{"id":20767,"date":"2024-12-17T09:03:27","date_gmt":"2024-12-17T09:03:27","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20767"},"modified":"2024-12-17T16:13:03","modified_gmt":"2024-12-17T16:13:03","slug":"glauben-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20767","title":{"rendered":"glauben"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1007\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241215_105657-1-1007x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20766\" style=\"width:354px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241215_105657-1-1007x1024.jpg 1007w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241215_105657-1-295x300.jpg 295w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241215_105657-1-768x781.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241215_105657-1-1511x1536.jpg 1511w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241215_105657-1.jpg 1804w\" sizes=\"auto, (max-width: 1007px) 100vw, 1007px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:44px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Sobald ich in meinem Leben dar\u00fcber nachdenken konnte, war mir das &#8218;Glauben&#8216; an irgendwas und irgendwen suspekt, oder war es zuerst nur der christliche Glaube, in dem man in diesem Land automatisch aufw\u00e4chst, wo es irgendwie dazu geh\u00f6rt, dass man eine Kirche von innen kennt. An meine Konfirmation kann ich mich partout nicht erinnern, aber an den Satz, der mir dabei gegeben wurde und den ich nie vergessen habe. Und zwar schien er mir damals einfach normal, eben was zum Auswendiglernen, w\u00e4hrend ich ihn viel sp\u00e4ter geradezu sezierte. Wie?, er trug unsere Krankheit?, und lud auf sich unsere Schmerzen? Es kann ja sein, dass Tiefgl\u00e4ubige das best\u00e4tigen k\u00f6nnen, denn sie haben ihre Last mehr oder weniger abgegeben, weil der Herr angeblich alles besser managen kann. Und der Glaube soll ja Berge versetzen k\u00f6nnen. Gerade erinnere ich mich an die Erz\u00e4hlung einer Frau, die durch eine Schneelawine irgendwo in einem Luftloch gefangen war und sich durchgebetet hat bis zur Befreiung, das kann helfen, aber nur den Gl\u00e4ubigen. F\u00fcr mich war der Glaube lange etwas, was Menschen dem Wissen vorziehen, oder die offensichtliche Ungewissheit des Lebens nicht aushalten. Aber dann ist es mir doch passiert. Ich bin in Indien nat\u00fcrlich mit den sehr verbreiteten Formen einer hohen Ebene des Wissens in Kontakt gekommen, was zeitweise sehr einleuchtend war, wobei mir besonders gefiel, dass hier auch die abstrakte Ebene einer exklusiv inneren Erfahrung angesprochen war. Die meditative Erfahrung also, in der man Verantwortung \u00fcbernehmen musste f\u00fcr die Chemie der eigenen Ganzheit, das war erfrischend. Und doch war es immer und \u00fcberall umringt von epischen Erz\u00e4hlungen, von G\u00f6ttern und von der Dringlichkeit, sich f\u00fcr einen bestimmten Gott mit einem bestimmten Namen zu entscheiden, wobei man dazuf\u00fcgen muss, dass die patriarchalische Vorherrschaft hier deutlich zu sp\u00fcren war und ist. Ja, es gibt auch die G\u00f6ttinnen, meist zart und rein gestylt und vor allem deswegen von gro\u00dfer Anbetung begleitet. Die starken weiblichen Manifestationen werden eher gef\u00fcrchtet, das bringt auch ein Kribbeln hervor. Kurzum, es ist alles was zum glauben, und wer nicht wissen will, muss glauben. Welches Wissen kann mir denn gef\u00e4hrlich werden oder Menschen in noch gr\u00f6\u00dfere Angst versetzen, als sie sie eh schon haben. Vielleicht das Wissen, dass alles nur ist, was es ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn alles ist doch hier, vom Sternengefunkel bis zum Todestrakt. Auch das Wissen ist immer nur begrenzt und muss letztendlich weichen. Wem oder was? Man selbst muss weichen, damit man nicht im Weg steht, wenn das Tor sich \u00f6ffnet.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sobald ich in meinem Leben dar\u00fcber nachdenken konnte, war mir das &#8218;Glauben&#8216; an irgendwas und irgendwen suspekt, oder war es zuerst nur der christliche Glaube, in dem man in diesem Land automatisch aufw\u00e4chst, wo es irgendwie dazu geh\u00f6rt, dass man eine Kirche von innen kennt. 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