{"id":2914,"date":"2017-06-15T07:22:24","date_gmt":"2017-06-15T07:22:24","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2914"},"modified":"2017-06-15T07:22:24","modified_gmt":"2017-06-15T07:22:24","slug":"mal-schauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2914","title":{"rendered":"mal schauen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2910\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_092814-300x248.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_092814-300x248.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_092814-768x634.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_092814-1024x846.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_092814.jpg 1298w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Wenn einem mal klar wird, dass, egal wie viel oder wie wenig ich aus meinem Blickfeld hinausgebe oder von dem \u00e4u\u00dferen Blickfeld hereinnehme, es ist und bleibt immer mein Blick, der d a s sieht, was mir, und nur mir, begegnet. Die Einigung auf eine \u00e4hnlich wahrnehmbare R\u00e4umlichkeit und eine Erkennbarkeit der Handlungsweisen ist Teil des Wunders der menschlichen Kommunikation, doch jede\/r ist dennoch gefangen bzw befreit in und durch die eigene Anwesenheit. Ich erlebe das gerade als ein neues Zugest\u00e4ndnis an den individuellen Ausdruck, hier wieder ganz im Sinn von individere, also ungeteilt. Damit ist nicht die mehr oder weniger sorgenvolle Bezogenheit auf das Ich gemeint, sondern eher das Vertrauen in den eigenen Reichtum der Erfahrungen, der es einem erm\u00f6glicht, sich selbst dem, was man als angemessen empfindet, n\u00e4her zu kommen. Oder dem eigenen, reflektierten Geist gerecht werden, indem ich da, wo ich auf F\u00f6rderliches f\u00fcr mich und andere treffe, unterst\u00fctzend wirken kann. Es gibt diese Idee einer intuitiven Seinsweise, die einen ohne reflektierende Beobachtung vorw\u00e4rts bringen soll. Ich finde, dass sich das auch bei K\u00fcnstlerInnen nicht wirklich bew\u00e4hrt hat. Das Wort und die Rekflektion m\u00f6gen nicht der letzte Ausdruck sein, und was hei\u00dft hier schon &#8222;letzter&#8220;? Wort und Reflektion sind untrennbar und gut miteinander aufgehoben im Zustand &#8222;freischwebender Aufmerksamkeit&#8220; Das l\u00e4sst sich\u00a0 verbal leicht\u00a0 verstehen, aber bedingt nicht ein\u00a0 Dorthingehen und sich da aufhalten. Das braucht eine Menge Klarheit in den Vorbereitungen. Dieser Zustand einer &#8222;Freiheit&#8220; im eigenen Raum ist unter vielen Bedingungen geboren, die dem Vorgang der Geburt nicht un\u00e4hnlich sind. Auch Ich-Vernichtung, wahrgenommen, reflektiert und erf\u00fchlt als eine erlebte Realit\u00e4t, kann einem neuen Phoenix Fl\u00fcgel verleihen. Selbst Asche birgt noch die M\u00f6glichkeit des Lebendigen. Der Blick also auf alles Erlebte ist mein eigener. Sch\u00f6n, wo er sich mit anderen Blicken trifft. Gut, wo er eigene Wege gehen muss. Wenn man lernt zu erlauschen, was jemand einem von eigener Wahrnehmung\u00a0 gerne schenkt, und schenkt mit gleicher Bereitschaft den eigenen Blick, sieht man hier Freude und Reichtum in Bewegung. Dieses Ergebnis schlie\u00dft einige Dinge aus: Meinung, Projektion, Verklickerungs &#8211; und Welterkl\u00e4rungstendenzen und, sei sie auch noch so wohlgemeinte, Belehrung. Dem eigenen Blick kann man erst trauen, wenn er sich selbst befreit.<\/p>\n<p>Das Bild habe ich gew\u00e4hlt, weil es sich durch diese schwarzen Krallen, die ich ganz zuletzt hineingepinselt habe, erst der Interpretation angeboten hat. Allerdings verleiht das auch dem Bild eine Sichtbarkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn einem mal klar wird, dass, egal wie viel oder wie wenig ich aus meinem Blickfeld hinausgebe oder von dem \u00e4u\u00dferen Blickfeld hereinnehme, es ist und bleibt immer mein Blick, der d a s sieht, was mir, und nur mir, begegnet. 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