{"id":20751,"date":"2024-12-14T10:21:27","date_gmt":"2024-12-14T10:21:27","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20751"},"modified":"2024-12-14T10:21:27","modified_gmt":"2024-12-14T10:21:27","slug":"bahnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20751","title":{"rendered":"bahnen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1002\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241214_103131-1002x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20750\" style=\"width:362px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241214_103131-1002x1024.jpg 1002w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241214_103131-294x300.jpg 294w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241214_103131-768x785.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241214_103131-1503x1536.jpg 1503w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/20241214_103131.jpg 1903w\" sizes=\"auto, (max-width: 1002px) 100vw, 1002px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:41px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Das, was ein Mensch kann, wird ihm oder ihr entweder beigebracht, oder er oder sie bringt es sich im Laufe des Lebens selbst bei und entdeckt, dass etwas Lernfreude bereitet, und kann nun etwas Angelerntes loslassen. Oder das Angelernte und von Anderen Beigebrachte macht langsam Freude, weil das Erfassen des Materials interessanter wird und man denkt, es zu einer gewissen Vervollkommnung bringen zu k\u00f6nnen, was nicht immer gelingt, aber doch anregend geug ist, um wertvolle Zeit damit zu verbringen. Man ist ja von Anfang mit Lehrer:innen und Lernen besch\u00e4ftigt, muss sich aber irgendwann auf das Machbare konzentrieren und kann sich innerhalb dieser gew\u00e4hlten Bahn entwickeln. Die Einschr\u00e4nkung allen anderen F\u00e4higkeiten gegen\u00fcber kann sich zeitenweise anf\u00fchlen wie ein Tunnel, den man durchqueren muss, bis man wieder rauskommt aus der Enge ins Licht eines neuen Verstehens von der Natur und Bedeutung der (f\u00fcr einen selbst sinnvoll erscheinenden) Prozesse, auf die ich mich einlasse (oder nicht), und die dann in letzter Konsequenz zu einer Kenntnis von mir selbst f\u00fchren k\u00f6nnen, aber nicht m\u00fcssen. Es gibt den Moment, wo ich erkennen muss, dass ich genug Materialerfahrung gesammlet habe, um das eigene Steuer in die Hand zu nehmen und den Weg durch die bedrohlich wirkende Ungewissheit der Gew\u00e4sser zu bahnen, immer hocherfreut, wenn andere Schiffe zu diesem Abeneuer bereit sind und man sich gerne auch begleitet auf den Fahrten. Und es gibt ja auch die e i n e Fahrt, der man lebendig gar nicht entkommen kann. Der Planet als sich durchs All bewegendes Raumschiff lehrt uns, dass wir hier die ungewisse Zeit (&#8218;mors certa ora incerta&#8216;) verbringen, und uns deshalb angeraten wird, etwas \u00fcber die Bedingungen zu lernen, damit wir unsere begrenzte Existenzdauer dementsprechend gestalten k\u00f6nnen, was man auch Arbeit an sich selbst nennen kann, wenn das Wort &#8218;Arbeit &#8218; in diesem direkten Zusammenhang keine unangenehmen Gef\u00fchle erweckt. Diese Arbeit will aufdecken, ob das, was ich von mir selbst erfassen kann, auch wirklich ich selbst bin. Und wie w\u00fcrde ich das ausdr\u00fccken: d a s ist, was ich wirklich bin. Hat es Worte oder hat es keine Worte. Hat es gew\u00e4hlt, oder ist es einfach mitgegangen ohne zu entscheiden, wie es sein soll, und was &#8218;es so alles ertragen gelernt hat, ohne dass es f\u00fcr das Wesen f\u00f6rderlich war. Und ist es in dieser verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurzen Zeit wirklich eine der wenigen Pflichten, die wir von der planetarischen Aufenthaltsgehehmigung erhalten haben, n\u00e4mlich uns selbst zu erkennen und mit uns selbst unterwegs zu sein, bevor wir wieder abtreten m\u00fcssen von der B\u00fchne. Vieles ist dem Menschsein m\u00f6glich. Ich erinnere mich an einen Satz in einem Gedicht von Rumi: &#8218;Shams (Shams-e Tabrizi) betritt den Raum und bringt Segen&#8216;. <\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das, was ein Mensch kann, wird ihm oder ihr entweder beigebracht, oder er oder sie bringt es sich im Laufe des Lebens selbst bei und entdeckt, dass etwas Lernfreude bereitet, und kann nun etwas Angelerntes loslassen. 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