{"id":2331,"date":"2017-04-04T09:18:35","date_gmt":"2017-04-04T09:18:35","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2331"},"modified":"2017-04-04T10:58:42","modified_gmt":"2017-04-04T10:58:42","slug":"bio-o-bio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2331","title":{"rendered":"Bio-o-Bio"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2338\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_120826-220x300.png\" alt=\"\" width=\"337\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_120826-220x300.png 220w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_120826.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2337\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_115214-178x300.jpg\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_115214-178x300.jpg 178w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_115214-768x1292.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_115214-609x1024.jpg 609w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/20170404_115214.jpg 1053w\" sizes=\"auto, (max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/p>\n<p>Da steht es, das Wort, das ich heute noch ungern ausspreche, aber mich daran gew\u00f6hnt habe, es mit dem dankbaren Grundgef\u00fchl zu vereinen, dass ich auf etwas gesto\u00dfen bin, das meiner Pers\u00f6nlichkeitsstruktur vielleicht nicht wirklich entspricht, aber sich doch durchgesetzt hat als wertgesch\u00e4tzte Lebensqualit\u00e4t. Wenn ich bin, was ich esse, dann bin ich in der Tat lieber Biogem\u00fcse als Schweinshaxe. \u00dcberall lauert allerdings auch die Gefahr eines unauff\u00e4lligen Kastensystems, sodass die Schulung zur Weisheit hier ebenfalls angebracht ist und in der Tiefe verstanden wird, dass der Mensch frei ist, zu w\u00e4hlen. In meinen Indien-Beitr\u00e4gen habe ich\u00a0 etwas Nennenswertes vergessen zu erz\u00e4hlen, n\u00e4mlich, dass das ganze Dorf vegetarisch ist bzw isst. Kein Fisch (nur Fischf\u00fctterung), kein Ei (weder Hahn noch Hennen), kein Fleisch (nur auf dem Schwarzmarkt). Sie h\u00e4tten eine zeitlose Besonderheit des Dorfes daraus machen k\u00f6nnen, w\u00e4re einerseits die Anziehung an das Verbotene nicht immer so gro\u00df. andrerseits die Giftmengen (DDT aus dem Westen) so reichhaltig in allem enthalten, sodass mich zu meiner \u00dcberraschung die Einheimischen auf meine Frage, ob sie denn einen Geheimtip h\u00e4tten von nichtgiftspritzenden Gem\u00fcseh\u00e4ndlern, mitleidig anschauen und mir sagen, dass Ungespritztes schon lange nicht mehr zu haben ist. Nichts ist giftlos. Meine kleine Tasche, die ich als Fluggep\u00e4ck dabei habe (au\u00dfer der gr\u00f6\u00dferen), ist angef\u00fcllt mit Biomaterialien, die mal hier, mal da hineingestreut werden k\u00f6nnen, sozusagen als Sonnenstrahlen in den Giftkeller. Was sind denn das f\u00fcr winzige Samen?, erkundigt sich Lali bei einem Besuch, erstaunt, dass sie in einer K\u00fcche etwas Unbekanntes entdeckt. &#8222;Chia-Samen&#8220;, strahle ich \u00fcberzeugend, eine Art Wesensnahrung, die den illusion\u00e4ren Ekstaseebenen spirituellen Trainings nicht un\u00e4hnlich ist. Es ist eine Erfahrung von Qualit\u00e4t, der man zumutet, Gewaltiges zu bewirken. Wie sch\u00f6n, dass es Biol\u00e4den gibt. Alles sieht so gehaltvoll aus. Ja, auch hier gibt es Skandale, werden illegale Vorg\u00e4nge aufgedeckt, aber bitte, im Verh\u00e4ltnis zu der wohl\u00fcberpr\u00fcften Ware!, ist das ja wohl tragbar. Der Betrug lauert \u00fcberall. Indien hat eine gewisse Ber\u00fcchtigtheit (?) erlangt durch kleingeistiges Betr\u00fcgen, an dem oft mehr Menschen zugrunde gehen als an gr\u00f6\u00dferen Betr\u00fcgereien. Ach ja, Alkohol ist im Dorf dort auch verboten. In der Zwischenzeit torkelt regelm\u00e4\u00dfig mal jemand durch den Bazaar, bewusstlos bis halbtot von dem lokal gebrauten Whisky. Da lob ich mir doch so ein wohltuendes Weinchen aus dem Bioladen. Ja und dann, weil ganz pers\u00f6nlich so hell begeistert von der Poesie der Nahrungsquelle, wurden wir eingeladen zu einer Messe (Bio Provider), wo sehr viele Menschen, die einem vertraut vorkamen f\u00fcr einen Augenblick, exzellente Nahrung anboten und von derselben Art Menschen angel\u00e4chelt wurden wie sie selbst. Weniger (auch von mir) gef\u00fcrchtetes Rotb\u00e4ckchen und Heidekraut, sondern eher Intelligenz am Werke, am Werke der eigenen Existenz und der der Nachkommen. Man tut auch hier, was man kann, und wenn man es kann, f\u00fchlt man sich gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da steht es, das Wort, das ich heute noch ungern ausspreche, aber mich daran gew\u00f6hnt habe, es mit dem dankbaren Grundgef\u00fchl zu vereinen, dass ich auf etwas gesto\u00dfen bin, das meiner Pers\u00f6nlichkeitsstruktur vielleicht nicht wirklich entspricht, aber sich doch durchgesetzt hat als wertgesch\u00e4tzte Lebensqualit\u00e4t. 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