{"id":20463,"date":"2024-10-31T09:25:08","date_gmt":"2024-10-31T09:25:08","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20463"},"modified":"2024-10-31T12:57:26","modified_gmt":"2024-10-31T12:57:26","slug":"luxus-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20463","title":{"rendered":"Luxus"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20462\" style=\"width:356px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241031_090503.jpg 1934w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Dann gibt es bestimmte Hefte, die bei einem herumliegen, weil man unbedingt noch einen Artikel darin lesen m\u00f6chte, und dieses M\u00f6chten kann sich jahrelang hinziehen. Man gew\u00f6hnt sich an den Blick auf das Heft (oder den losen Artikel) und langsam reiht sich das Ungelesene ein in seine eigene Rubrik. Dann kann allerdings der Tag kommen, wo man es merkt. So nehme ich (gestern) ein mir wohlbekanntes Literaturheft aus dem Jahre 2013 zur Hand und mir wird klar, dass es vor allem der Titel war, der  zum Behalten des Heftes gef\u00fchrt hat. Hier sind sie, die drei herrlichen Worte: &#8218;Luxus des Denkens&#8216;. Da erw\u00e4rmt sich das Str\u00f6mende in den Synapsen, es erfreut sich lebendige Einsamkeit an sich selbst, da formt sich herzergreifende Bereitschaft des Willens, und es w\u00e4chst die tiefe Dankbarkeit des Denkgeschenkes, hallo, hallo! Hier ist Luxus des Denkens, das jedem erlaubt ist, obwohl es, wie alles andere, Bedingungen hat. Und es gibt Beispiele wie Nelson Mandela, der nach 27 Jahren unschuldiger Gef\u00e4ngnishaft den Bau verlie\u00df als ein ungebrochener Mann, das kann nur Denken. Nein, nicht nur, es muss Nahrung geben, von der man nicht erkrankt oder gar stirbt, wie Nawalny, der allerdings gewusst haben musste, dass er den Gulag nicht \u00fcberlebt. Aber es hat doch eine gewisse Tragik, dass Menschen eben diesen vorhandenen Luxus des Denkens viel zu wenig in Anspruch nehmen. Es ist nicht, weil sie nicht k\u00f6nnen, sondern wer zur Quelle des Denkens durchkommen will, muss sich dort hinbewegen, und steinig und schwer und vor allem gef\u00e4hrlich kann dieser Weg sein, und er ist es immer noch. In den \u00f6stlichen Schulen wird vom Denken oft abgeraten, weil man den &#8218;Lernenden&#8216; nicht zutraut, die angebotene und meist tief in der Tradition steckende Ideologie nicht zu verstehen. Und so kommt viel Gehirngewaschenes dabei heraus, wenn man der Illusion verf\u00e4llt zu glauben, dass man Geh\u00f6rtes automatisch dadurch wei\u00df, ohne es selbst zu durchdenken. Es braucht viel M\u00fche, eigenes Denken zu entwickeln, und die Gefahr begleitet einen auf jeder Ebene. Bis es offener und sicherer ist und Freunde gewonnen wurden, die einen noch rechtzeitig zurechtbiegen k\u00f6nnen, wenn die Fu\u00dfspitze den Abgrund ber\u00fchrt. Wenn die Sicht klarer wird, der Atem ergiebiger, das Lachen leichter und tiefer zugleich. Wenn Reichtums, der nicht an Materie gebunden ist, sich durchsetzt als Gl\u00fccksgef\u00fchl, dann ahnt man, was Luxus auch sein kann. Was sind schon elf Jahre, um diese drei Worte zu sp\u00fcren.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dann gibt es bestimmte Hefte, die bei einem herumliegen, weil man unbedingt noch einen Artikel darin lesen m\u00f6chte, und dieses M\u00f6chten kann sich jahrelang hinziehen. Man gew\u00f6hnt sich an den Blick auf das Heft (oder den losen Artikel) und langsam reiht sich das Ungelesene ein in seine eigene Rubrik. 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