{"id":20998,"date":"2025-01-27T08:47:19","date_gmt":"2025-01-27T08:47:19","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20998"},"modified":"2025-01-27T12:07:50","modified_gmt":"2025-01-27T12:07:50","slug":"20998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20998","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"990\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250125_094457-990x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20997\" style=\"width:379px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250125_094457-990x1024.jpg 990w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250125_094457-290x300.jpg 290w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250125_094457-768x795.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250125_094457-1484x1536.jpg 1484w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20250125_094457.jpg 1844w\" sizes=\"auto, (max-width: 990px) 100vw, 990px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:44px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Selbst wenn man morgens zwecks Schnellinformation die neu hereingekommenen Zeilen \u00fcberfliegt, kann einem schwindelig werden, und es kann niemanden wundern, dass geistige \u00dcberforderung eine zunehmend beunruhigende Krankheit werden wird, beziehungsweise bereits ist. Neulich habe ich in einer Gespr\u00e4chsrunde Harald Welzer darauf hinweisen h\u00f6ren, dass neben den undendlich komplexen Themen, die seit der digitalen Revolution auf uns zustr\u00f6men, die meisten Menschen au\u00dferdem ja noch immer ihre ganz pers\u00f6nlichen Alltagsaufgaben zu bew\u00e4ltigen haben, was dazu f\u00fchrt, dass jede\/r zwar das Gef\u00fchl hat, einigerma\u00dfen mithalten und mitreden zu k\u00f6nnen, aber herzlich wenig Zeit bleibt f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung, ob das, was ich zu wissen glaube, sich auch tats\u00e4chlich umsetzt, und vor allem: wie. Mir kommt es erforderlich vor, dass ich erst einmal meine eigenen Themen oder Werte verstehen und nennen kann, um auf diesem Weg zu den gesellschaftlichen und politischen Themen zu kommen. Ich pers\u00f6nlich mag die Bedeutung dessen, was &#8218;am Herzen liegt&#8216;, damit ich mich nicht verwirren lasse von der ungeheuren Masse der zu bedenkenden Dinge. Die Nennung meiner eigenen Wertvorstellungen f\u00fchrt auf jeden Fall nicht nur heraus aus der h\u00e4uslichen Blase, wie es jedes ernsthaft durchdachte Thema tut, sondern ich erschaffe mir dadurch einen gewissen Anker im ozeanischen Weltgef\u00fcge, der es mir erleichtert, Anwesenheit zu erlangen, indem ich mit meinem Wesen in Verbindung stehe. Nein, es ist nicht automatisch verbunden, den diese Vorstellung ist ein herumgeisternder Irrtum, der zwangsweise in einen Mangel an Einsch\u00e4tzung f\u00fchrt. Auch K\u00fcnste bleiben nicht einfach da, auch wenn sie mal gut ausgef\u00fchrt wurden. Aber ohne st\u00e4ndige Neubetrachtung erlahmt alles Kreative und gleitet, oft kaum wahrgenommen, vom Lebendigen ins Leblose. Das ist zum Beispiel auch, wenn wir uns fragen, wie es sein kann, dass manche Gehirne gewisse ungeheuerlichen Dinge schmieden, ohne sich direkt f\u00fcr die katastrophalen Wirkungen solcher Ausgeburten verantwortlich zu f\u00fchlen. So hilft erst einmal das tiefere Hineinschauen, um dann beim Hinausschauen die Zusammenh\u00e4nge besser erfassen zu k\u00f6nnen.<\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbst wenn man morgens zwecks Schnellinformation die neu hereingekommenen Zeilen \u00fcberfliegt, kann einem schwindelig werden, und es kann niemanden wundern, dass geistige \u00dcberforderung eine zunehmend beunruhigende Krankheit werden wird, beziehungsweise bereits ist. 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