{"id":2825,"date":"2017-06-02T08:38:49","date_gmt":"2017-06-02T08:38:49","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2825"},"modified":"2017-06-02T08:38:49","modified_gmt":"2017-06-02T08:38:49","slug":"paradiesisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2825","title":{"rendered":"paradiesisch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2826\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102418-104x300.jpg\" alt=\"\" width=\"104\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102418-104x300.jpg 104w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102418-355x1024.jpg 355w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102418.jpg 665w\" sizes=\"auto, (max-width: 104px) 100vw, 104px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2828\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102656-167x300.png\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102656-167x300.png 167w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102656.png 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2827\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102528-106x300.jpg\" alt=\"\" width=\"106\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102528-106x300.jpg 106w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102528-362x1024.jpg 362w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/20170602_102528.jpg 672w\" sizes=\"auto, (max-width: 106px) 100vw, 106px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manchmal habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, froh dar\u00fcber zu sein, dass wir in Deutschland die &#8222;H\u00f6lle&#8220; schon hinter uns haben, auch wenn es immer noch geistert. Auch der Abgrund hat eine Grenze, aus dem langsam die \u00dcberlebenden wieder auftauchen und sich zu neuen gesellschaftlichen Gebilden formieren. Auch wenn es nicht immer so aussieht, als fiele es den Menschen leicht, aus den Trag\u00f6dien und Katastrophen der Menschheit pers\u00f6nliche Konsequenzen zu ziehen, oder in wieder friedlicheren Zeiten die Schrecknisse geb\u00fchrend zu reflektieren, so ist es doch auch nicht zu bezweifeln, dass zumindest gleichbleibende Nachdenklichkeiten am Leben gehalten werden durch scheinbar unsterbliche Fragen, die sich durch die Geschichte ziehen, als h\u00e4tte noch keiner die Antwort gefunden und es muss weiterhin gegr\u00fcbelt werden. Und es gibt neue, immer klarere Sprachen, die es benennen k\u00f6nnen und dadurch eine potentielle M\u00f6glichkeit werden zur Umsetzung. Aber, wie gesagt, wir sehen die Welt so, wie wir sind und egal, was wir in unseren heimlichen Korridoren gebastelt haben und f\u00fcr auch immer wen wir uns halten, wir sind ein Ausdruck unserer Wahrnehmung und auch davon, wie wir wahrgenommen werden, da dieser Eindruck sich doch h\u00e4ufig unterscheidet von dem, was unser eigenes System uns erz\u00e4hlt. Dann noch die kulturellen Unterschiede, die ja kaum wegzudenken sind, solange sie existieren. Wenn also (pardon!) Donald Trump einmal in einem Artikel der Times\u00a0 als &#8222;Indra Avatar&#8220; vorgeschlagen\u00a0 wurde, der das Wissens-Mudra der rechten Hand zeigt, sp\u00fcrt man nicht den Wunsch, das in Deutschland erkl\u00e4ren zu wollen. Es ist ja erst ein paar Jahre her, dass den Indern vermittelt werden kann, dass Hitler eben kein von Gott gesandter Aufr\u00e4umer war, sondern die Verk\u00f6rperung der Banalit\u00e4t des B\u00f6sen, die ihre eigene ungute Mystik besitzt. Und\u00a0 nun leben viele von uns in einem Reichtum vielf\u00e4ltiger M\u00f6glichkeiten mit\u00a0 mehr als ges\u00e4ttigten Grundbed\u00fcrfnissen. Ein gut florierendes Land nach geleisteter Innenarbeit und kollektiven Gr\u00fcbelprozessen. Froh, von ein paar Menschen geh\u00f6rt zu haben, die nicht gepr\u00e4gt waren von entgleistem Menschenverhalten. Und was jetzt, im Paradies, mit Blick auf die G\u00e4rten der Erde? Eigenes Heim, gutes Essen, Zeit, sich um das zu k\u00fcmmern, was einem wesentlich erscheint, ohne das Herz zu verh\u00e4rten gegen den bet\u00e4ubenden Irrsinn menschlicher Handlungsweisen. Es kann ja nicht sein, dass es uns nichts angeht, denn \u00fcberall, wo wir uns aufhalten, k\u00f6nnen wir dem System Welt nicht entkommen. Vielleicht ist es gut, dass so viele wie m\u00f6glich wieder das &#8222;Sp\u00fcrbare&#8220; erschaffen und gestalten, hei\u00dft, was wir selbst sp\u00fcren als das, was wir sein k\u00f6nnen. Die Wertsch\u00e4tzung des Blickes vielleicht, oder das Ruhen in entspannender Wahrnehmung, gern auch zusammen. Die Bereitschaft, Ungesagtem Raum zu geben, und die Liebe f\u00fcr m\u00f6glich zu halten, das aufs sch\u00f6nste Erbl\u00fchte ebenso wie der bereitwillige Flug \u00fcber den Tellerrand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Manchmal habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, froh dar\u00fcber zu sein, dass wir in Deutschland die &#8222;H\u00f6lle&#8220; schon hinter uns haben, auch wenn es immer noch geistert. Auch der Abgrund hat eine Grenze, aus dem langsam die \u00dcberlebenden wieder auftauchen und sich zu neuen gesellschaftlichen Gebilden formieren. 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