{"id":2909,"date":"2017-06-14T07:52:07","date_gmt":"2017-06-14T07:52:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2909"},"modified":"2017-06-14T07:52:07","modified_gmt":"2017-06-14T07:52:07","slug":"afrika-gipfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2909","title":{"rendered":"Afrika-Gipfel"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2911\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_093220-238x300.jpg\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_093220-238x300.jpg 238w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_093220-768x968.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_093220-812x1024.jpg 812w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170613_093220.jpg 971w\" sizes=\"auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/><\/p>\n<p>(Wei\u00dfe Menschen sind Gottes Weg, um zu sagen &#8222;es tut mir leid&#8220;.)<\/p>\n<p>Diesen Spruch von Pope L. habe ich auf der Documenta photographiert, und ich finde, er passt sehr sch\u00f6n zum Afrika-Gipfel, wo mal wieder etwas energisch angegangen und verarbeitet wird von dem, was keiner wirklich sagen darf. Eine Freundin von mir hat ein Haus in der Toskana und erz\u00e4hlt mir von herumwandernden Afrikanern, die ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen und nach Arbeit suchen, statt in den neuen Ghettos herumzuh\u00e4ngen. Immerhin haben sie die \u00dcberfahrt \u00fcberlebt, auch nichts Selbstverst\u00e4ndliches mehr, nicht, dass es jemals selbst verst\u00e4ndlich war. Ich habe die Schwarz\/Wei\u00dfwelt ziemlich fr\u00fch in meinem Leben kennen gelernt. Als Musiker des Modern Jazz Quartett, mit denen ich damals befreundet war und im Jazz zuhause, mich auf meinem Hausboot in Berlin an einem Spreearm besuchten, klagten mich Angler an, ein Sexbusiness am Laufen zu haben. Schwarze Menschen!? Nein? Kein Training zB f\u00fcr die Deutschen, die sich so m\u00fchsam aus dem Nazisumpf herausgearbeitet haben, und nicht wirklich eine klare Meinung bilden k\u00f6nnen, wer\u00a0 letztendlich woher kommt und wohin gehen soll. Auch die Afrikaner f\u00fchlen sich wohler unter sich, sagt mir Mame aus Guinea. Da gibt&#8217;s nicht diese Fremdheit und diese Fragen in den Augen. Diesen erstaunlichen Farbunterschied. Auch in Indien, wenn schwarzh\u00e4utige Foreigners durchreisen, sind die Einheimischen befremdet, denn in ihrem Land gibt es vorprogrammierte Rassenschattierungen. Je schw\u00e4rzer die Haut, desto dunkelumw\u00f6lkter wird der betrachtende Blick. Die hellh\u00e4utigeren Frauen sch\u00fctzen sich vor der Sonne, und kosmetische Hellhautmacher sind ein Renner. Manchmal gibt auch eine helle Brahmanenfrau einem dunkleren Baby Geburt, das ist ihr nicht angenehm. Dieses verdammte Blut macht, was es will. Besorgt schaut sie vor allem auf die Zukunft der Tochter. Selbst die Hellh\u00e4utigen werden bei der Hochzeit hochgepudert in noch hellere Schattierungen. Allerdings birgt auch Wei\u00df eine Grenze. Die westlichen Menschen sind dann wieder zu wei\u00df, um angenehm aufzufallen. So mal als Erfahrung, gut. Aber zum Heiraten? Um Himmels Willen. Die, die es getan haben, werden bemitleidet, denn alle &#8222;wissen&#8220;, sie k\u00f6nnen es nur wegen Sex und Geld getan haben. Wer tut schon sowas. Einmal bin ich in Amerika mit einem schwarzen Studenten von der Stanford University nach New York getrampt, ich wei\u00df nicht mehr, wie es dazu kam. Niemand hat uns mitgenommen. Mir haben sie den Vogel gezeigt. Dann kommt noch dazu, dass die afrikanischen Frauen vor den afrikanischen M\u00e4nnern warnen. Was ist da alles schief gelaufen auf der Erde, das keiner mehr heilen kann!? Oder kann es noch? Auch vom Gesetz in die Herzen ist ein weiter Weg. Nur da, wo die K\u00fcnste sich ernsthaft bewegen, scheint es auf einmal Freir\u00e4ume f\u00fcr uns alle zu geben. Da, wo Menschsein und sein Ausdruck einen selbstverst\u00e4ndlichen Ort findet. Aber ach, auch da finden noch zu wenige hin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wei\u00dfe Menschen sind Gottes Weg, um zu sagen &#8222;es tut mir leid&#8220;.) Diesen Spruch von Pope L. habe ich auf der Documenta photographiert, und ich finde, er passt sehr sch\u00f6n zum Afrika-Gipfel, wo mal wieder etwas energisch angegangen und verarbeitet wird von dem, was keiner wirklich sagen darf. 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