{"id":22610,"date":"2025-12-12T07:48:55","date_gmt":"2025-12-12T07:48:55","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=22610"},"modified":"2025-12-12T07:48:55","modified_gmt":"2025-12-12T07:48:55","slug":"huldigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=22610","title":{"rendered":"huldigen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"704\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20251211_092509-704x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22612\" style=\"aspect-ratio:0.6875081972333134;width:331px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20251211_092509-704x1024.jpg 704w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20251211_092509-206x300.jpg 206w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20251211_092509-768x1117.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20251211_092509-1057x1536.jpg 1057w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20251211_092509-1409x2048.jpg 1409w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20251211_092509.jpg 1580w\" sizes=\"auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:46px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ich denke, man kann es von allen weltlichen Erscheinungen sagen, dass sie zwei Seiten haben, auch wenn die Erz\u00e4hlungen uns manchmal anderes glauben machen m\u00f6chten. Ist T\u00e4towiertwerden oder blaues Haar oder Yoga gut f\u00fcr alle? Eine Antwort ist, dass man vieles willkommen hei\u00dfen kann, aber wenn etwas nicht im Einklang ist mit dem Wesen der eigenen Sache, l\u00e4sst man es lieber bleiben. Nat\u00fcrlich muss man lernen zu unterscheiden. Einmal habe ich in Kathmandu einen buddhistischen Lama gefragt, ob es ihm nichts ausmacht, dass so viele Leute einfach um den Tempel herumrennen und irgendwas vor sich hinmurmeln (nat\u00fcrlich nicht irgendwas, sondern ein Mantra), ohne die Tiefen dieser geistigen Anregungen zu reflektieren? Er meinte, es sei immerhin besser, als \u00fcber die Nachbarn zu quasseln, auch dar\u00fcber kann man getrost geteilter Meinung sein. Eine \u00e4hnliche Frage habe ich sp\u00e4ter in Indien einer Lehrerin w\u00e4hrend meiner Yogapraxis gestellt, und sie meinte, es w\u00fcrde sich immer um die paar wenigen lohnen, die ernsthaft bei der Sache sind. Nun kann man sich schon mal wundern, wenn man durch deutsche D\u00f6rfer f\u00e4hrt, dass dort auf Plakaten Yogaklassen angeboten werden. Man geht wohin, lernt mit bis zum Diplom, und macht dann eine Schule auf, klar, why not. Auf jeden Fall hilft es, die verschwurbelte Mystik um die Yogaerfahrung herum etwas zu lockern, oder schaut, was man selbst, aus uralter Schulung kommend, noch ernst nimmt. Nun ja, diese eher meditative Lebensweise scheint sich, vermutlich und haupts\u00e4chlich wegen der vielen Stunden und Tage und Wochen in Stille, also im Wortlosen, doch irgendwie bew\u00e4hrt zu haben. Wir haben schon Erfahrung gemacht davon, was wir unter einem guten Leben verstehen. Ich denke auch, dass es ganz viel mit der Einstellung zum Leiden zu tun hat und &#8218;if you know how to suffer, you suffer less&#8216;. Vielleicht mehr innerer Raum zur Verf\u00fcgung, die Freude am Licht in der Dunkelheit. Die Freiheit und Souver\u00e4nit\u00e4t der eigenen Reisebetrachtung. Die Erfahrung des Universums als einem lebendigen Wesen, dem man die Intelligenz des Sch\u00f6pfens zutraut. Sch\u00f6pfung als Kunstwerk, f\u00fcr das Yoga eine Huldigungchance erm\u00f6glicht. Die bereitwillige Verneigung vor der Schatzkammer.<\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich denke, man kann es von allen weltlichen Erscheinungen sagen, dass sie zwei Seiten haben, auch wenn die Erz\u00e4hlungen uns manchmal anderes glauben machen m\u00f6chten. Ist T\u00e4towiertwerden oder blaues Haar oder Yoga gut f\u00fcr alle? 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