{"id":2798,"date":"2017-05-30T08:52:05","date_gmt":"2017-05-30T08:52:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2798"},"modified":"2017-05-30T08:53:57","modified_gmt":"2017-05-30T08:53:57","slug":"streifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2798","title":{"rendered":"Streifen"},"content":{"rendered":"<div class=\"irc_mimg irc_hic iuRzfhcMlg6Y-lvVgf-rIiHk\">\n<div class=\"irc_mimg irc_hic iuRzfhcMlg6Y-lvVgf-rIiHk\"><a class=\"irc_mil i3597 iuRzfhcMlg6Y-zixyDjKkw5M\" tabindex=\"0\" href=\"http:\/\/proto.ink\/2016\/12\/15\/10-movies-you-must-watch-as-a-creater\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-noload=\"\" data-ved=\"0ahUKEwi3wezukZfUAhXoDMAKHXvRCksQjRwIBw\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"irc_mi\" src=\"http:\/\/proto.ink\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/636055955513037869162211565_movie.jpg\" alt=\"Bildergebnis f\u00fcr movie\" width=\"329\" height=\"219\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2799\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170426_102935-296x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170426_102935-296x300.jpg 296w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170426_102935-768x779.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170426_102935-1010x1024.jpg 1010w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/20170426_102935.jpg 1057w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"irc_mimg irc_hic iuRzfhcMlg6Y-lvVgf-rIiHk\"><\/div>\n<h1 class=\"irc_mimg irc_hic iuRzfhcMlg6Y-lvVgf-rIiHk\"><\/h1>\n<div class=\"irc_mimg irc_hic iuRzfhcMlg6Y-lvVgf-rIiHk\"><\/div>\n<div class=\"irc_mimg irc_hic iuRzfhcMlg6Y-lvVgf-rIiHk\">Wenn ich jedes Jahr ein paar Monate\u00a0 in Indien verbringe, sehe ich keine Filme. In den H\u00e4usern, in denen ich mich bewege, haben die Flatscreens zwar zugenommen, aber keineswegs die Qualit\u00e4t des Produzierten. Gut, die Inder haben mir mehrfach erkl\u00e4rt, als das alles in ihr Leben kam, dass das doch nur Filme seien, dazu noch Bollywood Filme, wo man wirklich nicht unentwegt hinschauen muss, aber das unentwegte Hinschauen hat auch stark zugenommen. Da ich keineswegs bereit bin, mich auf diesen Sog einzulassen, habe ich nur zwei Optionen, entweder um Abschalten bitten, oder eben gehen, was nicht gerne gesehen wird. Die meisten Menschen m\u00f6gen es, wenn man etwas mitmacht, und ich habe noch keinen indischen Menschen geh\u00f6rt, der zutiefst bedauert, dass es nun dieses Zusammensein ohne Fernsehen nicht mehr gibt. Alles verst\u00e4ndlich, und manchmal auch goldig, wenn ich dort ein paar Kinder auf dem Boden zusammen kauern sehe, die sich zusammen einen Film auf dem Smartphone anschauen. Goldig? Klar ist auch, dass meine Freude, am lebendigen Alltag der Inder teilhaben zu k\u00f6nnen, sich nicht unbedingt mit der Freude an ihrem eigenen Alltag deckt. So sagen sie gerne, dass Filme die B\u00fcrde des Alltags erleichtern. Es wird ja auch enorm viel getanzt in ihren Filmen, was den Schrecken der gezeigten Gewalt nicht wirklich mildert. Aber so kommt es dann, dass nach meiner R\u00fcckkehr in den Westen erstmal keinerlei Bed\u00fcrfnis nach Filmen in mir auftaucht. Wir haben nat\u00fcrlich auch eine Flatscreen, sie ist zwar im G\u00e4stezimmer, aber da sind nat\u00fcrlich noch die Computer, wo es dann immerhin die M\u00f6glichkeit gibt, selbst zu w\u00e4hlen, was und wann man was sehen will. Schon h\u00f6re ich, dass ich auf dem Weg bin, die Aliensprache zu sprechen, oder den Beschr\u00e4nktheitslingo. So geht es mir allerdings auch, wenn ich per Mail aus Indien gefragt werde &#8222;How r u? Spart man dabei was? Und wenn, was? Man will ja auf solche Fragen gar keine Antworten geben, nicht mal sich selbst. Oder sagen m\u00fcssen, dass man im Einst auf LSD die pr\u00e4chtige Kunst innerer Filmvorf\u00fchrung genie\u00dfen konnte, die ja auch ohne chemische Unterst\u00fctzung im Innern verf\u00fcgbar ist. Die Dinge k\u00f6nnen einfach nicht verglichen werden. Zur\u00fcck zu den Filmen. Dann habe ich nat\u00fcrlich dann mal einen Film sehen wollen und einen wunderbaren Film von Jim Jarmusch gesehen. (Night on earth) Wunderbar! Wenn die Kunst ber\u00fchren kann und das Staunen hervorkommt aus einem, dankt man doch gern den zust\u00e4ndigen Meistern. Und es gibt in jedem Feld die gro\u00dfartigen und umwerfenden \u00dcberraschungen. Gestern abend z.B., als die Bruthitze am Nachlassen war, wollte ich noch so lange wie m\u00f6glich am Abendfenster sitzen und den tiefbew\u00f6lkten Himmel betrachten. Da kam mir der Gedanke, auch mal zu schauen, was so bei Arte l\u00e4uft. Der gerade beginnende Film sah f\u00fcr meine Augen so langweilig aus, dass ich fast ausgemacht h\u00e4tte und h\u00e4tte nie gewusst, was f\u00fcr einen grandiosen Streifen ich hier vers\u00e4umt h\u00e4tte! Da bin ich dem Sog wirklich freiwillig erlegen. Der Geist, der hier t\u00e4tig war, und die Ruhe, mit dem das &#8222;Drama&#8220; sich entfalten konnte, hatte einen Reichtum, durch den ich mich beschenkt f\u00fchlte. Na ja, ich empfehle ihn ja offensichtlich jetzt. Er hei\u00dft &#8222;H\u00f6here Gewalt&#8220;. Sehenswert!<\/div>\n<div class=\"irc_mimg irc_hic iuRzfhcMlg6Y-lvVgf-rIiHk\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich jedes Jahr ein paar Monate\u00a0 in Indien verbringe, sehe ich keine Filme. In den H\u00e4usern, in denen ich mich bewege, haben die Flatscreens zwar zugenommen, aber keineswegs die Qualit\u00e4t des Produzierten. 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