{"id":3312,"date":"2017-07-28T08:38:10","date_gmt":"2017-07-28T08:38:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3312"},"modified":"2017-07-28T08:41:08","modified_gmt":"2017-07-28T08:41:08","slug":"vorgestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3312","title":{"rendered":"vorgestellt"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3313\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170727_185730-215x300.png\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170727_185730-215x300.png 215w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170727_185730.png 592w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/h5>\n<h5>Genau: was man sich nicht vorstellen konnte \u00fcber sich und von sich selbst, das kann doch auch eine angenehme \u00dcberraschung sein. So sehr\u00a0 eine errungene Erkenntnis einen ergreifen kann wie z.B. die Erkenntnis, dass es am Grunde des Seins keine Worte gibt, so entsteht genau dadurch ein freierer Raum, in dem unser existentielles Know-how die Sprache und den Ausdruck finden kann, der am besten dem eigenen Wesen entspricht. Man kann das auch lassen. Man kann alles M\u00f6gliche lassen, aber warum sich nicht am Ausdruck der eigenen Existenz erfreuen!? Was hei\u00dft erfreuen? Wer die Mu\u00dfe nicht mehr zur Verf\u00fcgung hat oder die Wichtigkeit ihres Aufenthaltes, untersch\u00e4tzt auch, was unter &#8222;Genuss&#8220; verstanden werden kann. F\u00fcr den einen ist es Genuss, dass es so viel gibt, was er nicht braucht, f\u00fcr den anderen ist es die Entgrenzung des g\u00e4ngigen Geschmacks, die Betrachtung der Wolkengebilde, das Zulassen von Schmerz. Nie h\u00e4tte ich mir vorstellen k\u00f6nnen, dass ich an einem Blog Freude habe. Freude ist hier, dass damit eine M\u00f6glichkeit auf mich zugekommen ist, in deren R\u00e4umlichkeit ich um etwas in mir ringen kann. Klingt nicht so federleicht, und ist es auch nicht. Es ist das Risiko, jeden Morgen diesem leeren, wenn auch wohlwolled wirkenden Raum gegen\u00fcber zu stehen, bzw. zu sitzen. Die Weltgestaltung l\u00e4uft, und ich bin &#8222;nur&#8220; zeitweilig Anwesende. Geht es mir um etwas? Ist es wichtig, ob und warum ein kleines Bild aus Damaskus mich ber\u00fchrt. Weil es so sch\u00f6n ist, oder weil ich das Ausma\u00df des Schreckens nicht wirklich fassen kann? Ob ich das, was mir am Herzen liegt, auf einer Trompete spiele, oder ob sich meine Gedanken oder Zeilen in den Ruinen zerst\u00f6rter St\u00e4dte niederlassen&#8230;auf jeden Fall muss ich schauen, dass ich f\u00fcr das, was mich k\u00fcmmert, den Weg frei halte. Ich meine: frei auch von mir und meinen Widerst\u00e4nden. Jeder Morgen ist anders. Obwohl ich Grund habe zu vertrauen, dass aus dem Freiger\u00e4umten etwas auf mich zukommt, was mein Geist gerne aufnimmt und zu weiteren Gedanken anregt, so gibt es doch keine Garantie. M\u00f6glichkeit ist nur, wo ich letztendlich bereitwillig da sitze, wo etwas entstehen kann, um\u00a0 dann mit dem Material aus den inneren Archiven, das mir zuflie\u00dft, etwas zu gestalten, was dem Moment und meinem Zugang dazu entspricht. In der Meditationspraxis scheitern Menschen oft an dem Irrtum, gutes Sitzen mit Yoga zu verwechseln. Gutes Sitzen ist aber nur die Voraussetzung f\u00fcr andere Erfahrungen oder Zust\u00e4nde, um die es geht. meistens basierend auf Weisheitslehren oder Zielen, die als universell gelten. Man lernt g\u00fcnstigerweise, sich so lange aus dem \u00dcben nicht zu entlassen, bis das \u00dcben einen entl\u00e4sst und man ein weiteres Feld betritt. Auch der leichtf\u00fc\u00dfige Schritt t\u00e4uscht gerne dar\u00fcber hinweg, dass es einen leichten Schritt an sich gar nicht gibt. Es ist die Regelm\u00e4\u00dfigkeit des mutigen Sprungs, der einen wissen l\u00e4sst, dass er gelingen kann, aber dass es keine Garantie daf\u00fcr gibt. Eine vollkommen durchtrainierte Stabhochspringerin analysierte jahrelang die Sekunde, in der sie d e n Fehler machte, der sie in den Rollstuhl brachte. Was, wenn ich keine Antwort finde? Was, wenn es keine gibt?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genau: was man sich nicht vorstellen konnte \u00fcber sich und von sich selbst, das kann doch auch eine angenehme \u00dcberraschung sein. 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