{"id":22993,"date":"2026-02-16T10:00:56","date_gmt":"2026-02-16T10:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=22993"},"modified":"2026-02-16T15:11:30","modified_gmt":"2026-02-16T15:11:30","slug":"rosen-montag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=22993","title":{"rendered":"(Rosen) Montag"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"806\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260216_100734-1024x806.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22992\" style=\"aspect-ratio:1.2704814330506515;width:427px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260216_100734-1024x806.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260216_100734-300x236.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260216_100734-768x605.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260216_100734-1536x1210.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260216_100734-2048x1613.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:43px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gro\u00dfe und \u00f6ffentliche Feste k\u00f6nnen einem viel Einblick erm\u00f6glichen in die Volkst\u00fcmlichkeiten, wo es auch die Frage gibt, wessen Geistes Kind man ist, nicht ohne Bezug zu dem, was man als &#8218;Ganzes&#8216; empfindet. So feiern in Teilen Deutschlands gerade die sogenannten &#8218;Jecken&#8216; ihren hochpolitischen Beitrag zum offenherzigen Menschentum. Von wegen die Deutschen h\u00e4tten keinen Humor, man muss nur wissen, wo er sitzt und was seine jeweiligen Bedingungen sind. Das kollektiv gelungene, erstaunliche Herzhaftlachen dient dem Zweck zu zeigen, wer man auch sein k\u00f6nnte oder gar ist, und das bei aller Tollerei in begrenztem Schutzraum. Man l\u00e4sst kurzzeitig zu, was in einem steckt, und  erg\u00e4nzt es mit dazupassenden Acessoires, Kost\u00fcm genannt. Gleichzeitig l\u00e4uft in Indien eines der gr\u00f6\u00dften Feste ab, Mahashivaratri. Ratri, die Nacht, soll durchwacht werden, also von gestern auf heute in den Rosenmontag hinein, weil Shiva, der aschenbedeckte Gott, hier seinen ber\u00fchmten Tanz darbietet, trunken und wild und unbez\u00e4hmbar. \u00dcber die phallischen Formen im Au\u00dfen und in den Tempeln rinnt den ganzen darauffolgenden Tag lang milchige Fl\u00fcssigkeit, man kann der trunkenen Atmosph\u00e4re kaum entkommen. Giftige Substanzen werden durch die Gegend getragen, die man auf dem Markt geb\u00fcndelt kaufen kann. Denn man erz\u00e4hlt von ihm, dem Gott, dass er das Gift schadlos absorbieren kann, weshalb er (auch) der mit der blauen Kehle genannt wird. In solchen Festen werden Formen des Wahnsinns normalisiert, die menschliche  Neigung zur Entgleisung wird durch Rituale aufgefangen, und dann hat das auch wieder ein festgesetztes Ende. Es kommt der Aschermittwoch, und Asche (Shiva&#8217;s bevorzugtes Outfit) redet Klartext. Die menschliche Psyche  braucht Freiheit, Rahmen und Ritual, um sich zurechtzufinden in sich selbst, und dadurch in der Welt. Warum, ob und \u00fcberhaupt man an diesen Festivit\u00e4ten teilnimmt, bleibt dem oder der Einzelnen \u00fcberlassen. <\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe und \u00f6ffentliche Feste k\u00f6nnen einem viel Einblick erm\u00f6glichen in die Volkst\u00fcmlichkeiten, wo es auch die Frage gibt, wessen Geistes Kind man ist, nicht ohne Bezug zu dem, was man als &#8218;Ganzes&#8216; empfindet. So feiern in Teilen Deutschlands gerade die sogenannten &#8218;Jecken&#8216; ihren hochpolitischen Beitrag zum offenherzigen Menschentum. 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