{"id":21167,"date":"2025-02-28T08:51:50","date_gmt":"2025-02-28T08:51:50","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=21167"},"modified":"2025-02-28T08:51:50","modified_gmt":"2025-02-28T08:51:50","slug":"carnevale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=21167","title":{"rendered":"carnevale"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1003\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250225_164929-1003x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21166\" style=\"width:369px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250225_164929-1003x1024.jpg 1003w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250225_164929-294x300.jpg 294w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250225_164929-768x784.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250225_164929-rotated.jpg 1422w\" sizes=\"auto, (max-width: 1003px) 100vw, 1003px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wenn man einmal irgendwo hingezogen ist, wo zum Beispiel die Sprache anders ist, oder der Dialekt, oder der Humor, oder die Feste, oder die Bekleidung usw., dann kann das einem ziemlich fremdartig vorkommen. Was ja vollkommen in Ordnung ist, denn was befremdet einen auf dieser Erde nicht alles. Denn unersch\u00f6pflich ist die Fundgrube des menschlichen Ausdenkens, und noch ist keine Grenze in Sicht. So kann auch der Karnival verbl\u00fcffen, wenn die sogenannten Jecken sich in die &#8218;rauschhafte Gemeinschaftung&#8216; st\u00fcrzen und dort jemand sein k\u00f6nnen, wer sie sonst nicht sind. Klar, das ist reizvoll, mal bewusst und offen sichtlich die Maske aufzusetzen, oder aber abzulegen, denn es sieht da, wo alle jeck sind, ja keiner die Ausnahmen, also in dem Falle die, die auch sonst so sind, und nun auf einmal im Taumel der vor\u00fcbergehenden Gleichgesinntheit einen Durchschnaufer genie\u00dfen k\u00f6nnen. Allerdings kann ich aus Erfahrung nur in meine Kindheit zur\u00fcckschauen, wo man an &#8218;Fasching&#8216; (in Berlin) w\u00e4hlen durfte, wer man sein wollte, und so konnte man sich in die gew\u00fcnschte Form hineinversetzen und man hatte nat\u00fcrlich Gl\u00fcck, wenn das alles von Haus aus wunschgem\u00e4\u00df angefertigt werden konnte. Aber man sieht ja Bilder und kann sich mal eine Stunk-Sitzung anschauen. Es gibt da im Publikum einen Ausgelassenheitszwang, aber auch authentisch fr\u00f6hliche Naturen, die so etwas wirklich feiern k\u00f6nnen, das Schunkeln und das Mitsingen, und das Glitzern ihrer  Kost\u00fcmierung, und sich selbst als n\u00e4rrisches Wesen, und die Anderen als n\u00e4rrsches Volk. Dann die Talente, die dazugeh\u00f6ren, um so eine Show auf die Beine zu bringen. Da ist schon der eine oder andere Witz dabei, und jetzt habe ich mich da in etwas hineingewurmt, wor\u00fcber ich eigentlich (Harald Welzer mag das Wort &#8218;eigentlich&#8216; nicht) gar nichts sagen kann, weil ich das Ganze ja r\u00e4tselhaft finde, so, wie wenn ich mal bei einer WM ein Fu\u00dfballspiel sehe und weder die Ges\u00e4nge der Fans kenne, noch ihre Kost\u00fcmierungen nachvollziehen kann. Aber gerade d i e sind vielleicht der Schl\u00fcssel dieser Faszination, eben: wer will vor allem gar nicht sich selbst sein, und wer endlich mal so, wie er oder sie wirklich ist. Und wie w\u00fcrde denn das Kost\u00fcm aussehen, wenn man tats\u00e4chlich &#8217;nur&#8216; als sich selbst gehen und feiern wollte (etcetera).<\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man einmal irgendwo hingezogen ist, wo zum Beispiel die Sprache anders ist, oder der Dialekt, oder der Humor, oder die Feste, oder die Bekleidung usw., dann kann das einem ziemlich fremdartig vorkommen. Was ja vollkommen in Ordnung ist, denn was befremdet einen auf dieser Erde nicht alles. 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