{"id":2166,"date":"2017-03-17T04:46:28","date_gmt":"2017-03-17T04:46:28","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2166"},"modified":"2017-03-17T04:46:28","modified_gmt":"2017-03-17T04:46:28","slug":"westwaerts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2166","title":{"rendered":"westw\u00e4rts"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2182\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170313_1914511-103x300.png\" alt=\"\" width=\"119\" height=\"347\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2181\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20160903_145556-174x300.png\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20160903_145556-174x300.png 174w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20160903_145556-768x1324.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20160903_145556-594x1024.png 594w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20160903_145556.png 1028w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/p>\n<p>Stimmt &#8211; der innere Blick beginnt schon, sich westw\u00e4rts zu richten. In einer Woche verlasse ich den zutiefst von mir empfundenen Ort. Das lebendige Gro\u00dfreich der Farben und Formen lebt ohne mich weiter, lockert schon seinen Griff an mir, l\u00e4sst mich los, l\u00e4sst mich gehen. Die aufsteigende Hitze hilft, die \u00dcbung der vielen Jahre auch. Das Kommen und Gehen zwischen zwei Welten, die mir beide gleicherma\u00dfen vertraut sind und am Herzen liegen mit ihrem jeweiligen Reichtum, ihren H\u00f6hen und Tiefen, ihrer Politik, ihren Geschichten und ihrer Geschichte &#8211; und was ich von beiden Seiten lernen und erleben konnte und kann w\u00e4hrend der Zeit, die meine war und meine ist. Dass ich die tiefe Zufriedenheit erfahre, im Osten wie im Westen meine eigene Welt, vor allem auch durch und mit Anderen, zu gestalten, sodass es in mir nun eine schlichte und feine Ausgewogenheit erzeugt. Ich merke, dass in den letzten Tagen der innere Freiraum sich weitet. Ich k\u00f6nnte es auch eine zunehmende Leere nennen, durch die sich das \u00e4u\u00dfere Drama des indischen Lebens zu l\u00f6sen beginnt und Raum entsteht f\u00fcr das Andere, wo verlockende T\u00f6ne der Freundschaft und Liebe mich rufen, die sind schon auch anders als das, was mich hier zu poetischem Sein anregt, w\u00e4hrend meine eher verborgene Arbeit des Schreibens sich doch ganz ordentlich im Praktischen aufh\u00e4lt. Nun ja, wie man es sieht. Teilhabe an diesem luxuri\u00f6sen Angebot Indiens und ihre Wertsch\u00e4tzung an der Seinsweise des Sitzens und Schauens (und Staunens).<br \/>\nDa kommt der nackte Aschenmann wieder vorbei. Tats\u00e4chlich! Er tr\u00e4gt rechts ein Schwert und links einen Schl\u00fcsselbund! Beides glitzert in der Morgensonne. Eben, dass man auf so etwas schauen kann und darin noch die Gr\u00f6\u00dfe und Sch\u00f6nheit dieser Kultur sehen kann, die f\u00fcr unsere westliche Vorstellung von den Dingen ein immenses Zulassen des Unvorstellbaren pr\u00e4sentiert, das den Geist erweitern und auch auf sehr erheiternde Weise die zeitlose Weisheit immer wieder aufs Neue vermitteln kann. Achach, mein geliebtes Indien! Von wem h\u00e4tte ich das pure Staunen bessre lernen k\u00f6nnen als von dir! Eine Erde mit einer Atmosph\u00e4re, die meditatives\u00a0 Denken hervorbringt, anregt und n\u00e4hrt! Und ein Geist, der auch noch einen akkuraten Begriff daf\u00fcr findet! Tapassya Boomi: Boomi ist ein Kosewort f\u00fcr die Erde, so wie M\u00fctterchen Erde, und Tapassya, das tiefe Kontemplieren, das sie erm\u00f6glicht und schenkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stimmt &#8211; der innere Blick beginnt schon, sich westw\u00e4rts zu richten. 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