{"id":2225,"date":"2017-03-20T21:51:52","date_gmt":"2017-03-20T21:51:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2225"},"modified":"2017-03-20T21:51:52","modified_gmt":"2017-03-20T21:51:52","slug":"noch-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2225","title":{"rendered":"noch (essen)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2226\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095605-300x278.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095605-300x278.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095605-768x710.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095605-1024x947.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095605.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2227\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095642-300x274.jpg\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095642-300x274.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095642-768x702.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095642-1024x935.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170320_095642.jpg 1178w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/p>\n<p>Na bitte, schon ganz im Ausklang meines Erlebens wird mir ein bei mir auffallend fehlendes Thema zugespielt, und zwar durch den gestrigen Tag, wo &#8222;wir&#8220; alle kalt gegessen haben: das Essen. Das ber\u00fchmte indische Essen. Ich verbringe gerade zwei verborgene Tage (weil \u00fcberall schon abgemeldet) bei Shivani, die Kochkurse gibt und Meisterk\u00f6chin ist. Ihr Wesen giert nach Perfektion in jeder Hinsicht, und die Vorbereitungen f\u00fcr diese paar Dinge auf dem Teller links oben im Bild haben Stunden gedauert. Sie hat auch auf dem oberen Stockwerk drei, mit endlosen Kochkursen reichhaltig finanzierte R\u00e4ume eingerichtet f\u00fcr KochkursteilnehmerInnen oder auch Menschen, die mal auf exzellenten Matratzen und seidig-blumigen \u00dcberz\u00fcgen und elegant gestaltetem Badezimmer (und hervorragendem Welan) ein paar Tage verbringen m\u00f6chten wie das junge Paar aus Bombay, das oben in einem der Zimmer wohnt, und beide angenehmst unterhaltsam und freien Geistes sind. Sie macht ihr PhD , und er kommt von einer so reichen Familie, erz\u00e4hlte er am Nachmittag, dass seine Eltern, selbst wenn sie keinen Finger mehr r\u00fchren w\u00fcrden, genug Geld h\u00e4tten f\u00fcr alle Mitglieder des Clans bis zu ihrem seligen Ende. Die Eltern r\u00fchren aber immer noch Finger, sodass er sich entschieden hat, vor allem Geld f\u00fcr (s)ein Leben auszugeben, statt immer mehr anzuh\u00e4ufen. Zum Gl\u00fcck gehen seine Interessen in eine gute Richtung, er leitet eine Dramaschule in Bombay, was, wie bekannt, nicht reich werden l\u00e4sst, bzw noch reicher. Ja, mit ihnen haben wir den Shitala-Mata Essens- Vorbereitungs-Marathon gemeinsam genossen und sehr viel gelacht, auch \u00fcber Shitala Mata, was erfrischend war. Auch die beiden wussten nur, was man da macht. Man isst eben kalt, und am ganz fr\u00fchen Morgen macht man Puja. Ich wei\u00df jetzt auch nicht mehr so genau, ob man sich wirklich kundtun muss, oder einfach den Tag mit kaltem Essen genie\u00dfen, man sieht ja oben, dass viel Leckeres dabei ist. Alles ist speziell nur f\u00fcr diesen Tag zugeschneidert. Es gibt zwei Arten von Pakora, ein mit Kirchererbsenmehl und eins mit Linsen zubereitet, dann eine s\u00fc\u00dfe Yoghurtspeise mit schwimmenden B\u00e4llchen drin, dann Reispudding und Puris, die heute die Chapattis ersetzen. Und ja!, nur an dem Tag gibt es (oben im linken Bild das dunkelste Item): W\u00fcstenblumengem\u00fcse, das teuerste Gem\u00fcse Indiens! Es f\u00e4llt auf, dass ich kein Kochbuch schreiben k\u00f6nnte, bin dann aber doch erfreut, zwei so anregende Essensphotos gemacht haben zu k\u00f6nnen, bei denen ich dabei war. Wenn ich mal krank war in den letzten Jahren, hat Shivani ihren Servant mit Essen zu mir geschickt, danach war ich immer gut durchge\u00f6lt und kam wieder m\u00fchelos in Fahrt. Vor Indern verschweige ich oft, was ich gerne koche und esse, deswegen wird mir am Ufer von Brahmanen ab und zu mal Mehl geschenkt, weil Inder sich ein Leben ohne Chapattis nicht vorstellen k\u00f6nnen. Klar, sage ich, mache ich auch Chapattis, aber nicht wirklich. Das Mehl geht an Manju. Der Servant von Shivani hat in der Fr\u00fche die Essenssachen auf dem rechten Teller oben gebracht. Das sind die \u00fcberall in den H\u00e4usern gekochten Teile, \u00fcberall gleich gebacken und gleich schmeckend. Sie sind kaum gew\u00fcrzt, denn es war ja Tag der K\u00fchle. Ashok, Shivanis Mann, erz\u00e4hlt mir beim morgendlichen Kaltknabbern, dass seine Mutter die aufbewahrbaren Shitala-Mata- Essens-Sachen in solchen Ausma\u00dfen hergestellt hat, dass die Familie davon noch drei Wochen hinterher essen musste oder vielleicht waren sie ja ganz gl\u00fccklich dar\u00fcber. Was mich jetzt so ein bisschen begeistert, ist die Tatsache, dass Inder ihre Rituale trotz aller Unkenntnis dar\u00fcber so ernst nehmen, dass man davon ausgehen kann, gestern in keinem einzigen Haus ein Feuer vorzufinden. Was w\u00fcrden die Nachbarn sagen!, wenn man am brennenden Herd erwischt w\u00fcrde! Dann stelle ich mir pers\u00f6nlich vor: eine feuerlose Stadt. Vielleicht hier und da ein paar heimliche Teekochvorg\u00e4nge, sonst: Stille. Keine Teigknetung, kein dreimaliges Auffahren von Gem\u00fcse. Die Frauen haben dann frei, hei\u00dft es. Doch wer isst das alles.!? Und Shivani erkl\u00e4rt mir, dass man dann Zeit hat, alles durchzuwaschen. Na bitte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Na bitte, schon ganz im Ausklang meines Erlebens wird mir ein bei mir auffallend fehlendes Thema zugespielt, und zwar durch den gestrigen Tag, wo &#8222;wir&#8220; alle kalt gegessen haben: das Essen. Das ber\u00fchmte indische Essen. 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