{"id":3214,"date":"2017-07-15T08:47:43","date_gmt":"2017-07-15T08:47:43","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3214"},"modified":"2017-07-15T15:05:27","modified_gmt":"2017-07-15T15:05:27","slug":"hohelied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3214","title":{"rendered":"Hohelied"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3215\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170715_103009-300x290.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170715_103009-300x290.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170715_103009-768x742.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170715_103009.jpg 959w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>So! Jetzt sind sie wieder da! Die &#8222;Gro\u00dfen Ferien&#8220;! Ich w\u00fcnsche allen 20 Millionen Urlaubsreisenden (allein nach Mallorca?) viel von all dem, was gebraucht wird im unnachgiebigen Zusammenr\u00fccken zwischen Stau und Badestrand, wieder strengeren Kontrollen am Brenner und was man nicht alles mit halbem Ohr h\u00f6rt wegen den notwendigen Graden des Unbeteiligtseins. Aber Wirkung des Geschehens, wir erinnern uns an den Wimpernschlag, der eine Tsunamiwelle ausl\u00f6sen kann, ist man auch nicht immer, denn wenn ich zum Beispiel als leidenschaftliche Landpomeranzin in die Stadt fahre, um mich dort mal ungest\u00f6rt umzuschauen, mache ich das meist in den Gro\u00dfen Ferien. Es gibt Parkpl\u00e4tze und man sieht auch mal etwas, was man sich aneignen m\u00f6chte und es auch tut. Wahrscheinlich sind bis heute Mittag eh schon fast alle, die k\u00f6nnen, weg, weil ich mal geh\u00f6rt habe, dass man fast \u00fcberall ab Samstagmittag buchen muss in den anarchischen Welten der Touristenbewegung, bis sich vielleicht eine Gegenbewegung aus den besuchten V\u00f6lkern anbahnt, die als Botschaft an weitere Generationen ihr Erkennen, dass keine massive Aufstockung der Finanzen alles rechtfertigen kann, weitergibt. Ja, wo ist denn mein Land, wo meine Leute&#8230;wann war das, als noch nicht alles verbaut und verstellt war und es noch Trinkwasser gab f\u00fcr die Einheimischen? Ich w\u00fcnsche also vor allem den Leuten auf und aus Mallorca (und Indonesien usw) alles Gute und wenig Schaden f\u00fcr ihren Einsatz, sich gegen das Unertr\u00e4gliche zu wehren und selbst Klarheit dar\u00fcber zu erlangen, wie es einmal gemeint gewesen h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, bevor es ausartete. Aber zur\u00fcck zu heute, denn, wie ich unterwegs zu schnellem Einkauf vernehme, ist nicht nur Stra\u00dfenverstopfung im Gange, sondern Kardinal Meisner, bzw seine stattliche H\u00fclle, wird von irgendwo hergebracht und im Dom zur letzten Ruhe gebettet. Was hei\u00dft hier Ruhe? Kardinal W\u00f6lki sagt\u00a0 im Autoradio auf dem Dauerbrenner WDR5, jaaa, bei allem, was so auch war, denn er war ja jahrelang &#8230;Sekret\u00e4r? bei Meisner und sie kannten sich gut, ja, da gab&#8217;s schon dies und jenes, und der Kardinal kannte ja seine Schw\u00e4chen, behauptet W\u00f6lki, war aber, wie er, W\u00f6lki selbst, ein unverbesserlicher Optimist in Richtung &#8222;ewiges Leben&#8220;, denn wer will schon nur Asche sein im Wind, nein, das will man doch nicht! Alles vergeht einmal, erz\u00e4hlt W\u00f6lki, selbst der Grabstein verwittert, aber die Seele!!!, nein!!!!, die geht in den Himmel zum Herrn, wo Meisner jetzt wahrscheinlich schon ist und mit der geb\u00fchrenden Gelassenheit\u00a0 auf das hektische Ausma\u00df seiner Trauerfeier blickt. Er hatte immer so ein kleines K\u00e4stchen bei sich, h\u00f6re ich vom noch lebenden Kardinal, das nannte er scherzhaft seine &#8222;Bundeslade&#8220;, da waren so Orden drin, wichtiges Zeug, mit dem der Mensch Meisner vielleicht hoffte, sich als fluide Seele im Oben ausweisen zu k\u00f6nnen, denn ja, er war strittig, aber es gab wohl auch einige, die ihn mochten. Kardinal W\u00f6lki ist unf\u00e4hig, daran zu zweifeln, dass er Meisner, oder was auch immer von dem dann \u00fcbriggeblieben ist,\u00a0 dort beim Herrn einst treffen wird. Kardinal Marx ist auch eingeladen&#8230;(!?!??) Gut, was geht&#8217;s mich an. Die Herren und ihre Gemeinde werden mich eh&#8216; nicht daran hindern, meine Gedanken in die Welt zu streamen, jetzt, wo endlich auch zwei V\u00e4ter mit ihren Kindern und zwei M\u00fctter mit ihren Kindern in die Ferien fahren k\u00f6nnen&#8230; obwohl ich mich schon ein wenig beklagen k\u00f6nnte, dass man uns unverheiratete Frauen so gar nicht bejubelt hat! Das fehlt noch! Oder sp\u00fcre ich da immer noch so einen ganz klitzekleinen Restbetrag von Rechtsdenken, ich meine hier nach rechts, also weg von der Herzgegend und rein in den rassistischen Hintergedanken? Mmmmmhhhhh? Deswegen singe ich jetzt ein Hohelied auf unverheiratete Frauen, die gegen keinerlei Gendervarianten irgendwas haben, und grunds\u00e4tzlich nichts gegen Frauen und M\u00e4nner, sondern die sich einfach Heirat gar nicht vorstellen k\u00f6nnen und allen Angeboten m\u00fchelos widerstanden haben. Auf diese Gruppe in der Geschichte der Menschheit singe ich heute ein Hohelied: lange m\u00f6gen sie leben und sich vermehren.<\/p>\n<p>Das Bild zeigt eine unverheiratete Frau, die pr\u00fcfend in die Vergangenheit starrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So! Jetzt sind sie wieder da! Die &#8222;Gro\u00dfen Ferien&#8220;! Ich w\u00fcnsche allen 20 Millionen Urlaubsreisenden (allein nach Mallorca?) viel von all dem, was gebraucht wird im unnachgiebigen Zusammenr\u00fccken zwischen Stau und Badestrand, wieder strengeren Kontrollen am Brenner und was man nicht alles mit halbem Ohr h\u00f6rt wegen den notwendigen Graden des Unbeteiligtseins. 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