{"id":23824,"date":"2026-07-10T07:55:41","date_gmt":"2026-07-10T07:55:41","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=23824"},"modified":"2026-07-10T07:59:52","modified_gmt":"2026-07-10T07:59:52","slug":"wurzeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=23824","title":{"rendered":"wurzeln"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23823\" style=\"width:416px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260706_164437.jpg 2044w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Als die Sechziger Jahre auf ihrem pl\u00f6tzlichen Hoch herumgipfelten, reiste ich mit dem damals ber\u00fchmt\/ber\u00fcchtigten &#8218;Living Theater&#8216; durch einen Gro\u00dfteil der Welt. Julian Beck und Judith Malina, geniale Theaterk\u00f6pfe, nannten die wilde Truppe gern einen Streitwagen, &#8218;Jaggernaut&#8216;, eine Kampftruppe f\u00fcr den Frieden und f\u00fcr die Freiheit. Wir dr\u00e4ngten uns freiwillig in Polizeiautos, sie fanden uns unbequem. F\u00fcr einen etwas l\u00e4ngeren Moment war das sogenannte &#8218;Establishment&#8216; in Unruhe geraten, diese scheinbare Unkontrollierbarkeit war unbekannt. Nach Sturm und Drang, so wusste man&#8217;s, kehrten alle freiwillig zur\u00fcck und \u00fcbernahmen ihre Lebensverantwortung. D i e aber blieben und kamen nicht mehr zur\u00fcck. Sie waren ausgestiegen, hatten die Matrix verlassen. CIA  Agenten wurden ausgesandt, um Nachforschung anzustellen. Indien wurde die Hebamme der neuen Menschwerdung. Das konnte in den Medien nie so richtig berichtet werden, denn wenn man selbst ein Kind dieser Geburtengebung war oder gar eine\/r der Initiator\/innen, wusste man bereits so einiges von dem menschlichen Wunsch, in Freiheit zu leben, und seinen Bedingungen, die sich komplexer gestalteten, als man dachte. Was ich an der derzeitigen Entwicklung interessant finde ist (u.a.), dass ausgerechnet Peter Thiel sich derart feindlich der ganzen Sechziger Jahre Bewegung gegen\u00fcber \u00e4u\u00dfert, denn, in der Tat, der Banianbaum sch\u00e4gt weiterhin seine tausendj\u00e4hrigen Wurzels\u00e4ulen in den Sand, und so sieht auf einmal der von sich selbst versklavte Techmilliard\u00e4r den gehorsamsresistenten Hippie ziemlich gut \u00fcberleben, und ja, er erkennt in ihm den Feind. Der\/die Unkontrollierbare wird zum Feind. Daher, f\u00e4llt mir dabei Hannah Arendt ein, hat keiner das Recht zu gehorchen<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als die Sechziger Jahre auf ihrem pl\u00f6tzlichen Hoch herumgipfelten, reiste ich mit dem damals ber\u00fchmt\/ber\u00fcchtigten &#8218;Living Theater&#8216; durch einen Gro\u00dfteil der Welt. Julian Beck und Judith Malina, geniale Theaterk\u00f6pfe, nannten die wilde Truppe gern einen Streitwagen, &#8218;Jaggernaut&#8216;, eine Kampftruppe f\u00fcr den Frieden und f\u00fcr die Freiheit. 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