{"id":2203,"date":"2017-03-18T01:28:07","date_gmt":"2017-03-18T01:28:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2203"},"modified":"2017-03-18T01:28:07","modified_gmt":"2017-03-18T01:28:07","slug":"abschied-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2203","title":{"rendered":"Abschied gestalten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2206\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_103216-168x300.jpg\" alt=\"\" width=\"234\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_103216-168x300.jpg 168w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_103216-768x1369.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_103216-574x1024.jpg 574w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_103216.jpg 1044w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2207\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_1713281-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_1713281-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_1713281-768x1366.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_1713281-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170317_1713281.jpg 1075w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/p>\n<p>Auch der Abschied kommt scheinbar wie von selbst. Auf einmal ist er wieder da, so, als w\u00fcsste man\u2019s nicht, auch den Tag und die Stunde, und was damit verbunden ist. Ob es gelungen ist, das gestaltete Leben bis hin zum Abschied. Heute war ich schon am \u00dcberlegen, ob ich nochmal hinaus will in die Runde, sozusagen bis zum letzten Tropfen genie\u00dfen, was man geliebt hat. Oder andere, kluge Entscheidungen f\u00e4llen: vorher schon rausgehen aus dem Gewohnheitskreisel, und den Transit aus einer anderen Ecke her genie\u00dfen: wie gesagt, den Abschied gestalten. Die interessanteste Variante dieser Abschiedsgestaltung ist nat\u00fcrlich der Tod. Neulich in einem Gespr\u00e4ch kam der Gedanke auf, dass Abschied, auch Tod, erlitten mit Krankheit so bestimmt wird von der Abwesenheit gesunden Erlebens. Daher ist es sicherlich ratsam, sich zumindest um bestm\u00f6gliche Qualit\u00e4t des Lebens zu bem\u00fchen, auch wenn bestimmte k\u00f6rperliche Vorg\u00e4nge nicht zu vermeiden sind. Aber das Nachlassen einer bestimmten nach au\u00dfen gerichteten Energie hilft ja gerade der Losl\u00f6sung, die einen unter guten Umst\u00e4nden auch erheitern kann. Man l\u00e4sst Andere gerne fortf\u00fchren, was man selbst nicht mehr muss. Daher ist jeder Abschied durchaus auch ein kleiner Tod, oder zumindest eine Vorbereitung auf den letztendlichen Moment, der allerdings eine ganz andere Realit\u00e4t mit sich bringt.: man kommt nicht mehr zur\u00fcck, oder auf keinen Fall als die, die man gerne war. Dann ja!, die geistigen Ausuferungen \u00fcber ein m\u00f6gliches Weiter! Ich war auch mal tief \u00fcberzeugt, dass Reinkarnieren ein Fakt ist, aber irgendwann hat es aufgeh\u00f6rt, mich zu interessieren.<br \/>\nUnd nun ist auch hier vor Ort meine Entscheidung gefallen. Sie war bereits im Anlauf, aber dann kam der entscheidende Nu: der Sadhu, der in der N\u00e4he haust und mich gerne als geistige Schwester sieht, bringt mir zum zweiten Mal seinen an einem Lehmfeuerchen gekochten Chai, zuckers\u00fc\u00dfer Tee. Einen dritten will ich nicht. Gestern hat er erz\u00e4hlt, er w\u00e4re in der Nacht beraubt worden um alles, was er hatte. Mein Gehirn verweigert eine Meinung dar\u00fcber. Ich bin besch\u00e4ftigt. Adieu! Du f\u00fcr mich sch\u00f6nster aller Ausblicke der Welt! Tief, tief regen sich Liebe und Dankbarkeit. Ja, ich tue das Meinige, aber das Geschenkte, wie in der Liebe an sich, zeigt nirgendwo ein Ma\u00df, mit dem man es messen k\u00f6nnte. Das Raumschiff zieht seine Bahn. Ich reise mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch der Abschied kommt scheinbar wie von selbst. Auf einmal ist er wieder da, so, als w\u00fcsste man\u2019s nicht, auch den Tag und die Stunde, und was damit verbunden ist. 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