{"id":2134,"date":"2017-03-08T01:52:18","date_gmt":"2017-03-08T01:52:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2134"},"modified":"2017-03-08T04:14:58","modified_gmt":"2017-03-08T04:14:58","slug":"heiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2134","title":{"rendered":"hei\u00df"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2135\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170308_0627211-168x300.jpg\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170308_0627211-168x300.jpg 168w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170308_0627211-768x1371.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170308_0627211-574x1024.jpg 574w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/20170308_0627211.jpg 1066w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/> Siesta<\/p>\n<p>Hat was, die Hitze. Die Morgende und Abende sind angenehm und ausgewogen, dann kommen die Stunden, wo es besser ist, nicht hinauszugehen, denn die Hitze zehrt auf ihre Weise. Es gibt neue Zeitr\u00e4ume, die zur Verf\u00fcgung stehen. Wo ist eigentlich das Buch von dem Rinpoche, das ich unbedingt zu Ende lesen wollte!? Selten so wenig gelesen, fiel mir gar nicht weiter auf. Einerseits ist da der eigene Rhythmus, und dann ergeben sich dazwischen die Dinge. Sie kommen auf mich zu und f\u00fchren zu spontanen \u00c4nderungen im Ablauf. Zwei Tage Jaipur mit akzeptablem Essen, ja. Aber dann doch gerne wieder hantieren in meiner alchemischen Mini-K\u00fcchen-Ecke, reduziert, aber doch alles da, um mich selbst zu \u00fcberraschen. Wenn das elektrische Licht ausgeht, alles trotzdem finden. Nat\u00fcrlich auch Kerze und Feuerzeug. Seit wir Foreigners hier sind, gibt es bessere Kerzen. Wenn ich erz\u00e4hle, dass wir in Deutschland Kerzen lieben und oft brennen haben, sind die Inder erstaunt. Das Einfach-eine-Kerze-anmachen kennen sie nur von uns. Im M\u00e4rz und in der Mitte der Hitze erreicht das Gef\u00fchl von vollem Drinsein seine nat\u00fcrliche Grenze. Auch f\u00fcr die Einheimischen ist es immer ein Abschied, wenn wir gehen. Das Leben ver\u00e4ndert sich. Warum kommst du nicht im Mai, sagt Shivani, da haben wir nichts zu tun. Im Mai! OmG! Schwitzen unter sirrenden Ventilatoren! Wissen, dass kein echter Monsoon mehr auf dem Weg ist. Blutd\u00fcrstige Armeen von Moskitos hinter jedem Fleckchen Haut her. Dengue Fieber! Nicht mehr funktionierendes Antibiotika, entweder Mensch oder Moskito wurden dagegen immun. W\u00e4re man hier, w\u00e4re es nat\u00fcrlich ganz anders. Um 6 Uhr fr\u00fch schon wieder zuhause in einer schattigen H\u00f6hle oder Halle, wo man ungest\u00f6rt bis abends den Tag gestalten kann in luftigem Gew\u00e4nder-Komfort &#8230;Tuch und Turban. Die wollenen Dinge sind eh alle schon gewaschen und weggefaltet. Wohl dem bzw. der, die einen tip-top Lagerraum zur Verf\u00fcgung hat, um in der zeitlos besungenen Truhe, nun eine Blechkiste mit gutem Verschluss, das unterzubringen, was nicht unbedingt mit in den Okzident muss. Es kann einen auch immer wieder mal nach Monaten von Abwesenheit erfreuen, das vorzufinden, was man nie vermisst h\u00e4tte. Ach echt, da ist ja noch das kleine Elefantenholzkistchen mit dem goldenen, roten und schwarzen Siegellack drin! Und der Schlafsack, den Leslie mir zur\u00fcckgelassen und selbst nie benutzt hat, der aber sehr teuer war, denn man kann in ihm noch bei Minus 41 Grad \u00fcberleben. So was wirft man doch nicht einfach weg. Was, wenn ich mal wieder mit dem Kamel unterwegs bin! Sera Chokri! Always awake. Wo ich am zehnten Tag mit Pawan, dem Kamelbesitzer, am Shivaberg ankam und von einem Sadhu zum Essen eingeladen wurde, der in einem uralten Tempel einen Platz hatte, der war wie von G\u00f6ttern erbaut. Unten im Fels lief reines Wasser in ein Becken. Achach.Und ringsum nur Stille und Raum, von allen Seiten eine Sicht bis an die W\u00f6lbung der Erde.<br \/>\nUnten auf dem Marktplatz beginnen die Vorbereitungen f\u00fcr \u201eHoli\u201c, nicht zu verwechseln mit \u201eholy\u201c. Abende und N\u00e4chte mit Trommeln und Stimmungssteigerung bis zum Vollmond. Noch ist Zeit. Gef\u00fcrchtete Gruppen von Israelis reisen an, um sich im Farbenrausch auszutoben. Na ja, Schritt f\u00fcr Schritt. Ich bin ja heute erst wieder richtig angekommen. Alles sch\u00f6n im Flu\u00df halten&#8230;Nu um Nu.<\/p>\n<p>Dann noch ein Memory-Click bei der R\u00fcckkehr vom See: 8.3.!<br \/>\nFrauentag! Das Erste, was mir hier vor Ort meistens dazu einf\u00e4llt ist, dass Frauen heute &#8222;freies&#8220; Busfahren haben. Auf groteskeste Weise f\u00fchren diese Ideen, vermutlich von gutmeinenden Herren ausgebr\u00fctet, genau zu dem, was eh schon da ist: kein Platz f\u00fcr die Frau, die sich nun in die \u00fcberf\u00fcllten Busse rangelt, oder durchs Fenster geschoben wird, damit sie das Geschenk auch wahrnehmen kann. Ich bin auch schon ganz vorsichtig geworden mit dem &#8222;Es tut sich was&#8220;, wenn immer auf Delhi oder Bombay hingewiesen werden muss, wo sich angeblich was tut, fragt sich nur, was. Die wahrnehmbare Bewegung erinnert mich schon etwas an die Sixties im Westen, wo trotz allem Irrsinn doch wichtige Beschr\u00e4nkungen ge\u00f6ffnet wurden. Auch der Weg nach Indien war ein Resultat davon. So ist es augenscheinlich f\u00fcr die junge indische Generation der Weg in den Westen. Zumindest sind sie dem westliche Einfluss total ausgesetzt, und die englische Sprache ein Muss. Da lass ich die komplexe Flut des Themas einfach stehen f\u00fcr heute. Einen guten Tag w\u00fcnsche ich planetenweit. Eine Jede tue weiterhin und unerm\u00fcdlich, was sie kann. M\u00f6ge das zu geistiger Erm\u00fcdung neigende Auge allerseits und allerortens hochschrecken und sich in ad\u00e4quatem Wachsein stabilisieren!<br \/>\nMere varsan jaia na khali!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siesta Hat was, die Hitze. Die Morgende und Abende sind angenehm und ausgewogen, dann kommen die Stunden, wo es besser ist, nicht hinauszugehen, denn die Hitze zehrt auf ihre Weise. Es gibt neue Zeitr\u00e4ume, die zur Verf\u00fcgung stehen. Wo ist eigentlich das Buch von dem Rinpoche, das ich unbedingt zu Ende lesen wollte!? 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