{"id":2048,"date":"2017-02-23T01:22:04","date_gmt":"2017-02-23T01:22:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=2048"},"modified":"2017-02-23T01:22:04","modified_gmt":"2017-02-23T01:22:04","slug":"zyklisches-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=2048","title":{"rendered":"(zyklisches) Denken"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2049\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1353381-267x300.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1353381-267x300.jpg 267w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1353381-768x864.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1353381-910x1024.jpg 910w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1353381.jpg 925w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2050\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1534351-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1534351-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1534351-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1534351-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/20170222_1534351.jpg 1075w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<p>Es ist jetzt fast einen Monat her, dass ich in einem neuen Wohnort lebe. Die Terrasse \u00fcber den R\u00e4umen ist wunderbar, mit weitem Blick \u00fcber den See, das Zimmer ganz in Ordnung, mit attached bathroom. Als ich einzog, direkt gegen\u00fcber von dem Haus, in das ich bald wieder zur\u00fcckkehren werde, sagte der Besitzer, es g\u00e4be, weil solar geheizt, immer hei\u00df Wasser. Aber meistens verschwende ich 4 Eimer Wasser des kostbaren Nass, bis ich wei\u00df, ob es warm werden wird oder nicht. Heute morgen nicht. Schlechte Laune bahnt sich an. Sie m\u00fcsste nicht sein, denn ich habe auch etwas, von dem der Besitzer nichts wei\u00df: ein \u00d6vchen, auf dem ich nicht nur koche, sondern auch locker hei\u00df Wasser produzieren kann und auch heute produziert habe. Eigentlich w\u00fcrde ich jetzt gerne seitenweise mein \u00d6vchen preisen, mein Lebensretter, mein helles Geheimnis: 90 Rupien (1Euro 20) hat es gekostet,und alles, was mit ihm mal passiert, ein Kurzschluss, ein durchgebrannter Draht, kann ich\u00a0 reparieren undsoweiter, aber ich wollte ja eigentlich \u00fcber zyklisches Denken nachdenken. Die Inder haben&#8217;s gut. Sie wissen, dass es noch eine l\u00e4ngere Zeit dunkel sein wird auf Erden, dann wird&#8217;s eine Zeitlang richtig finster, dann erreicht es einen gewissen Punkt und siehe!, es wird wieder hell, sozusagen paradiesisch. Ein bisschen so wie mein Morgen halt. Beim Hinausgehen und am See entlang habe ich noch auf dem Stein, wo ich immer in meine Barfu\u00dfschuhe wcchsle, da man am Wasser nicht mit Schuhen laufen darf, ohne von einem der permanent frustrierten Brahmanen eins auf den Deckel zu kriegen, habe ich eben dann noch meinen Schal liegen lassen, der mir mindestens so lieb und unentbehrlich ist wie mein \u00d6vchen, mein Rapidograph, mein Notizbuch, mein Make-up usw. (was die Dinge betrifft)&#8230;Ja, ich musste dann, zum Gl\u00fcck von nicht zu weit, eine Kehrtwende machen und meinen Schal auflesen, bevor ich mich wieder, jetzt auch noch verstimmt \u00fcber mich selbst, in den Energiestrom der Umrundung einlassen konnte. Dann wurde es langsam besser. Durch was wurde es besser? War es Denken oder war es einfach mein Einlassen in das, was schon da war, hat es doch genug Sch\u00f6nheit und Substanz, um jeden kurzzeitig verstimmten Fremdling aufzufangen. Ich pers\u00f6nlich liebe die Worte und das Wunder des Denkens, auch wenn ich keineswegs einverstanden bin mit dem, was alles damit angerichtet wird. Wie Max Picard es so vortrefflich ausgedr\u00fcckt hat, so sehe ich es auch, n\u00e4mlich, dass das Wort aus dem Schweigen kommen muss. Auch aus dem Alleinsein muss es kommen, aus den bl\u00fchenden G\u00e4rten der Einsamkeit, wo wir unter uns sind, meine Worte und ich, und wo die Wesen, die ich liebe, willkommen sind mit ihrem Schweigen und mit ihren Worten. Es geht ja nicht darum, dass wir \u00fcbereinstimmen m\u00fcssen, dass zu viel geredet wird in der Welt. Was wird denn gesprochen? Was wird gesagt? Was wird gedacht? Nein!, man kann nicht einfach aufh\u00f6ren zu denken, das muss ge\u00fcbt werden. Es gibt viele Empfehlungen. Die Praktizierenden bzw. davon Wissenden reden sich den Mund fusselig dar\u00fcber, wie man gedankenlos wird. Aber als ich mal wieder den Experten Eckhart Tolle eingeschaltet hatte, hatte ich auch keine gro\u00dfe Lust, auf seinen verschlossenen Mund zu starren, bis da mal was rauskommt. Reden und Denken sind vor allem bereichernd und unterhaltsam, wenn man wei\u00df, dass sie nicht der unendliche Raum sind, in dem sie stattfinden. Wir sind also jetzt im zyklischen Rahmen der Inder da angekommen, wo alles Wissen zug\u00e4nglich ist wie nie zuvor, aber wo Ignoranz und Gewalt zu viele Leben beherrschen. Das gibt zu denken. Wenn ich die Inder frage, warum sie ihr Wissen nicht anwenden, wo man es doch z.Zt.\u00a0 gut brauchen kann, antworten sie gerne: Kaliyug hai! Hei\u00dft: wir gehen doch jetzt durchs dunkle Zeitalter. Ach so ja! Stimmt ja! Kann man ja selbst hinschauen und \u00fcberpr\u00fcfen! Und dann kann man, bzw. kann ich, mach ich \u00f6fters, mach ich gern, sag ich liebend gern: da steht doch noch was bei Euch geschrieben \u00fcber diese Zeit! N\u00e4mlich: gerade weil es so dunkel ist, soll man sich selbst anschauen, sozusagen den Blick auf sich lenken, und nach innen richten. Jetzt bin ich schon wieder ziemlich heiter, denn mir f\u00e4llt die unb\u00e4ndige Begeisterung vor allem der j\u00fcngeren Inder \u00fcber &#8222;Selfies&#8220; ein. Seit November gab es schon 5 Selfie-Tote, dh., die Begeisterung \u00fcber das eigene Bild an irgendeinem heldenhaften Standort war so gro\u00df, dass es r\u00fccklings in den Tod f\u00fchrte. Falsch verstandenes Wissen!!?? Am Ende des zyklischen Denkens steht also die Frage: was sehe ich, wenn ich mich selbst betrachte. Was denke ich? Und was denke ich nicht? Und was k\u00f6nnte, sollte und wollte ich schon immer denken? Und kann ich \u00fcberhaupt denken, was ich will, und kann ich nicht dann erst bedenken, ob und wann ich damit aufh\u00f6re. Oder auch nicht?<\/p>\n<p>Oben zwei Bilder vom Morgen&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist jetzt fast einen Monat her, dass ich in einem neuen Wohnort lebe. Die Terrasse \u00fcber den R\u00e4umen ist wunderbar, mit weitem Blick \u00fcber den See, das Zimmer ganz in Ordnung, mit attached bathroom. 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