{"id":20433,"date":"2024-10-28T09:53:46","date_gmt":"2024-10-28T09:53:46","guid":{"rendered":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20433"},"modified":"2024-10-28T10:36:08","modified_gmt":"2024-10-28T10:36:08","slug":"20433","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=20433","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:0px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20436\" style=\"width:413px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241028_105001.jpg 1842w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:43px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Niemand kann einem verbieten oder vorschreiben, wie man sich selbst sieht, aber unbedingt muss immer wieder mal abgecheckt werden, inwiefern sich dieses Bild, diese Idee von sich, einf\u00fcgen l\u00e4sst in ein \u00fcberschaubares Etwas, das mit dem Weltstrom korrespondiert. Als mir die indische Bev\u00f6lkerung des Dorfes, in dem ich dann die H\u00e4lfte meines Lebens verbrachte, den Namen &#8218;Kalima&#8216; schenkte, war es nicht, weil ich mich in dem ziemlich brissanten Rollenspiel bew\u00e4hren wollte, sondern es war einerseits eine sofortige Akzeptanz und Verbundenheit mit dem Namenstitel, aber dann doch ein langer Prozess, in dem sich bestimmte Kr\u00e4fte entfalten konnten, die ohne den Namen und den dazugeh\u00f6rigen Rahmen nicht h\u00e4tten herausgekitzelt werden k\u00f6nnen aus dem Fundus der M\u00f6glichkeiten, die einem als Mensch in die sogenannte Wiege gelegt werden. Auch ein geschenkter Name kann mit einem verschmelzen wie ein gut sitzendes Kleid. Es soll Aboriginis m\u00f6glich gewesen sein, je nach Bewusstseinserweiterung ihre Namen selbst zu \u00e4ndern, das hat mir eingeleuchtet. Zum Zeitpunkt meiner Namens\u00e4nderung habe ich auch meinen urspr\u00fcnglichen Namen nicht abgelehnt, aber der neue war eine viel gr\u00f6\u00dfere Herausforderung, die nicht darin lag, sich dem Titel anzupassen, sondern weiterhin sich, also mich selbst zu sein. Und so konnte ich mir genau wegen dieses Namens eine weit gr\u00f6\u00dfere Reichweite bewohnen, denn er beinhaltete unter anderem, die bestehenden Konventionen infrage zu stellen, wenn die Notwendigkeit daf\u00fcr sich zeigte. Die meisten Inder lebten bis vor Kurzem in einer au\u00dferordentlich gut funktionierenden mystischen Welt, in der alles gleichzeitig sp\u00fcrbar verbunden war und vollkommen voneinander getrennt. Von dem Geheimnis des Lebendigen durchdrungene Gister hatten das Sein minuti\u00f6s erforscht und der Bev\u00f6lkerung zug\u00e4ngig gemacht, und es gab viele Ebenen des Verstehens davon, von der Praxis radikaler Abstraktion bis hinein in den Haustempel, wo sich die G\u00f6tter in unz\u00e4hligen Variationen tummelten. Und genau diese phantastische Ordnung, die das totale Chaos durchdringt, ist die Voraussetzung f\u00fcr ihre F\u00e4higkeit, mit Technik umzugehen. Nun, wir befinden uns im letzten Atemzug der Religionen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Aber die albernen Rollenspiele sind viel zu transparent geworden, und niemand w\u00fcrde Kim Jong-un au\u00dferhalb der nordkoreanischen Gehirnw\u00e4sche einen Gott nennen. Oder Trump, der auf einer Rally das Ave Maria spielen lie\u00df in der vollen Entfaltung des narzisstischen Rausches. Und nun flog eine Delegation hoher Politiker ins einst heilige Land Indien , um dort die klugen K\u00f6pfe nach Deutschland einzuladen, und wer wei\u00df?, vielleicht entsteht wieder die indogermanische Route, diesmal mit umgekehrten Vorzeichen, die tiefgr\u00fcndiger nicht sein k\u00f6nnten.<\/h5>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand kann einem verbieten oder vorschreiben, wie man sich selbst sieht, aber unbedingt muss immer wieder mal abgecheckt werden, inwiefern sich dieses Bild, diese Idee von sich, einf\u00fcgen l\u00e4sst in ein \u00fcberschaubares Etwas, das mit dem Weltstrom korrespondiert. 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