{"id":20556,"date":"2024-11-13T09:07:22","date_gmt":"2024-11-13T09:07:22","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20556"},"modified":"2024-11-13T09:07:22","modified_gmt":"2024-11-13T09:07:22","slug":"20556","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20556","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"445\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241113_091734-445x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20555\" style=\"width:274px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241113_091734-445x1024.jpg 445w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241113_091734-130x300.jpg 130w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241113_091734-667x1536.jpg 667w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/20241113_091734.jpg 756w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:51px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Stimmt, die H\u00f6lle muss nicht erst kommen, sondern wir leben schon drin. Selbst wenn man das unversch\u00e4mte Gl\u00fcck hatte und immer noch hat,, einigerma\u00dfen unbeschadet durchzukommen, hat man von der H\u00f6llenqualit\u00e4t der menschlichen Spezies genug gesehen und geh\u00f6rt, um zu wissen, dass es hier gef\u00e4hrlich sein kann uns auch ist. Deswegen hat Italo Calvino beobachtet, dass es zwei Arten gibt, in dieser H\u00f6lle zu leben, indem ich entweder so tue, als seien Hass und Zerst\u00f6rung und das Misshandeln und Missbrauchen und T\u00f6ten (z.B.) von Kindern und Frauen v\u00f6llig normal, und ist halt so, ich passe mich an und werde &#8218;ein Teil von ihr&#8216;. Die zweite Variante, sagt Calvino, ist riskant und verlangt  st\u00e4ndige Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft&#8216;, indem wir erkennen, was in der H\u00f6lle nicht H\u00f6lle ist, und d e m Dauer und Raum geben. Ja, ich benutze seine Worte, weil ich finde, man kann es gar nicht besser sagen. In Indien wird vor allem das schwarze Zeitalter, also das Zeitalter der Ignoranz, als H\u00f6lle beschrieben, in der vor allem D\u00e4monen ihr Unwesen treiben. Vom heutigen Bildungsstandpunkt aus kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass der Planet einmal weniger H\u00f6llenqualen f\u00fcr seine Bewohner:innen zu bieten hatte, denn es scheint doch eher so zu sein, dass man sich, will man &#8218;Mensch&#8216; beziehungsweise &#8218;menschlich&#8216; werden, sich aus den eigenen H\u00f6llenanteilen herausackern muss, wof\u00fcr anscheinend immer sehr wenig Menschen Raum und Zeit haben. Es braucht Kraft, unabh\u00e4ngig zu werden von den oberfl\u00e4chlichen Beurteilungen anderer, dann aber auch das Auge auf sich selbst lenken zu k\u00f6nnen, um Klarheit zu erlangen, wie ich meine eigenen Kr\u00e4fte einzusetzen gedenke, und in welche Richtung ich sie letztendlich lenke. Wenn ich meine eigenen D\u00e4monen mir gegen\u00fcber setzen kann, ist schon viel gewonnen und kann dazu f\u00fchren, dass ich aus dem Netz der Scheinheiligkeit falle. Man muss herausfinden, was man selbst als &#8218;h\u00f6llisch&#8216; betrachtet. Drei von f\u00fcnf Kindern weltweit erf\u00e4hrt h\u00e4usliche Gewalt, lese ich heute fr\u00fch aus einer neuen Studie. Diese erwachsenen Kinder laufen da drau\u00dfen herum und haben nicht erfahren, was es braucht, um ein &#8218;gutes&#8216; Leben zu leben. Man erf\u00e4hrt eine Verstummung, bevor man wei\u00df, dass man trotzdem weitermachen muss. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, dass man einerseits wei\u00df, was man selbst f\u00fcr &#8218;H\u00f6lle&#8216; h\u00e4llt, und andrerseits &#8218;dem, was nicht H\u00f6lle ist, Raum gibt. Und Dauer. <br><\/h5>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><br>Mit Dank an Calvino<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stimmt, die H\u00f6lle muss nicht erst kommen, sondern wir leben schon drin. Selbst wenn man das unversch\u00e4mte Gl\u00fcck hatte und immer noch hat,, einigerma\u00dfen unbeschadet durchzukommen, hat man von der H\u00f6llenqualit\u00e4t der menschlichen Spezies genug gesehen und geh\u00f6rt, um zu wissen, dass es hier gef\u00e4hrlich sein kann uns auch ist. 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