sich wirken zu lassen, dann kann man das tun. &#8222;Wertsch\u00e4tzung&#8220; ist f\u00fcr mich so ein Wort. Mysteri\u00f6s deswegen, weil man ja nicht wei\u00df, wie es zustande kam, dass z.B. dieses Wort so eine eindeutig positive Deutung in sich birgt, obwohl hier etwas gesch\u00e4tzt wird, n\u00e4mlich ein Wert. Es gibt in der Menschheitsgeschichte auch Gedanken oder Spr\u00fcche, die besagen, dass es um einen Wert ging, der sich aber nicht manifestieren konnte oder gescheitert ist, wie der Spruch\u00a0 (aus dem Babylonischen) &#8222;mene mene tekel u-parsin&#8220; besagt und gedeutet wird als &#8222;du wurdest in der Waage gewogen und zu leicht befunden.&#8220; Wertsch\u00e4tzung unter Menschen ist immer eine erfreuliche Erfahrung. Einerseits die eigene Freude, wenn man Menschen trifft, in denen man einen Wert erkennt, der wie ein Schatz ist, ein Juwel, ein sch\u00f6ner Zug. Andrerseits ist es auch sch\u00f6n, selbst wertgesch\u00e4tzt zu werden. Liebe ist ja oft sehr gro\u00dfz\u00fcgig mit dem Vergeben von positiv projezierten Eigenschaften, die auch mal gr\u00fcndlich zusammenbrechen k\u00f6nnen, wenn es gleichzeitig an gesunder Kritikf\u00e4higkeit gefehlt hat. Auch das ist nur m\u00f6glich, wenn Auseinandersetzung\u00a0 erfahren werden kann als ein f\u00f6rderlicher Lernprozess, der die Liebe nicht beeintr\u00e4chtigt, sondern vertieft. Wertsch\u00e4tzung der eigenen Qualit\u00e4ten und F\u00e4higkeiten und die positive Resonanz auf diese Werte ist sicher ein wesentlicher Anteil der Liebe, die sich ja st\u00e4ndig, will sie lebendig bleiben, in dem Balanceakt aufh\u00e4lt, Ausgewogenheit zu erschaffen zwischen mir und der\/dem Anderen, ohne\u00a0 Verlust meines eigenen Wertes und Wesens zu erfahren. Leider sind wir meist erst als Erwachsene in der Lage, Einsch\u00e4tzungen gem\u00e4\u00df unserer eigenen Werteskala vornehmen zu k\u00f6nnen, da diese Werte ja mit etwas in Zusammenhang stehen, was wir \u00fcberpr\u00fcfen m\u00fcssen. Kommen meine Werte aus der Kultur, oder aus der Religion, in die ich hineingeboren bin, oder den K\u00f6pfen meiner Eltern usw., oder sind es meine eigenen, die ich sch\u00e4tzen gelernt habe und die mir eine gewisse Verhaltensstruktur geben im Umgang mit Menschen. Nicht, dass man umhin kommt, sich im lebendigen Prozess immer wieder neu einsch\u00e4tzen und korrigieren zu m\u00fcssen, wenn man das m\u00f6chte. Und wenn man das kann. Wertsch\u00e4tzung ist eine Gro\u00dfz\u00fcgigkeit des Herzens, der man unbedingt Raum geben sollte. Selbst mit so einer verbl\u00fcffenden Erscheinung auf dem planetarischen Spielfeld wie z.B. Donald Trump kann man letztendlich wertsch\u00e4tzend umgehen, nicht in pers\u00f6nlichem Sinne, aber als Erfahrungsangebot. Bei einem Menschen, der sich derart anbietet als Dauerbrenner zum Witzerei\u00dfen, will man irgendwann nicht mehr irgendwo mental dabei sein, vor allem, wenn die kollektive Psyche lustvoll in ein Vernichtungsprogramm steuert. Was man machen kann, da es (er) nun mal da ist und auf seine Art das Weltenschicksal, also unseres, mitsteuert, kann man z.B. die Wahrnehmung \u00e4ndern und, solange es m\u00f6glich ist, einen Wert in der Sache sehen wie: Wow! Da kann man tats\u00e4chlich mal zuschauen, wie sowas vor unseren Augen vor sich geht. Man versteht Formen der Ohnmacht, die im Umgang mit stark narzisstischen Menschen zu erfahren sind, deren Wahrnehmung sich grenzenlos um sich selbst dreht und dadurch erst zu einer massiven Grenze wird. Wenn kein Zweifel mehr Platz hat in der Selbstgerechtigkeit. Wenn wir vergessen, dass ein notwendiger Schliff am Selbstsein fehlt, wenn wir nicht f\u00fcr m\u00f6glich halten, dass besorgte und wohlgemeinte Wahrnehmungen anderer von einem doch auch ein Korn Wahrheit enthalten. Und dass es dieses Korn zuzulassen gilt, bevor der Spiegel erblindet.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dsa Bild ist durch eine Mail zu mir gekommen. Es zeigt eine Wahrnehmung bzw ein Auge, das ich wertsch\u00e4tze, denn es zeigt, was jeder kennt, aber man sieht das Gesehene auf eine neue Weise. Man sieht es dadurch \u00fcberhaupt erst in seiner Besonderheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Sonne (wieder mal) scheint, und das All umw\u00f6lbt einen mit offener Bl\u00e4ue, und die Zeit (die es in Wirklichkeit gar nicht gibt), erm\u00f6glicht es einem, ein tiefes und sch\u00f6nes Wort im Geist zu betrachten oder auf der Zunge zergehen zu lassen, um die Wirkung der auf mysteri\u00f6se Weise zusammengef\u00fcgten Buchstaben auf sich wirken [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3388","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3388"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3388\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3395,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3388\/revisions\/3395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}