{"id":24369,"date":"2026-10-03T08:21:38","date_gmt":"2026-10-03T08:21:38","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=24369"},"modified":"2026-10-03T10:53:01","modified_gmt":"2026-10-03T10:53:01","slug":"3-oktober-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=24369","title":{"rendered":"3.Oktober 2026"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24368\" style=\"width:419px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/20261002_155251.jpg 1962w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:64px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Es ist schon ziemlich anspruchsvoll, sich (vor allem dieses Jahr) dem Tag der deutschen Einheit gegen\u00fcbersitzen oder stehen zu sehen. Ich bin in Berlin geboren und war dann woanders in der Welt, bin aber, als die Mauer fiel, dort mit einem Freund angereist. Ich erinnere mich an Schussl\u00f6cher in den Geb\u00e4uden und an ein unbestimmtes Fr\u00f6steln all dem gegen\u00fcber, was wir zu verstehen versuchten. Leider kann man das Verstehenwollen nicht einfach lassen, auch wenn man unabh\u00e4ngig bleiben muss von den Resultaten. Da ist wohl auf beiden Seiten ein Teil des Kernes \u00fcbriggeblieben und hat auf verschiedene Art und Weise Schicksal erfahren. Eine erfundene Gottheit k\u00f6nnte sich ein \u00dcbungsfeld ausgedacht haben, indem sie vom scheinbar Gleichen es in zwei vollkommen unterschiedliche Verhaltenswege m\u00fcnden lie\u00df, die sich irgendwann so sehr entfremdeten, dass eine Anfeindung in Gang trat. Gemeinsam Menschliches wird nicht mehr zugelassen. Dabei tragen beide Seiten das Geheimnis ihrer Heilung in sich, denn weder macht sehr viel Materialanh\u00e4ufung gl\u00fccklich, noch kann man bestreiten, dass es im oft berechtigt klagenden Teil viel N\u00e4he und notwendiges Vertrauen in den Anderen gab. Das wurde dann gnadenlos ersch\u00fcttert, der Unmut blieb. Der anderen Seite ging es aber auch nicht so gut, sie gl\u00e4nzte nur mehr als Fassade. Aber hier brachen Krankheiten aus, die vorher noch keiner kannte, die Allergien gegen das Leben selbst nahmen zu. Denn was tut ein Mensch, wenn ihn oder sie die Herausforderungen des Spielfeldes nicht mehr anregen? Auch der Tod, beziehungsweise die Selbstzerfleischung ist keine L\u00f6sung. Und vielleicht geht es gar nicht um eine L\u00f6sung, sondern um so etwas wie einen Willen zum Menschsein, also zur\u00fcck zu der Frage, was f\u00fcr ein Mensch ich sein will, und was ich davon schon kann. (Und dass wir uns eines Tages nicht eingestehen m\u00fcssen, dass es die Maschinen doch besser k\u00f6nnen als wir). Menschsein als gescheitertes oder als gelungenes Experiment?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon ziemlich anspruchsvoll, sich (vor allem dieses Jahr) dem Tag der deutschen Einheit gegen\u00fcbersitzen oder stehen zu sehen. Ich bin in Berlin geboren und war dann woanders in der Welt, bin aber, als die Mauer fiel, dort mit einem Freund angereist. 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