{"id":23420,"date":"2026-04-27T08:09:53","date_gmt":"2026-04-27T08:09:53","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=23420"},"modified":"2026-04-27T08:09:53","modified_gmt":"2026-04-27T08:09:53","slug":"beim-kuenstler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=23420","title":{"rendered":"beim K\u00fcnstler"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"796\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260427_091229-796x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23419\" style=\"aspect-ratio:0.7773379602194855;width:356px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260427_091229-796x1024.jpg 796w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260427_091229-233x300.jpg 233w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260427_091229-768x988.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260427_091229.jpg 1191w\" sizes=\"auto, (max-width: 796px) 100vw, 796px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Photo: Henrike Robert<\/h6>\n\n\n\n<div style=\"height:66px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Figur da oben in dem Bild bin ich, in einer Spiegelinstallation von Anish Kapoor gesehen. Wir sind zu seiner Ausstellung in Duisburg gefahren, ins Lehmbruck Museum. F\u00fcr mich war es so ein bisschen wie &#8218;Mal wieder auf was richtig Spannendes gefasst sein d\u00fcrfen&#8216;, man ist ja auch verw\u00f6hnt und kann die Werke der Besten als Anregung nehmen. Hier also Vorbereitung aufs Staunenswerte, und dann gleich eine ganze Dosis davon. Man wandelt an einem Spiegellabyrinth vorbei, verschwindet darin, wird zerlegt und wieder neu zusammengef\u00fcgt, erzeugt mit Anderen spannende Kunstwerke, die sich in schier endlosen Dimensionen erzeugen und aufl\u00f6sen. Und ja, im Weiteren tritt man dann zum Beispiel ein in einen Rosenquarzhain, der soll ja eine herzerquickliche Wirkung haben, dieser Rosenquarz&#8230;aber nein, sagt der W\u00e4rter auf meine Frage, ob er da was von sp\u00fcrt, und &#8217;nein, sagt er, gar nichts. Bis dahin habe ich mich schon etwas ins Staunen transportieren lassen. Anish Kapoor ist britischer Inder oder indischer Brite, und beides ist auf exzellenteste Art zusammgekommen. Perfekte Form, tiefe Deutung. Und man kann sich erfreuen an der Tiefe der Form, die dem Geist schwindelerregende Erfahrung erm\u00f6glicht. Das allerschw\u00e4rzeste  Schwarz hat er sich bunkern lassen, der Meister, niemand sonst darf es benutzen, Klagen wurden eingereicht. Aber es ist sein Schwarz, das eine derartige Schw\u00e4rze erzeugt, sodass es jede Form verschluckt. Aber dann, ein paar Schritte weiter und schon einen Hauch ins Ekstatische gleitend, ich, sehe dann das Wei\u00df. Die gro\u00dffl\u00e4chige, wei\u00dfe Wand mit einer wei\u00dfen Rundung im Irgendwo. Und sitzt das kaum sichtbare Rund ganz pr\u00e4zise inmitten des Nichts?, auf das man jetzt starrt. Denn man kann vor dieser Wand nichts anderes tun als starren. Es ist ein Werk von Anish Kapoor, ein Meisterwerk. Man kann dort Sitzschemel holen und Zeit nehmen f\u00fcrs Wasauchimmer. Jemand aus einer Gruppe bot mir einen Schemel an, und so staunte ich auf einmal \u00fcber diese Menschen, wie sie gebannt auf das Wei\u00df starrten und z.B. bemerkten, wie sich der kaum sichtbare H\u00fcgel verflacht und eins wird mit dem Nichts. Dieses Nichts hat Wirkung! Es ist ein Nichts von Anish Kapoor. Erstaunlich, sagte ein Mann, wenn auf einmal nichts da ist. Und dass man trotzdem so viel erlebt beim Hineinschauen. Ohne Steckdose.   <\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Photo: Henrike Robert Die Figur da oben in dem Bild bin ich, in einer Spiegelinstallation von Anish Kapoor gesehen. Wir sind zu seiner Ausstellung in Duisburg gefahren, ins Lehmbruck Museum. 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