{"id":24080,"date":"2026-08-21T07:50:44","date_gmt":"2026-08-21T07:50:44","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=24080"},"modified":"2026-08-21T07:50:44","modified_gmt":"2026-08-21T07:50:44","slug":"laurus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=24080","title":{"rendered":"laurus"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\" id=\"mwAUw\"><a class=\"mw-file-description\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Corona_alloro_laurea.JPG\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/3\/30\/Corona_alloro_laurea.JPG\/250px-Corona_alloro_laurea.JPG?utm_source=de.wikipedia.org&amp;utm_campaign=parser&amp;utm_content=thumbnail\" alt=\"\" style=\"width:416px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">laurus nobilis<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:62px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das muss sicherlich ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl gewesen sein f\u00fcr die vielen K\u00f6pfe und K\u00f6rper im geistigen und k\u00f6rperlichen Leistungssport, denen der Loorberkranz auf die angeblich edle Stirn gedr\u00fcckt wurde. Was wiederum hinter diesen Stirnen alles los war, wir wissen es nicht. Was wir allerdings beobachten k\u00f6nnen, ist, dass eine gewisse Gier nach dem Loorbeer sich erhalten hat. Vor allem der Mann m\u00f6chte seiner meist imaginierten Gro\u00dfartigkeit ein Denkmal setzen, also etwas, was \u00fcber seinen Tod hinaus noch herumsteht oder herumliegt oder an den W\u00e4nden h\u00e4ngt. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es nur gerecht, jedem &#8218;wahren&#8216; K\u00fcnstler einen Tempel mit angrenzender, gut beatmeter Lagerhalle zu schenken, damit das Werk den angemessenen Raum und Rahmen erh\u00e4lt. Viele  der Werke h\u00e4ngen und liegen ja schon herum in den Museumstempeln, aber da schafft es beiweitem nicht jede\/r rein. Die Musen sind streng, und ihre Instrumente k\u00f6nnen sich im Nu in Waffen verwandeln. Deswegen geht&#8217;s im Olymp wahrscheinlich ganz anders zu.  Savitri verl\u00e4sst wutschnaubend das heilige Opferfeuer des Sch\u00f6pfergottes, nachdem sie ihn einen verlogenen W\u00fcstling genannt hat und Schlimmeres. Plato l\u00e4sst die komfortabel fremdseiende Diotima \u00fcber etwas reden, was unter den Herren sonst kein Thema ist. Es wird da viel getrunken und gebildet gescherzet. Der Genuss des philosophischen Lorbeers wird gefeiert. Und bei allen beweisbaren \u00c4hnlichkeiten zwischen den Kulturen innerhalb des bekannten Zeitraumes, sieht es heute doch sehr anders aus. Oder ist es auch nur ein neues Kost\u00fcm, oder Opfer und T\u00e4ter haben die Rollen vertauscht. Oder die Frauen, um die es hier wenig ging, ziehen einfach weiter, tief hiein ins Unbeirrte, w\u00e4hrend die als seltsame Halbg\u00f6tter auftretenden Gesch\u00f6pfe sich die K\u00f6pfe einschlagen oder sich gegenseitig die Rechenzentren neiden oder vernichten. Laut wiehernd galloppiert das Feuerpferd durch die aschenen W\u00e4lder. Vertrocknet h\u00e4ngt der Lorbeer am Haken. Das kann man auch als gute Nachricht lesen.<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das muss sicherlich ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl gewesen sein f\u00fcr die vielen K\u00f6pfe und K\u00f6rper im geistigen und k\u00f6rperlichen Leistungssport, denen der Loorberkranz auf die angeblich edle Stirn gedr\u00fcckt wurde. Was wiederum hinter diesen Stirnen alles los war, wir wissen es nicht. 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