{"id":3376,"date":"2017-08-05T08:40:33","date_gmt":"2017-08-05T08:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3376"},"modified":"2017-08-05T08:47:01","modified_gmt":"2017-08-05T08:47:01","slug":"samstags-shaniwar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3376","title":{"rendered":"samstags (shaniwar)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3377\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170805_101524-171x300.jpg\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"449\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170805_101524-171x300.jpg 171w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170805_101524-768x1349.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170805_101524-583x1024.jpg 583w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170805_101524.jpg 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/p>\n<h5>&#8222;Shaniwar&#8220; hei\u00dft &#8222;Samstag&#8220;\u00a0 auf Hindi und ist dem Gott &#8222;Shani&#8220; geweiht, einem schwarzen Gesteinsblock, der wiederum f\u00fcr &#8222;Saturn&#8220; steht. Zwei Dinge, die mich auf dem deutschen Land irritieren k\u00f6nnen, erlebe ich in Indien nicht: Rasenm\u00e4hen und Grillen. Kein Grillen, weil im Dorf Eier, Fisch und Fleisch streng verboten sind und Tofugrillen noch nicht eingef\u00fchrt. Kein Rasenm\u00e4her, weil nicht genug Gras und noch nicht genug Bedarf, dass ein Importbusiness daraus entstehen k\u00f6nnte. Heute nun Samstag hier in Deutschland, es regnet und ich freue mich heimlich dar\u00fcber, weil es drau\u00dfen still sein wird. Da wir alle dem Wetterbericht h\u00f6rig sind, wissen alle M\u00e4her\/Innen, wann es geht, und deswegen muss ein Mensch, der sich gerne auch freitags auf etwas (meistens Buchstaben) konzentriert, schon am Freitag ein bisschen leiden. Schwamm dr\u00fcber, denn es geht ja oft bei gewissen St\u00f6rungen um ganz andere Dinge. Man legt also die Arbeit nieder, und weil der Rasenm\u00e4her (z.B.) nicht wegzudenken ist, denn er ist ja da, denkt man \u00fcber den Rasenm\u00e4her an sich nach. Man merkt nach einigen Minuten, dass man gar nichts gegen den Rasenm\u00e4her hat, sondern die Frage lautet eher: warum ist er so laut? Braucht der\/die M\u00e4her\/In diesen L\u00e4rmpegel? Geh\u00f6rt es etwa zum Gl\u00fcck der Rasenm\u00e4herInnen, das alles auszuhalten, um nachher den Aussto\u00df der Gl\u00fcckshormone zu genie\u00dfen, wenn sich hinter dem L\u00e4rm eine sichtbare Leistung ausbreitet!? Wie dem auch sei, auf jeden Fall heute Stille, gem\u00e4ht war gestern, und der Samstag, der vor dem Sonntag thront, liegt da. Manche genie\u00dfen die Superm\u00e4rkte. Mal unter Menschen sein und sicherstellen, dass keiner im famili\u00e4ren Umkreis aus Versehen verhungert. Und so langsam komme ich zu meiner eigenen Samstagsbesch\u00e4ftigung und lasse ein latent vorhandenes Thema sich selbst ausbr\u00fcten. Es ist ein typisches Wochenendthema und hei\u00dft &#8222;Politische Tr\u00e4umereien&#8220;. In dieser reinen Phantasiesph\u00e4re h\u00f6ren deutsche Jetztzeitregierende auf, mit Waffen zu handeln und gleichzeitig dar\u00fcber erstaunt zu sein, dass sie in die falschen H\u00e4nde geraten. Gibt es die richtigen H\u00e4nde, die zu Waffen greifen? Ich wei\u00df, das schafft keiner\/e, diese Milliarden umzupolen in menschenf\u00f6rderliche Richtungen. Oder eine Robin Hood Bande, edel und gleichzeitig kriminell begabt, bestrebt, endlich Gerechtigkeit walten zu lassen, hackt sich in das saudiarabische Bankkonto ein, durch das die 220 Millionen Euro oder Dollar die H\u00e4nde wechselten f\u00fcr einen Fu\u00dfballer, der jetzt wahrscheinlich bereits traumatisiert ist. Das stresst doch, wenn man zu teuer wird. Die Robin Hood Bande aber, das ist das Neue, steckt den Betrag nicht in die eigenen Taschen, sondern tut damit zusammen was Gutes. Gut, was tr\u00e4um ich noch so vor mich hin. Da wird ja wieder mal eine besch\u00e4mend gro\u00dfe Menge von Essbarem vernichtet, obwohl es aus Belgien und Holland keinerlei Nachrichten gibt \u00fcber Ausma\u00df und Wurzel des \u00dcbels. Da f\u00e4llt nicht nur der Kuchen unter&#8217;s Schwert, sondern die B\u00f6rse kann stolpern bei so viel Entlarvtem. Eier hin oder her,\u00a0 die Vernichtung von Essen wegen einer kriminellen Handlung oder warum auch immer hat einfach ein anderes Gewicht in einem Land, wo so ziemlich alle alles zu essen haben, auch wenn mal kein Ei dabei ist. Es sind nicht nur die verhungernden Afrikaner, die mir in den Sinn kommen k\u00f6nnen, sondern ich sehe und kenne auch sehr viele Menschen in Indien, f\u00fcr die das Beschaffen von Nahrung noch immer\u00a0 die gr\u00f6\u00dfte Sorge ist. Ich stelle mir also kurz innerlich eine Regierung vor, der es tats\u00e4chlich am Herzen liegt herauszut\u00fcfteln, wie man einen direkten Lebensmittelweg in die betroffenen Gebiete erschafft, und nicht nur einmal, sondern bei jeder Gelegenheit, sodass es sich eines Tages zu einer Normalit\u00e4t entwickeln k\u00f6nnte, dass alle Menschen was zu essen haben. So. Ausgetr\u00e4umt.<\/h5>\n<h5>Bild:Ausschnitt aus einem (mal in der FAZ erschienenen) Gem\u00e4lde von Llyn Foulkes.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Shaniwar&#8220; hei\u00dft &#8222;Samstag&#8220;\u00a0 auf Hindi und ist dem Gott &#8222;Shani&#8220; geweiht, einem schwarzen Gesteinsblock, der wiederum f\u00fcr &#8222;Saturn&#8220; steht. Zwei Dinge, die mich auf dem deutschen Land irritieren k\u00f6nnen, erlebe ich in Indien nicht: Rasenm\u00e4hen und Grillen. Kein Grillen, weil im Dorf Eier, Fisch und Fleisch streng verboten sind und Tofugrillen noch nicht eingef\u00fchrt. 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