{"id":2306,"date":"2017-03-31T08:59:42","date_gmt":"2017-03-31T08:59:42","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2306"},"modified":"2017-03-31T09:06:13","modified_gmt":"2017-03-31T09:06:13","slug":"hueterinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2306","title":{"rendered":"H\u00fcterInnen (?)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2309\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095426-85x300.png\" alt=\"\" width=\"85\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095426-85x300.png 85w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095426-291x1024.png 291w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095426.png 499w\" sizes=\"auto, (max-width: 85px) 100vw, 85px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2307\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095057-260x300.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095057-260x300.jpg 260w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095057-768x887.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095057-886x1024.jpg 886w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095057.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2308\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095341-86x300.png\" alt=\"\" width=\"86\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095341-86x300.png 86w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095341-294x1024.png 294w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170331_095341.png 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 86px) 100vw, 86px\" \/><\/p>\n<p>Kaum bin ich gelandet, kann ich mir das Morgenland kaum mehr vorstellen. Wie &#8222;wirklich&#8220; kann alles gewesen sein, was grad so nat\u00fcrlich\u00a0 schien im Sinne von seiner lebendigen Leuchtkraft. Nicht, dass ich&#8217;s bezweifle. Was bezweifeln? Dass die Illusionsebene \u00fcberall ihre Macht aus\u00fcbt, und man wachsam sein muss im \u00dcberall, dass man von den Formen und Formalit\u00e4ten nicht zu sehr gefangen wird? Gestern konnte ich mich in einem Gespr\u00e4ch daran erinnern, wie ich in Deutschland letzte Woche ankam. Gewohnt an die \u00fcbliche Passkontrolle mit den todernsten Menschen drin in den engen Sitzkapseln, die immer noch Spuren in mir wecken k\u00f6nnen von einer bestimmten, sicherlich auch neuerweckten Kollektiv-Angst, deutscher K\u00e4lte zu begegnen, als w\u00e4re man durch einen negativ geladenen Zauberstab auf einmal zum Alien eines gegen\u00fcberstehenden Gehirns mutiert. Oder noch schlimmer: zum Feind. Ich war nicht gewappnet, als ich auf einmal vor der Passkontrollmaschine stand. Noch war da ein Mensch, eine Frau, bem\u00fcht, uns als die neuen Unwissenden zu belehren, wie man sein wichtiges Papier\u00a0 durch die neue Anordnung schleust, damit sich die K\u00f6rpersperre 1 vor einem \u00f6ffnet und K\u00f6rpersperre 2 offenbart. Da wird man mit grellstem Licht ganzk\u00f6rperlich geblitzt und ist erschrocken f\u00fcr eine Blitzsekunde, wie man aussieht nach dem 8-Stundenflug. Sieht man wirklich so aus, oder ist es das grelle Licht am Grenz\u00fcbergang!!??? Kommen Sie mal her, sagt die Polizistin zu mir, die das alles von vorne bewacht, bzw von hinter den Durchg\u00e4ngen, kommen Sie mal her. Ja?! Wenn Sie an der gelben Linie richtig gestanden und vor dem Blitzer nicht gez\u00f6gert h\u00e4tten, w\u00e4re alles reibungslos abgelaufen!, erkl\u00e4rt sie mir meinen ihrer Meinung nach Aus-der Reihe-Tanzschritt, an den ich mich erinnere als\u00a0 &#8222;Was issen hier los?&#8220;. In meiner Erinnerung kommt es mir so vor, als w\u00e4re mir der Mund offenstehen geblieben, denn sonst h\u00e4tte ich ja was sagen k\u00f6nnen, aber es kam kein Wort. Man ist ja froh, wenn man davonkommt. Das liegt nicht nur in meinem deutschen Blut, sondern auch an der selbst erzeugten Illegalit\u00e4t sp\u00e4terer Jahre, zB das Reisen mit einem Totenkopf aus den Katakomben von Palermo usw, hat diese Angst immer am Leben halten k\u00f6nnen, ist sie doch latent vorhanden als Angst auch vor dem deutschen Geist, der so Unglaubliches denken und vollbringen konnte und kann, aber auch in der Selbstzerst\u00f6rung Meister war. Wenn ich in Indien auf die frische Neugier nach L\u00e4ndern antworte, erntet Deutschland immer Beifall. Fr\u00fcher wurde auch Hitler als Held eines gigantischen Epos gesehen, denn alle glaubten, nur Gott pers\u00f6nlich k\u00f6nne einem Menschen so viel &#8222;Macht&#8220; geben, so wie bei &#8222;Ravan&#8220; halt, dem indischen B\u00f6sewicht. Vielleicht h\u00e4tte ich &#8222;Untergang des Abendlandes&#8220; doch mal gr\u00fcndlicher lesen sollen. (Noch stehen sie da dr\u00fcben in der Bibliothek, die beiden B\u00e4nde von Spengler,\u00a0 B\u00fccher meines im Damals verschwundenen Vaters, auch so ein sprachlich kultiviertes Genie seiner Tage, bis er abgeholt wurde, um sein bereits erloschenes Land zu verteidigen). Sicherlich sind alle wesentlichen Frage offenn geblieben. Gehen wir unter, oder sind wir die H\u00fcterInnen der Flamme? Immer wieder neu zu bedenken, ob es ein Oben gibt und ein Unten, oder ein Hier und ein Dort, und durch was es formiert und gedeutet wird, und wodurch es geworden ist und ist, was es ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum bin ich gelandet, kann ich mir das Morgenland kaum mehr vorstellen. Wie &#8222;wirklich&#8220; kann alles gewesen sein, was grad so nat\u00fcrlich\u00a0 schien im Sinne von seiner lebendigen Leuchtkraft. Nicht, dass ich&#8217;s bezweifle. Was bezweifeln? 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