{"id":23389,"date":"2026-04-23T08:02:55","date_gmt":"2026-04-23T08:02:55","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=23389"},"modified":"2026-04-23T08:18:07","modified_gmt":"2026-04-23T08:18:07","slug":"merom-chacha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=23389","title":{"rendered":"Merom Chacha"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23388\" style=\"width:427px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260414_165753-1.jpg 1983w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:49px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">In dem indischen Ort, in dem ich viele Jahre meines Lebens verbrachte, gab es einen Mann, an den ich mich heute erinnert habe. Wir nanntn ihn &#8218;Merom Chacha&#8216;, sowas wie &#8218;jedermanns Onkel&#8216;. Er hatte in der Mitte des Bazaars einen winzigen Laden, der vollgestopft war mit allerlei Werkzeugen, und wir alle gingen dorthin, um irgendwas von ihm reparieren zu lassen. Er war aber nicht nur ein reparierender Onkel aus einer sehr tiefgelegenen Kaste, sondern es musste mal aufgefallen sein, dass er auch sehr weise war. Man ging also hin, setzte sich auf einen gereichten Schemel vor die gef\u00fcllte L\u00fccke, trank ein gutes Glas Chai und es war egal, wie lange der Vorgang dauerte, denn man hatte immer gute Gespr\u00e4che mit ihm. Er hatte die Bescheidenheit eines Menschen, der gar nicht auf die Idee kommt, etwas zu bedeuten, strahlte jedoch  einen nat\u00fcrlichen Stolz auf seine F\u00e4higkeit aus, beste L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme zu finden. Damals hatte ich einen sch\u00f6nen Stab mit einem aufgesetzten Totenkopf aus Rhinozerushorn, und eines Tages war ein Riss in der Mitte des Stabes. Ich brachte ihn zu Merom Chacha, der sich sofort an die Arbeit machte, aber um einen oder zwei Tage Zeit bat. Als ich zum Abholen kam, traute ich meinen Auge kaum, denn der Stab war verziert mit dem wunderbarsten Messing Design und machte ihn tats\u00e4chlich zu einem &#8218;magic wand&#8216;. Er und seine Familie wohnten am \u00e4u\u00dfersten Rande des Dorfes, da, wo die \u00c4rmsten wohnen. Einmal war ich dort, um zu schauen, wie er lebt. Es war wie der Eintritt in ein M\u00e4rchenland, vieles t\u00f6nte und schwang herum, das Meiste an Materie war selbstgemacht. Mir fiel auf, dass seine Frau einen sehr gl\u00fccklichen Eindruck machte, sie liebte seine Besonderheit. Er war ein K\u00fcnstler. Obwohl ihn alle so sch\u00e4tzten, wurde er, so h\u00f6rte ich eines Tages, aus dem Bazaar vertrieben. Seit die halbe Welt antanzte ud Zeug kaufen wollte, hatte man einen Preis f\u00fcr seinen Platz geboten, und er verlor ihn. Wir verloren ihn auch, denn er starb kurz danach. Merom Chacha. <\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem indischen Ort, in dem ich viele Jahre meines Lebens verbrachte, gab es einen Mann, an den ich mich heute erinnert habe. Wir nanntn ihn &#8218;Merom Chacha&#8216;, sowas wie &#8218;jedermanns Onkel&#8216;. 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