{"id":3150,"date":"2017-07-08T08:49:27","date_gmt":"2017-07-08T08:49:27","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3150"},"modified":"2017-07-08T10:02:53","modified_gmt":"2017-07-08T10:02:53","slug":"seinshineinweisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3150","title":{"rendered":"Seins\/hin\/ein-weisen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3153\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_095708-246x300.png\" alt=\"\" width=\"246\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_095708-246x300.png 246w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_095708-768x935.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_095708-841x1024.png 841w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_095708.png 902w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3152\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_094512-300x283.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_094512-300x283.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_094512-768x726.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20170708_094512.jpg 1016w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Das linke Bild ist ein Fremdling aus &#8222;43 Sichtweisen&#8220;, und rechts ist eine Gro\u00dffamilie<br \/>\nin Lissabon, die mir ins Auge fiel. 9 wirre K\u00fcken st\u00e4ndig im Schlepptau, das ist auch<br \/>\nkein Klacks. Und man kann so selten vermitteln, was und warum einem was ans Herz<br \/>\ngreift, denn die Dinge sind zum Gl\u00fcck auch fl\u00fcchtig, und was sich an Lebendigem im<br \/>\nInneren vollzieht, hat seine eigenen Gesetze, die den geschriebenen Gesetzen der<br \/>\nGesellschaften nicht immer Folge leisten. Dann gibt es die Geister: die Geister aus<br \/>\nVergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Daher ist es auch schwer bzw. unm\u00f6glich,<br \/>\nunter Demonstranten wie jetzt z.B. in Hamburg, zu sehen, aus welcher Zeit heraus sie<br \/>\nagieren, aus welchen Traumata, aus welchen besiegelten Schicksalen, die keiner mehr<br \/>\nnachvollziehen kann oder will. Man muss ja nicht unbedingt in Angstzust\u00e4nde ausbrechen<br \/>\nbei so viel Vernichtungsbereitschaft, aber beunruhigen darf es schon. Ich w\u00e4re auch ganz<br \/>\nsch\u00f6n beunruhigt gewesen, wenn ich in Martin Luthers Zeit gelebt h\u00e4tte in dem Wissen,<br \/>\ndass dieser schlechtbelichtete Kerl an Hexenverfolgungen beteiligt war. Muss ich noch mehr<br \/>\nvon ihm verstehen? Wenn solche immer wieder stattfindenden Exzesse nach bitteren und<br \/>\nerschrockenen Einsichten zu mehr Wachsamkeit f\u00fchren statt zur Ablehnung der Menschheit,<br \/>\nist schon was gewonnen. Aber f\u00fcr welchen Preis? Die Gewalt war immer da, der Preis war<br \/>\nimmer hoch. Auch Moralvorstellungen sind so stark kulturell bzw. meist religi\u00f6s gepr\u00e4gt,<br \/>\ndass sie vor allem in multikulturellen Systemen kaum mehr anwendbar sind. Auch gilt es zu<br \/>\nerkennen, dass es in religi\u00f6s gepr\u00e4gten Kulturen, was ja die meisten sind, die moralische<br \/>\nLatte so hochgestellt wird, weil das von vorneherein gar nicht Erreichbare zu schuldigen<br \/>\nGef\u00fchlen f\u00fchrt, die viel besser kontrollierbar sind als ein humanes Vertrauen in die<br \/>\nF\u00e4higkeiten der Menschen, sich selbst zu organisieren, wenn ihnen ein Raum daf\u00fcr erm\u00f6glicht<br \/>\nwird. Auch den noch tagenden G20 Gipflern steht ein Raum zur Verf\u00fcgung, aber man versteht<br \/>\nschon auch ein paar Demonstrierende da drau\u00dfen, die ihren Unmut zeigen \u00fcber zur Zeit<br \/>\nherrschende Irrfahrten. Und wenn (zum Beispiel?) Millionen von Menschen durch ein paar<br \/>\n\u00dcbereinstimmungen vom Hungerstod bewahrt werden k\u00f6nnten und man nicht erwarten kann,<br \/>\ndass sich das bei aller anwesenden Macht umsetzen l\u00e4sst durch die sogenannte herrschende Riege,<br \/>\ndann ist Sprachlosigkeit mit Fragezeichen schon mal angesagt. Da k\u00f6nnte einem echt der Bissen<br \/>\nim Hals stecken bleiben.<\/p>\n<p>*************************************************************************************************************************************************************************************<\/p>\n<p>Mein R\u00e4tsel war nicht leicht, hier die L\u00f6sung: die Treppe f\u00fchrt in &#8222;Moyland&#8220; zu einer Ausstellung von Joseph Beuys.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das linke Bild ist ein Fremdling aus &#8222;43 Sichtweisen&#8220;, und rechts ist eine Gro\u00dffamilie in Lissabon, die mir ins Auge fiel. 9 wirre K\u00fcken st\u00e4ndig im Schlepptau, das ist auch kein Klacks. 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